Zion Nationalpark

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Zion NP, Utah

Mittwoch, 3. April 2013 – Unter Utah´s Himmel – unser erster Abend am Zion Nationalpark

Es ist bereits Nachmittag und wir fahren Richtung Springdale, Utah! Denn nach Las Vegas und dem Valley of Fire verlassen wir nun Nevada. Utah ist bekanntermaßen der „Mormon State“. Mit gerade mal 2,5 Mio Einwohnern auf einer unfassbar großen Fläche, wie wir in den kommenden Tagen noch (im wahrsten Sinne des Wortes) er“fahren“ dürfen… Die Hauptstadt Utah´s ist Salt Lake City, doch dieses ist für uns zu weit abseits unserer geplanten Nationalpark-Route, und reizt uns, offen gestanden, dieser Tage auch überhaupt nicht.

17.30 Uhr: Wir kommen in der Majestic View Lodge beim Zion Nationalpark an. Wenn du das hier liest, gibt es dieses Hotel nur noch unter einem anderen Namen. Wir checken ein und bestaunen unser wunderbares Zimmer mit Blick auf die Berge… und… eine Baustelle… Aber Moment mal… Eigentlich haben wir sowieso keine Zeit für den Balkon und/oder Pool + Whirlpool, sodass uns diese Baustelle eigentlich gar nicht stören kann. Denn dann wenn wir im Zimmer sind, nämlich zum Schlafen, da wird eh nicht gearbeitet.

Zion NP, Utah

Und sowieso: Wir haben es hier gut getroffen, dies ist ein ganz wunderbares Hotel! Die Lage ist einerseits genial, was den Ausblick betrifft, daher auch der Name. Andererseits aber auch nur ein paar Kilometer entfernt von Restaurants und Geschäften. Zu Fuß lässt sich hier zum Abendessen oder Frühstück zwar gar nichts regeln, aber wer hier übernachtet, hat eh ein Auto dabei! Alternativ gibt es natürlich auch noch ein Hotelrestaurant.

Und für eben jenes entschieden wir uns nach einer ausgiebigen Dusche auch. Das Hotelrestaurant ist ein Steakhouse, welches zwar keine besonders vielfältige Speisekarte besitzt und auch recht teuer ist, aber dafür geschmacklich wirklich unbeschreiblich gut, und daher unsere beste Idee des Tages! Ganz nebenbei haben wir auch noch Aussicht auf den Sonnenuntergang über den Bergen des Nationalparks. Das rechtfertigt die je 17 Dollar für einen Teller Nudeln durchaus. (In 2013 ist das nämlich noch kein normaler Preis…)

20 Uhr: Wir begeben uns in den Gift Shop und das kleine Wildlife Museum des Hotels. Der Shop ist sehr groß und bietet unheimlich viele verschiedene Sachen, das Museum kostet keinen Eintritt und zeigt relativ viele ausgestopfte Wildtiere im gut nachgebauten „natürlichen“ Lebensraum! Wir halten uns hier tatsächlich eine volle Stunde auf.

22 Uhr: Ein erster Anruf in die Heimat und wir legen uns nach einem ersten, äußerst gelungenen Tag schlafen.

Donnerstag, 4. April 2013 – Aufwachen im Zion Nationalpark

4.30 Uhr: Wir sind hellwach! Sogar so wach, dass ich ein bisschen auf den Balkon gehe und wir anfangen zu quatschen – F. bleibt dabei im Bett liegen, kann aber auch nicht schlafen. Danke, Jetlag! Es ist noch dunkel draußen! Also versuchen wir dann doch irgendwann wieder in den Schlaf zu finden. Es gelingt uns glücklicherweise.

7 Uhr: Der Wecker reißt uns aus dem Schlaf. Wir sind nicht ganz so motiviert wie noch wenige Stunden zuvor – und brauchen satte zwei Stunden zum Fertigmachen und Packen. Wir trödeln ordentlich herum…

Das Hotel-Frühstück ist nicht ganz so teuer wie das Essen am Vorabend. Ich bestelle mir einen 10 Dollar-Obstteller mit Joghurt und finde diesen ganz fantastisch.

Ein Road Trip Movie beginnt

10 Uhr: Abfahrt zum Nationalpark! – Der älteste und vielleicht schönste Park in Utah, wie viele behaupten! Geformt vom malerischen Virgin River, der diese riesigen Felswände über die Jahrtausende geschaffen hat.

Zion NP, Utah

Wir verlassen die Majestic View Lodge, die uns unheimlich gut gefallen hat, und es sind nur wenige Fahrminuten inklusive Tankstopp bis zur Entrance Station des Nationalparks! Dort erwerben wir zunächst einmal den Jahrespass, mit dem wir 12 Monate lang freien Eintritt zu allen Nationalparks und -monuments des Landes haben, was auch schon in unseren drei Wochen günstiger ist, als überall den Eintritt einzeln zu bezahlen.

