Im Sommer 2012 landete ich gewissermaßen im Paradies
Diesen Titel hat die thailändische Insel Koh Samui definitiv verdient. Und auch das KC Hotel & Overwater Villas [!KEINE WERBUNG!], das mein damaliger Partner und ich zwei Wochen lang unser „Zuhause“ nannten.
Wie kam es dazu?
Eine berechtigte Frage. Wie kam es dazu, dass ich endlich mal den Schritt nach Osten auf der Weltkarte wagte? – Das war relativ einfach!! Es sollte eine Fernreise werden. Der Mann war von Florida (weil USA) einfach nicht zu überzeugen. Und Südafrika zog einfach irgendwie den Kürzeren. Also: Thailand!
Am 25. Juni 2012 ging es los
Mit der Bahn fuhren wir nach Frankfurt und vom Hauptbahnhof weiter mit der S-Bahn zum Linder Congress Hotel [!KEINE WERBUNG!].
Den Abend vor unserer Reise nach Thailand ließen wir im Paulaner am Dom [!KEINE WERBUNG!] ausklingen… um noch einmal „ordentlich“ Deutsch zu speisen und zu trinken. Danach sind wir am Main entlang geschlendert zurück Richtung Hauptbahnhof gegangen, wo die S-Bahn zum Hotel fuhr.
Einmal Bangkok, bitte!
Per Bus gelangten wir am nächsten Tag relativ einfach zum Flughafen. Zuvor hatten wir uns bei einem Bäcker in Fußnähe des Hotels ein kleines Frühstück organisiert, dieses auf dem Zimmer noch eingenommen und in aller Ruhe ausgecheckt.
Unsere Thai Airways-Maschine [!KEINE WERBUNG!] nach Bangkok ging gegen 14 Uhr. Elf elendige Stunden später war dann der Großteil der Strecke geschafft. Mein Bildschirm mit dem Bordentertainment war nur leider ziemlich gleich zu Beginn des Fluges in einem Tetrisspiel hängen geblieben – trotz Neustart keine Chance zurück ins Menü zu kommen, sodass ich den Großteil des Fluges mit Tetris spielen verbachte. Ich habe dafür keine weiteren Worte an dieser Stelle!
In Bangkok war die Zeit recht knapp bemessen. Wir hatten gedacht, dass rund zwei Stunden locker ausreichen würden zum Umsteigen aber nur die Pipi- und Raucherpause waren ruck zuck erledigt. Denn die Schlange am Einreiseschalter kostete uns dann um ein Haar unseren Anschlussflug.
Und jetzt gern ab ins Paradies!
Etwas über eine Stunde war es dann noch nach Koh Samui. Die verging verglichen mit dem Langstreckenflug freilich im Nu.
Kleine süße Bimmelbahnen holten uns, auf der Insel angekommen, von der Maschine ab und brachten uns zum Flughafengebäude, welches man kaum als ein solches bezeichnen möchte. Es wirkte eher wie ein Resort. Alles wunderbar bepflanzt und dekoriert und mittendrin ein niedliches Kofferband.
Die Koffer kamen dann glücklicherweise auch vollständig an und wir wurden relativ zügig abgeholt und zu unserem Traum-Hotel gebracht. Die Ortszeit entsprach zu diesem Zeitpunkt zwischen acht und neun Uhr morgens.
Das KC Resort [!KEINE WERBUNG!] liegt ein wenig oberhalb auf einem recht steilen Hügel, den zu Fuß zu bewältigen bei den herrschenden Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit beinahe ein Ding der Unmöglichkeit darstellt. Es gibt aber so gut wie rund um die Uhr einen Service der Hotelangestellten, die einen hoch und runter transportieren in kleinen flinken Golf-Wägelchen.
Bevor wir unser Zimmer beziehen konnten, lernten wir unseren Reiseleiter von unserem deutschen Reiseveranstalter kennen. Immerhin organisierte er uns ein Zimmer, was zu dieser frühen Stunde eher eine Ausnahme ist, aber ansonsten war er nicht unbedingt brauchbar. Er zeigte uns auf einer Karte die uns bereits bekannten Highlights der Insel und erklärte uns welche Ausflüge wir bei ihm buchen und bei welchen seiner Freunde wir uns neue Brillen anfertigen lassen könnten. Dafür bekam er von uns nicht wirklich Sympathiepunkte.
