San Diego

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San Diego 2011

Pfingstmontag

Wir erwachten am 13. Juni 2011 ohne Wecker um 08.30Uhr, hatten aber kaum geschlafen. Die Hitze war einfach unerträglich gewesen in unserem Zimmer in der Travelodge in Palm Springs.

Zeit, nach San Diego aufzubrechen

Nachdem wir die Koffer gepackt und noch einmal in unserer gar nicht schönen „Lodge“ gefrühstückt hatten, war es um 10Uhr endlich soweit, dass wir aus der Wüste flüchteten… So schön der halbe Tag im Joshua Tree NP auch gewesen war, es zog uns langsam aber sehr sicher wieder an die Küste.

Durch die Berge und den San Bernadino National Forrest fuhren wir inklusive einem kurzen Tankstopp in Ramona nach San Diego und erreichten um 13Uhr das Sheraton Mission Valley Hotel [„keine Werbung“], ganz „idyllisch“ direkt an der Interstate 8 gelegen, damit aber immerhin gut angebunden, egal wohin man will… Eine zentrale und schöne Lage ist jedoch etwas anderes.

Sheraton Mission Valley

Wer nicht mitten in der City wohnen möchte, dem sei das Hotel dennoch empfohlen. Trotz der Zugehörigkeit zu dieser namhaften Hotelkette, konnte man hier (zumindest in 2011)  nämlich durchaus preiswert übernachten und kam sogar in den Genuss eines Pools, welchen wir aus Zeitgründen aber leider nicht nutzten, auch wenn wir es uns fest vorgenommen hatten…

Historisches San Diego

Eine Stunde später fanden wir uns bereits im Gaslamp Quarter, dem „Historic Heart“ der Stadt wieder. Dieser zentrale Bereich befindet sich 10-15 Minuten entfernt von unserem Hotel. Es ist ein wirklich bezaubernder und definitiv zu recht unter Denkmalschutz stehender Stadtteil mit restaurierten Gebäuden, die aus dem 19. Jahrhundert stammen. Für amerikanische Verhältnisse ist dies schließlich extrem alt. Man findet hier zahlreiche Cafés, reich verzierte Bank- und Bürogebäude und Hotels im viktorianischen Stil.

San Diego 2011

Der Name Gaslamp Quarter kommt von den anmutigen Gaslaternen, die die mit Ziegelsteinen gepflasterten Straßen säumen. Und das Herzstück bildete damals die Westfield Horton Plaza, eine moderne Shopping Mall in farbenfroher Optik. Hier parkten wir unser Auto im Parkhaus und wählten eines von zahlreichen Restaurants um halbwegs eilig zu Mittag zu speisen. Es war köstlich obwohl es eher ein italienisches „Fast Food“-Restaurant mit Pasta und Pizza war.

Wir schafften es tatsächlich, die rund 150 bunten Geschäfte zu ignorieren und begaben uns auf einen ausgedehnten Spaziergang durch den Old Town San Diego Historic State Park, die spanische Altstadt aus der Zeit der ersten Besiedlung. Wir statteten auf unserer Tour einigen Gift Shops, dem Hard Rock Café [!keine Werbung!] (zwecks T-Shirt-Kauf) und natürlich einem Starbucks-Laden [!keine Werbung!]  einen Besuch ab, bevor wir uns wieder auf den Weg zum Hotel machten, welches wir gegen 18Uhr erreichten.

Abendgestaltung

Jetzt war Zeit für das Internet. Fast eine Stunde lang schrieben wir Mails in die Heimat und gammelten anschließend noch weiter auf dem Zimmer rum. Wir entschieden uns gegen ein Abendessen und schlummerten bereits ab ca. 21Uhr dem nächsten Morgen entgegen.

Ein ganzer Tag in San Diego

Rund zwölf Stunden später, am Dienstag, den 14. Juni, erwachten wir gegen 9Uhr ohne das Klingeln des Weckers, und machten uns startklar für einen wunderschönen Tag im weltberühmten San Diego Zoo, der mit rund 4000 Tieren auf uns wartete.