Was wir heute natürlich noch nicht wissen können: Zwölf Jahre später überlegt sich der amtierende US-Präsident, dass ausländische Touristen den Jahrespass nicht mehr für die üblichen 80 Dollar (pro Auto) erhalten können, sondern 250 Dollar hinblättern dürfen.

Wer z.B. nur einen einzigen Nationalpark besuchen möchte, zahlt nicht nur die regulären 30-35 Dollar (in 2013 noch 10-25 Dollar) pro Auto, sondern hinzu kommt eine Gebühr in Höhe von 100 Dollar pro (ausländische) Person in den elf meist besuchten Nationalparks des Landes! Da haben wir jetzt also noch richtig Glück in 2013!

An der Entrance Station, wo wir nun jedenfalls unseren Pass kaufen, erfahren wir auch, dass wir wenige Tage zu spät dran sind, um den Park noch mit dem eigenen fahrbaren Untersatz zu erkunden, da ab April und über die Sommermonate ein (verpflichtender) Shuttleservice zur Verfügung steht, um die Anzahl der PKWs im Griff zu behalten.

Ziemlich geknickt steuere ich also den Parkplatz am Visitor Center an, wo wir dazu mehr Informationen einholen wollen. Und ja, tatsächlich müssen wir unseren kleinen Flitzer geparkt lassen und einen der Shuttlebusse besteigen. Schade. Aber egal. Los geht´s!

Hierfür ein bisschen was Allgemeines: Der Zion Nationalpark ist ein fast 600 Quadratkilometer großes Gebiet – das ist in etwa vergleichbar mit der Region Stuttgart. Oder für uns Norddeutsche gesprochen: Der Nationalpark ist nur wenig kleiner als die gesamte Hamburger Stadtfläche. Damit ist der Park wesentlich kleiner als andere Parks aber eben auch nicht winzig.

Und er besteht grob gesagt aus rotem Sandstein und Canyons. Nur eben viel spektakulärer als der gestrige Valley of Fire State Park, denn die Felswände sind hier verdammt hoch und es gibt dementsprechend imposante Klippen und steile Schluchten.

11 Uhr: Wir fahren mit dem Shuttle durch den Canyon bis zur vorletzten der neun Haltestellen: „Big Bend“. Doch wer im Zion NP nicht wandern möchte, das müssen wir schnell feststellen, der wird aus einem Besuch nicht so viel herausholen können.

Wir nehmen den nächsten Bus zurück und freunden uns mit dem Shuttlesystem sogar an. Zu viele Autos würden wirklich den Canyon verstopfen. Aber der Park an sich entspricht einfach nicht unseren Erwartungen weil wir dieser Tage nicht gerade zu den Aktivurlaubern zählen, die hier sicher voll auf ihre Kosten kommen! Egal welche Haltestelle man zum Aussteigen wählt, man sollte gut zu Fuß sein, um die „Sehenswürdigkeiten“ des Parks erreichen zu können. Und dazu fehlen uns heute sowohl die Zeit als auch die Sportlichkeit.

Einen Stopp gibt es aber noch, dem wir etwas abgewinnen können, und das ist die Zion Lodge, etwa in der Parkmitte. Dort gibt es einen Souvenirshop und wir werden sogar fündig: Kaktusbonbons aus dem Zion NP! Und dann nehmen wir den nächsten Bus zurück zu unserem Auto.

Ungefähr zehn Jahre später werde ich mir aber vorstellen können, den Park noch einmal zu besuchen, denn es lässt sich erahnen, wie beeindruckend der Park sein kann, wenn man bereit ist, ihn sich zu Fuß zu erschließen.

13.30 Uhr: Über den Zion Park Boulevard und durch den Dixie National Forest verlassen wir den Canyon. Und da muss man jetzt schon mal sagen, dass das für uns -als Autofahrer- fast noch beeindruckender ist, als in der Schlucht selbst! Man kurvt hier die Berge hoch und runter, durch einen Tunnel und durch unglaubliche, unfassbare Landschaft – mit Worten nicht zu beschreiben, per Kamera nicht festzuhalten.

Zion NP in Bildern – zum Durchblättern:

Zion NP, Utah

Gigantische Felsen, Größe und Wahnsinn! Einfach nur wunderschön und absolut empfehlenswert diese Fahrt Richtung Osten. Und damit hat sich der Park also doch noch gelohnt! Denn auch auf diese Straße kommt man meines Erachtens nicht, ohne die Entrance Fee zu bezahlen.

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