Aber dann durften wir endlich auf unser Zimmer! Und der Ausblick war wirklich einmalig!…
Dennoch hielt es uns dort nicht lange. Wir nahmen gleich den nächsten Hotelshuttle runter nach Chaweng.
Erste Erkundungen in Chaweng
Chaweng wird gerne als der Ballermann Koh Samuis bezeichnet. Die sichere Entfernung von ein, zwei Kilometern war sicher ein super Vorteil unseres Hotels!! Aber dennoch war man natürlich schnell mitten im Geschehen, wenn man wollte.
Die ersten Eindrücke von Chaweng waren überwältigend. Ob positiv oder negativ kann ich schlecht beschreiben. Asien ist einfach eine andere Welt – und das erste Mal außerhalb des schützenden und noch recht unasiatischen Flughafens bzw. Hotels war das schon ein Erlebnis.
Natürlich hatten wir auch während des Transfers vom Flughafen zum Hotel schon gestaunt wie anders die Welt hier aussieht, aber dann auf eigene Faust im Tuk Tuk nach Chaweng reinzufahren war nochmal was anderes:
Überall hängen Kabel kreuz und quer über den Straßen, sitzen Frauen vor ihren Massagesalons und warten auf Kundschaft, düsen Thais auf ihren Mopeds durch das hektische Treiben, riecht und klingt es ungewohnt, brennt die Sonne gnadenlos,… Es war tatsächlich alles so neu, dass man vor Staunen und Gucken kaum daran dachte, Fotos zu machen. Erst am Strand, der uns dann wirklich den Atem raubte, zückten wir endlich unsere Kameras.
Nach einem kleinen Strandspaziergang in der gleißenden Mittagssonne, entschieden wir uns für ein kleines Strandrestaurant um unsere ersten frisch gewechselten Baht auszugeben. Wir saßen nun endlich im Schatten, gruben unsere Füße in den dort halbwegs kühlen Sand und bestellten unser erstes thailändisches Reisgericht!
Den Weg zum Hotel zurück legten wir dann zu Fuß zurück. Der Hotelshuttle fährt nur zu bestimmten Uhrzeiten und wir wollten unbedingt in den Pool. Also ab durch Chaweng!! – Und rein ins erfrischende Nass!!
Der erste Tag in Thailand neigt sich dem Ende
So begingen wir wenigstens nicht den Fehler, uns zum Schlafen hinzulegen. Wir wollten unbedingt bis zum Abend durchhalten um so halbwegs gut den neuen Rhythmus zu bekommen.
Abends entschlossen wir uns dann dazu, im Hotel zu Essen. Für den ersten Tag hatten wir genug gewagt, außerhalb des Hotels zurecht zu kommen. Es wurden also ganz leger Burger und Pizza sowie fantastische Cocktails an unserer Poolbar.
Der erste Morgen in Thailand
Wir hatten relativ gut geschlafen. Natürlich hatte unser Zimmer eine individuell regulierbare Klimaanlage.
Sieben Uhr war es, als wir aufstanden. Acht Uhr, als wir unser erstes Frühstück einnahmen, das ich heute noch vermisse. Es gab alles was man sich vorstellen kann. Neben den typischen kalten Speisen, die man auch als Deutscher gerne frühstückt, gab es diverse gekochte Reisgerichte, Eier in sämtlichen vorstellbaren Variationen, natürlich frisch zubereitet und Säfte ohne Ende, natürlich auch frisch gepresst aus den persönlich ausgewählten frischen Obstsorten.
Entsprechend ausgedehnt frühstückten wir auf der chilligen Terrasse mit der dazu passenden loungigen Hintergrundmusik und blickten wie Profi-Urlauber auf das in allen möglichen Blautönen schimmernde Meer.
Der nächste Weg führte uns dann wieder zum Pool. Es handelte sich hierbei um einen Infinitypool. Infinity. Endlos. Und geil. Ziemlich geil. Quasi endlos geil. Und wir haben einen Großteil unseres Urlaubs hier verbracht!!! Man konnte wunderbar auf der Liege in der Sonne braten (er) oder im Schatten entspannen (ich) und dabei ein Buch lesen. Und bevor dieses sich mit Schweißtropfen vollsaugen konnte, sprang man wieder einmal kurz in den Pool. Wenn man raus kam benötigte man selten ein Handtuch, denn die Luft trocknete einen in Null komma nix. Hier hatte nicht einmal ich die Chance zu frieren.