San Diego Zoo

San Diego 2011

Viertel nach 10 hatten wir die Eingangspforten des vielleicht bekanntesten Zoos der Welt passiert und trafen direkt auf Elisabeth aus Österreich. Sie sprach uns an ob sie uns begleiten dürfte, da sie alleine unterwegs war. Sie macht ein Au Pair Jahr, ich habe leider vergessen wo in Amerika, und war zum Zeitpunkt unserer Reise auch on tour. Teils alleine, teils mit anderen. Also gingen wir mit ihr gemeinsam durch den Zoo, der uns einerseits zwar beeindruckte aufgrund der Weitläufigkeit und Artenvielfalt, doch andererseits fanden wir so ziemlich jedes Gehege der Tiere zu klein.

San Diego 2011

Bereits nach zwei Stunden plagte uns der Hunger, da wir ja noch nicht gefrühstückt hatten und es bei der Hitze ganz schön anstrengend war, die weiten Wege durch den ziemlich gut besuchten Zoo zu laufen. Wir mampften also ein paar Burger und beschlossen weitere zwei Stunden später bereits, zu gehen. Elisabeth wollte noch ein paar Runden drehen im Zoo und so fuhren wir ohne sie zum Hafen.

San Diego 2011

Hafenrundfahrt

Wir wollten unbedingt einen 2-hour-Harbor-Cruise machen. Wir hatten riesig großes Glück. Wir fanden direkt vor dem Anleger einen einzigen freien Parkplatz, kratzten äußerst mühsam unser Kleingeld für die Parkuhr zusammen, und wollten uns in die Warteschlange begeben, als wir feststellten, dass es die Tickets ganz woanders gibt. Aber auch da hatten wir wieder Glück. F. stellte sich in die Schlange vor dem Schiff und ich sprintete zum Ticket-Schalter.

Wieder einmal fragte man mich hier ob ich aus Schweden käme. Irgendwie hielt uns in Kalifornien beinahe jeder Amerikaner für Schwedinnen… Die Dame am Ticket-Schalter erzählte mir dann auch, dass sie selbst Schwedin sei. Wie dem auch sei, ich hastete mit den Tickets zurück und just in diesem Moment durften die Passagiere an Bord und unsere Hafenrundfahrt startete sofort…

San Diego 2011

Die Tour führte erstmal nach Norden und wieder zurück zum Ausgangspunkt, da man auch einstündige Touren buchen kann, und dann weiter in den Süden. Wie man auf meinen Fotos sehen kann, ist der Norden geprägt von unterschiedlichen Motiven von Booten und Schiffen, gigantischen Ausblicken auf die Skyline der Stadt und man sieht ein paar Sea Lions.

San Diego 2011

Im Süden liegen die ganzen Militärschiffe und man sieht die berühmte Coronado Bay Bridge, die die San Diego Bay fünfspurig überspannt und somit San Diego und die Coronado Halbinsel miteinander verbindet. Sie ist fast dreieinhalb Kilometer lang und dabei rund 60 Meter hoch um den meisten Schiffen der Navy die Durchfahrt zu ermöglichen. Darüber hinaus ist die Stadt Coronado bekannt durch das 1888 erbaute Hotel del Coronado, das Filmkulisse für „Manche mögen´s heiß“ mit Marilyn Monroe gewesen ist.

San Diego 2011

Die Hafentouren könnten jedenfalls unterschiedlicher nicht sein, haben aber beide ihre Reize. Und da wir das vorausgeahnt hatten, haben wir uns auch dazu entschlossen, beide Touren zu fahren anstatt uns auf eine davon festzulegen. Das würde ich jederzeit wieder so machen.

Old Town San Diego

Viel mehr passierte an diesem Tag dann allerdings nicht mehr… Wir kreuzten mit dem Auto zwar noch ein wenig durch die optisch sehr reizvolle Old Town San Diego, nahmen uns aber -leider- nicht mehr die Zeit und Nerven, hier ein Parkplätzchen zu suchen und bummeln zu gehen.