Beach Time
Später, an besagtem Donnerstag, wandelten wir noch an den Strand. Dazu mussten wir im Prinzip nur mit dem Golfwagen runter an die Straße und ein paar Meter zu Fuß durch die nächstbeste Hotelanlage an den Strand. Wege zum Strand gibt es im Prinzip nicht. Es ist einfach üblich, durch fremde Hotelanlagen zu laufen.
An der Straße unterhalb unseres Hotels befand sich übrigens so ziemlich alles was wir brauchten. Diverse Restaurants, ein Supermarkt und ein kleines Reisebüro, wo man seine Ausflüge buchen konnte. An jenem Nachmittag war der Supermarkt unsere Anlaufstelle.
Hier gab es wunderbar kaltes Bier, mit dem wir es uns auf unserem Balkon bequem machten. Die zahlreichen Umdrehungen gepaart mit dem ungewohnt heftigen Klima und dem fehlenden Mittagessen zeigten sehr bald ihre Wirkung.
Cocktails im Pool & Weinempfang auf der Dachterrasse
Mehr als gut gelaunt stiegen wir noch einmal in den Pool und schlürften im Wasser einen feinen Cocktail, den uns unsere Lieblings-Hotelangestellte brachte. Geht es besser???
Ja, geht es tatsächlich! Es stand noch der Empfang des Hotel-Chefs am Abend an. Auf der Dachterrasse gab es leckeren Wein mit einem viel zu perfekten Sonnenuntergang.
Dort lernten wir dann auch Simone und Kai kennen, mit denen wir spontan gemeinsam zu Abend essen gingen.
Ein Abend im Nebel
Das Klima und die Umdrehungen stiegen uns allen schnell und sehr zu Kopf, sodass mindestens für mich diese Abend in einem Nebel aus Alkohol verschwindet.
Immerhin hatte ich den Abend für mich aber so erfolgreich beendet, dass ich mir das grausame Deutschlandspiel nicht mehr angucken musste, da man mich bis dahin längst aufs Zimmer geschleift und ins Bett verfrachtet hatte.
Daniel stand in der Nacht noch ganz tapfer auf, zog brav sein Deutschland-Trikot über und ging runter in ein deutsches Restaurant um sich das Ausscheiden aus der EM anzusehen.
Verkatert
Ich stand am nächsten Morgen mutterseelen allein auf um zu frühstücken. Daniel litt den Vormittag über vor sich hin. Am Pool trafen wir uns irgendwann wieder und beschlossen, gemeinsam zum Strand zu gehen.
Nach ein paar Schritten durch den warmen Sand und ein paar Minuten im badewannenwarmen Wasser, legten wir uns in den Schatten einer einsamen Palme und gewannen so endlich neue Lebenskräfte.
Ein Affe und eine schmerzhafte Massage
Als wir zu unserer ersten Thai-Massage aufbrechen wollten, kam ein Mann mit einem Äffchen vorbei. Kaum zwei Tage in einem fremden Land und wir ließen uns reinlegen: Ich sagte „Ooooooh wie süß, Schatz guck doch maaaaal!“ und zack hatte Daniel das Äffchen auf seiner Schulter sitzen.
Anschließend wollte der Mann ein paar Baht von uns haben, doch der Affe entriss uns gleich unser gesamtes Geld, welches wir aber netterweise zurück bekamen und umgerechnet 1 bis 2 Euro hingeben konnten. Man muss also immer auf der Hut sein!
Nun wollten wir aber eine Massage haben. In Thailand ist es so, dass man in einen klimatisierten Massagesalon gehen kann, den es an jeder Straßenecke gibt oder aber zu einer netten Thai-Dame am Strand, wo es billiger ist und man zusätzlich den Blick aufs Meer bzw. das Meeresrauschen genießen kann, sofern das seichte Wasser sich mal bewegt. Ich schätze, ich muss nicht groß erklären, für welche Variante wir uns entschieden!?…
Im Schatten einiger Palmen waren drei Thai-Damen damit beschäftigt Einheimische und Touristen zu massieren, sodass wir unsere Wartezeit mit Reis und Chicken (er) bzw. Pommes (ich) überbrückten.
Dann folgte eine der schlimmsten Torturen meines Lebens. Während mein Liebster neben mir fast einschlief vor Entspannung, war ich kurz davor meiner Masseuse den Hals umzudrehen. Ich habe mich nicht eine halbe Sekunde auch nur annähernd entspannt.
Sie hat derart fest zugepackt, dass es sich noch tagelang anfühlte als hätte sie mir den Rücken, die Schultern und den Nacken grün und blau geprügelt. Es war eine herbe Enttäuschung für mich, hatte ich doch Entspannung pur erwartet. Somit stand fest, dass unsere nächste Massage wo anders stattfinden würde! Auswahl gab es ja Gott sei Dank genug.
Ein Lieblingsrestaurant gefunden
Ein klein wenig Kraft schöpfte ich in unserem Hotelpool bevor wir uns ein Restaurant zum Abendessen suchten. Dieses kleine und unscheinbare Restaurant sollte unser Lieblings-Restaurant des Urlaubs werden. Der offensichtliche Besitzer/Kellner war überfreundlich, so wie eigentlich alle Thais, und schien uns unsere Wünsche von den Augen abzulesen. Wir entschieden uns an diesem Abend für einen Ceasar´s Salad mit Garlic Bread (er) und Reis mit Gemüse (ich).
Ein neuer Tag: Ausflug quer über die Insel
Samstag: Wir hatten eine Inselrundfahrt gebucht für diesen Tag. Natürlich nicht bei dem Veranstalter-Onkel sondern in dem kleinen „Reisebüro“ unten an der Straße. Da bezahlten wir nur einen Bruchteil des Reiseveranstalter-Preises und erhielten deutlich mehr Leistung! Einziger „Nachteil“ (für uns nicht wirklich…): Der Ausflug wurde englisch- anstatt deutschsprachig begleitet.
Um 9 Uhr sind wir also aufgestanden, frühstücken gegangen und um 11 Uhr wurden wir abgeholt. Der erste Punkt der Inseltour war ein View Point mit Blick über die gesamte Chaweng-Bucht.
Besonders aufregend fand ich das jetzt nicht. Aufregender (im negativen Sinne) war da der Autounfall der sozusagen direkt vor unseren Augen passierte. Mama und Kinder saßen daraufhin weinend am Straßenrand, während der Vater und der Fahrer des LKW, mit dem das Auto der Familie zusammen gekracht war, wild diskutierten. Ehrlich gesagt grenzt es für mich an ein Wunder, dass offenbar nicht mehr passiert war, denn das Auto war zusammengepresst wie Schaumstoff.
Unser Minibus fuhr daraufhin mit uns direkt weiter. Und zwar zum Großmutterfelsen und Großvaterfelsen. Diese bizarren Felsformationen sind eine Attraktion am Lamai Beach und erinnern optisch an die männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane. Ein absolutes „Highlight“ der Insel!!!
Anschließend hatten wir noch ein wenig Zeit die Souvenirstände in unmittelbarer Umgebung zu den Felsen zu besuchen. Lauter Krims Krams gab es hier aber wir kauften noch nichts, da wir die Preise noch nicht so gut ausgekundschaftet hatten bei unserem kurzen Besuch in Chaweng – und über den Tisch ziehen lassen an einer „Touristenattraktion“ muss man sich ja nicht.
Die nächste Station war eine Kokosnussplantage, wo wir einem Äffchen bei der Kokosnussernte zusahen und uns anschließend mit ihm hätten fotografieren lassen können. Aber das hatten wir ja bereits, unfreiwillig, am Strand hinter uns gebracht.
Obwohl ich Kokos damals noch hasste, probierte ich anschließend die Milch direkt aus der Nuss. Nun ja. Der Wille war da. Aber ich brauch es nicht wieder!
Dann gibt es noch einen mumifizierten Mönch auf der Insel. Das kennen wir ja schon von Malta. Wenn es auf einer Insel keine aufregenden Sehenswürdigkeiten gibt, dann kippt man entweder einen Haufen Steine in die Landschaft und bezeichnet sie als Tempel oder man mumifiziert nun eben einen Mönch und setzt ihn in einen bereits existierenden Tempel hinein. Das ist nun rund 30 Jahre her und seitdem schickt man die Touristenströme zu ihm, anstatt ihnen mehr von der wunderbaren Natur der Insel zu zeigen.