Eigentlich ist hier sogar der Ursprung des heutigen San Diego. Old Town ist der Ort, wo 1769 von den Spaniern die erste kalifornische Mission gegründet wurde. Man könnte hier also im State Historic Park noch einige Häuser aus alter Zeit begutachten um sich einen Eindruck über die hispanischen Ursprung der Stadt zu vermitteln oder aber die zahlreichen Restaurants und Geschäfte besuchen.

So langsam waren wir für heute aber auch mal am Ende unserer Kräfte und gönnten uns lieber noch eine weitere grüne Meerjungfrau sowie etwas entspannte Zeit im Internet in der Lobby unseres schönen Hotels. Um 20.30Uhr ging es aufs Zimmer, um bald wieder einzuschlummern.

Viva la Mexico

Am Mittwoch, den 15. Juni wurden wir um 7Uhr vom Wecker geweckt und starteten voller Vorfreude mit unserem Chevy Richtung Mexiko. Nein, nein, natürlich ging es nicht über die Grenze! Das ist mit den Mietautos gar nicht erlaubt. Aber wir wollten so nah wie möglich ran!

San Diego 2011

Und zwar hatten wir uns für die Las Américas Premium Outlets [!keine Werbung!] in San Ysidro entschieden, wo wir uns nach dem fehlenden Abendessen am Vortag, als erstes bei ein sehr üppiges Pancake-Frühstück gönnten. Dabei machten wir die Bekanntschaft mit einem sehr liebenswerten Kellner, dessen Name mir leider entfallen ist. Er hat uns viel erzählt über seine Herkunft, seine Familie und deren Wurzeln in Mexiko und Deutschland.

San Diego 2011

Einen nicht unerheblichen Teil unserer Urlaubskasse ließen wir anschließend sehr großzügig bei der grünen Meerjungfrau und in unseren Lieblingsshops! Die Outlets waren einfach spitze!

Cheesecake Factory [!keine Werbung!]

Nahe unseres Hotels, suchten wir endlich, endlich, endlich eine Cheesecake Factory auf! Die Filialen dieser Restaurantkette sind quer durch die Staaten verstreut und ich warte sehnsüchtig auf den Tag, an dem sie den Weg über den großen Teich bis nach Deutschland schaffen. Wer weiß ob dies jemals der Fall sein wird – aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

San Diego 2011

Meine erste Cheesecake Factory war mit Svenja vor wenigen Jahren in Virginia gewesen. Und jetzt war es endlich wieder so weit. Ich wollte F. das fantastischste Essen der USA nicht vorenthalten! Sie bestellte „Cheese Maccaroni“, was selbsterklärend ist, und ich „Evelyn´s Favourite Pasta“ mit Brokkoli, getrockneten Tomaten, Aubergine, Paprika, Artischocke, Oliven, Knoblauch und Nüssen. Wie man sich vorstellen kann, waren wir nach diesem fantastischen und üppigen Mahl nicht mehr in der Lage, noch Cheesecake zu bestellen. Dafür waren unsere Portionen einfach zu groß gewesen und einfach zu lecker, um auch nur eine Winzigkeit davon übrig zu lassen.

Mission Valley Shopping Center [!keine Werbung!]

Vollgefressen und kaum noch in der Lage, uns bis zum Chevy zu schleppen, waren wir trotzdem noch immer gewillt, den Shopping Marathon im Mission Valley Shopping Center, wo sich die Cheesecake Factory befand, fortzusetzen und verbrachten noch eine geraume Zeit in ein paar bestimmten Läden, bis es bereits Abend wurde und wir nur noch einen kleinen Tankstopp einlegten, uns dann auf unseren Mega-Betten ausstreckten und noch ein bisschen TV schauten…

Hotelabend

Unter anderem verfolgten wir eine Weile die Nachrichten, in denen es einen großen Bericht über nach San Diego heimkehrende Soldaten gab. Aber auch die alltäglichen Amokläufe in irgendwelchen Supermärkten, fehlten leider wieder nicht in den Nachrichten. Auch hier war San Diego heute der traurige Spitzenreiter und es wird einem irgendwie ganz anders. Um 23Uhr löschten wir dann das Lichtlein und läuteten damit schon unsere letzte Nacht in San Diego ein.

San Diego in Bildern – zum Durchblättern:

San Diego 2011

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