Wie zum Beispiel den Na Muang Wasserfall, den wir anschließend besuchten. Hier hätten wir durchaus ein wenig mehr Zeit gebrauchen können. Der Fußweg zu dem Wasserfall hinauf ging ziemlich steil bergauf und war dank des immer noch ungewohnten Klimas mühsam – hat sich aber gelohnt!!
Das letzte Stück des Weges besteht aus zusammengeschnürten Bambusrohren auf denen man sich im Prinzip über den Wasserfall hinweg hangelt. Mir ist unverständlich wieso manche Familien mit ihren Kindern oder Müttern mit ihren Kleinkindern, ja Säuglingen, auf dem Arm, hier hinüber kraxeln müssen! Zumal es unten ja die Möglichkeit gab, sich Tigerbabies, Elefanten etc. anzuschauen. Aber wie dem auch sei.
Oben angekommen hat man dann die Möglichkeit ein kühles und dieses mal wirklich erfrischendes Bad im Wasserfall zu nehmen. Das war mal eine willkommene Abwechslung zu den Temperaturen des Meeres und unseres Pools und hat richtig Spaß gemacht!
Nach unserer Rückkehr zum Tourbus stellten wir fest, dass wir noch ein wenig Zeit hatten und schauten uns kurz die Elefanten an, die zwischen Elefantenshow und Touriritten gerade einmal abgeduscht wurden.
Aber dann fuhren wir weiter zur Inselhauptstadt Nathon. Wenn ich es mir erlauben darf, dies so direkt zu formulieren, dann ist diese so gar nicht sehenswert. Wir verstanden jedenfalls schnell, weshalb es die Inselrundtour auch ohne Nathon gibt. Es ist einfach eine größere, vielleicht geringfügig zivilisiertere Variante von Chaweng. Wobei „zivilisiert“ eher durch „ruhig“ zu ersetzen ist. Sofern man in einer asiatischen Stadt von Ruhe sprechen kann. Etwas Sehenswertes gibt es hier jedenfalls nicht aber wir hatten genug Zeit zu Bummeln und erste Souvenirs zu erstehen. Zu mehr war es aber auch nicht gut, es gab nicht mal ein einziges Fotomotiv. Nathon kann man sich also getrost sparen, wenn man Chaweng erlebt hat. Ist im Prinzip gleich unspannend.
Aufregender ist dann schon ein Besuch des Wahrzeichens der Insel: Dem Big Buddha!
Man erklimmt ein paar Stufen und befindet sich regelrecht zu den Füßen des Buddhas. A pro pos Füße! Die Schuhe werden an und in jedem Tempel, so auch hier, grundsätzlich ausgezogen! Die Thais ziehen sie sogar aus sobald sie überhaupt irgendein Gebäude betreten – und sei es der Supermarkt! Da machen die wirklich keine Ausnahme!!
Jedenfalls hat man von dort oben einen wirklich schönen Ausblick und noch schöner ist es wenn man runter kommt und ein duftender Crepestand (auf einem Moped) vorfährt. Ich wählte Banane und Erdnussbutter – absolut empfehlenswert! Und für die Weiterfahrt versorgten wir uns noch mit frischer Ananas!
Reichlich erschöpft erreichten wir zum Schluss noch eine weitere Tempelanlage, an deren Namen und Bedeutung ich mich schon nicht mehr erinnern kann. Der Tag steckte uns bereits dermaßen in den Knochen…
Die gesamte Aufmachung dieser Tempelanlage erinnerte mich irgendwie stark an den Heidepark. Aber lassen wir es gut sein.
Gegen 17 Uhr erreichten wir schließlich wieder unser Hotel und den wohl verdienten Pool!
Bald darauf begann dann allerdings unser erster echter tropischer Regenschauer! Da die Luft dadurch aber keineswegs abkühlte, blieben wir zunächst im Pool. Irgendwann machten wir uns dann aber auf dem Weg zum Abendessen, das war gegen 19 Uhr und zwar im selben Restaurant wie am Vorabend. Als Vorspeise teilten wir uns Onion Rings und dann gab es Burger (der Herr) und Spaghetti (die Dame).
Es ist kein Geheimnis: Es ist für uns wirklich unfassbar günstig in Thailand essen zu gehen, sich massieren zu lassen oder einzukaufen. Der weite Weg lohnt wirklich! Geringe Nebenkosten, fantastisches Wetter, unglaublich freundliche Menschen. Thailand hatte mein Herz schnell erobert!
Sunday Mood
Sonntag war dann bereits der 1. Juli. Die meiste Zeit lag zwar noch vor uns aber auch sie sollte viiiiel zu schnell vergehen!
Der Sonntag ist übrigens flott zusammen gefasst. Nachdem wir um 9 Uhr aufgestanden und frühstücken gegangen waren, mehr als den halben Tag im Pool vebracht hatten und nach Chaweng runter gelaufen waren, spachtelten wir ausnahmsweise einmal etwas teurer, dafür aber auch direkt am Strand.
Daniel probierte ein weiteres Reisgericht mit Tiereinlage und ich ließ mir eine fantastische Minestrone und Mini-Frühlingsrollen schmecken. Anschließend gönnte ich mir eine Pediküre und der Tag war rum. Wir ließen ihn auf unserem Balkon ausklingen.
Gehen wir also ruhigen Gewissens zügig weiter zu dem darauf folgenden Montag:
Shopping Time
Um 9 Uhr sind wir wieder aufgestanden und mit dem Tuk Tuk nach dem Frühstück, gegen halb 11, zum Big C Shopping Center [!KEINE WERBUNG!] gefahren!
Wir haben gaaaanz viel geguckt und Preise verglichen – aber natürlich auch ein paar Klamotten gekauft! Und weil es einen Starbucks [!KEINE WERBUNG!] gab, führte dort natürlich kein Weg dran vorbei!
Und ab ins nächste Tuk Tuk zur Tesco Lotus Shopping Mall [!KEINE WERBUNG!].
Viel anders als im Big C war es hier auch nicht aber dafür kaufte ich noch ein paar weitere Sachen ein und war seelig! Gegen 16 Uhr aber auch so erschöpft, dass wir uns ein Tuk Tuk zum Hotel schnappten und umgehend in den Pool sprangen! Bei so extremen Temperaturen kommt man einfach nicht weit – egal bei welchem Vorhaben!
Am Abend beschlossen wir, dem Restaurant des zweiten Abends einen Besuch abzustatten. Das war jener Abend mit Kai und Sabine, an den ich mich bestenfalls bruchstückhaft erinnern kann. Somit für mich ein völlig neues Restaurant!
Wir teilten uns wunderbares White Bread mit Tomaten und Käse überbacken und mampften danach jeder sein Reisgericht bevor wir wieder auf dem Balkon landeten und das Leben feierten.
Dienstag: Halbzeit
Um 9 Uhr, wann auch sonst?, standen wir auf, gingen zunächst frühstücken und anschließend runter nach Chaweng shoppen. Das Shopping-Fieber vom Vortrag loderte anfangs noch.
Irgendwann erlosch die Flamme dann aber doch und wir gingen an den Strand. Daniel legte sich in den Sand zum Lesen und ich gönnte mir eine Fußmassage. An meinen Rücken wollte ich immer noch keine Thai-Frau wieder ranlassen. Die Fußmassage war aber sehr gut!
Nachmittags waren wir dann zurück im Hotel und verbrachten die restlichen Stunden des Tages am und im Pool – mittlerweile beide mit dem x-ten Buch!
Abends waren wir dann ausgeruht und experimentierfreudig. Die beiden bereits besuchten Restaurants ließen wir links und rechts liegen und kehrten im Dusk [!KEINE WERBUNG!] ein: Vorweg gab es ne Runde Tintenfischringe bzw. Garlic Bread und als Hauptspeise Sea Food in grünem Curry bzw. eine Gemüseplatte. Hat sich definitiv gelohnt mal was anderes auszuprobieren! Und es lohnt sich im Übrigen auch sehr, landstypisch zu speisen. Pizza, Pasta & Co. können die Thais einfach nicht. Tut mir leid. Aber alles andere ist eine wahre Gaumenfreude!!
Das Abendprogramm spielte sich wie gewohnt auf dem Balkon ab wobei es nie wirklich spät wurde, da uns das Klima wirklich zu schaffen machte.
More Relaxing
Und nun rate mal wann wir am Mittwoch aufgestanden sind? Wie immer natürlich. Diesesmal ging es dann auch direkt nach dem Frühstück zum Pool und erst am Nachmittag runter an den Strand. Wir entschieden uns für eine Fuß- (er) bzw. Gesichts- (ich) Massage und machten uns gegen 16 Uhr wieder auf den Weg zum Hotel.
Zu Abend aßen wir dann endlich einmal in dem deutschen Restaurant, wo es zu Anfang des Urlaubs Fußball gegeben hatte. Der Mann verspeiste Rind mit Reis und nen Salat, ich eine Gemüsesuppe sowie Glasnudeln und Salat. Danach waren wir aber ordentlich vollgeproppt und somit fit für eine Cocktailnacht am Strand!
Traumhaft schön war es, am Strand zu sitzen, auf das vom Mond beleuchtete Meer zu schauen, Schischa zu qualmen und billige aber wirklich gute Cocktails zu trinken!!!
Ab und zu gab es auch noch ein kleines Feuerwerk am Himmel – und das ganz gratis! Und für den Balkon schnappten wir uns dann noch einen Cocktail to go!
Es geht mir nicht so gut
Am Donnerstag, 9 Uhr, war natürlich wieder aufstehen, frühstücken und Pool angesagt. Ursprünglich wollten wir noch eine letzte Shoppingtour durch Chaweng unternehmen aber irgendwann muss ja auch mal gut sein. Außerdem fühlte ich micht nicht so gut und lag ziemlich bald im Bett statt am Pool.
Erst gegen 16 Uhr konnte der Kerl mich überreden, wieder aufzustehen. Ich fühlte mich erschöpft und kränklich. Und bestellte mir daher in unserem deutschen Restaurant nur eine Gemüsesuppe, während er sich einen ordentlichen Burger schmecken ließ.
Abends war wieder Empfang auf dem Roof Top, den wir uns nicht entgehen ließen, auch wenn ich dieses Mal ganz waise auf den Alkohol verzichtete. Anschließend testeten wir ein neues Restaurant: Curve [!KEINE WERBUNG!].
Er bestellte Frühlingsrollen und zerkleinertes Tier; ich Garlic Bread und Salat. Zwar hatte ich mir vorgenommen, in diesem Land so wenig Salat wie möglich zu essen sondern nur abgekochte Sachen, aber die fiesen Keime hatte ich, wie ich im Nachhinein erfahren habe, tendenziell sowieso schon in mir drin…
Shopping & Massage
Freitag jedenfalls standen wir nicht ganz so pünktlich auf wie sonst. Dennoch konnten wir uns mittags aufraffen doch noch einmal mit dem Shuttle nach Chaweng zum Shoppen zu fahren. Wenn auch nur für zwei Stunden, nach denen wir Ananas mampfend zurück zum Hotel liefen um eine Runde durch den Pool zu drehen.
Später entschieden wir uns dann für eine weitere Massage am Strand. Er Rücken, ich Füße. Währenddessen setzte ein sintflutartiger Regen ein, der wahrscheinlich heftigste während unseres Aufenthaltes auf der Insel.
Die Massageliegen haben aber Regen- bzw. Sonnenschutz von oben und können auch an den Seiten abgedichtet werden, was die Thai-Frauen dann auch machten.
Auf dem Weg zu unserer Massage hatten wir gesehen wie vor einem Hotel am Strand Stühle, Deko, Essen, etc für eine Hochzeit aufgebaut wurden mit weißen Schleiern hier und dort und überall. An diese arme Hochzeitsgesellschaft musste ich nun voller Mitleid denken – und just in diesem Moment kam der völlig durchnässte Bräutigam auf einem Elefanten am Strand an uns vorbei geritten und winkte uns lachend zu. Naja es blieb ihm ja auch nicht viel übrig, als es mit Humor zu nehmen… Der Ärmste!
Gut erholt gingen wir dann am Abend wieder in unser Lieblingsrestaurant Pizza essen – zum Nachtisch Obst und Milkshakes. Spätestens da hab ich mir dann den Rest gegeben und durfte bald darauf schwer leiden…
Nochmal: Shopping & Massage
Samstag, den 7.7. durften wir uns nach dem pünktlichen Frühstück eine Overwater Villa ansehen. Wir selbst waren ja im Haupthaus untergebracht aber es gab auch auf Stelzen stehende Villen mit Privatpool – die allerdings deutlich mehr als das doppelte gekostet hätten als unser normales Doppelzimmer mit Jacuzzi. Super, das mal gesehen zu haben, falls man mal Kunden hat, die so etwas suchen…
Anschließend nahmen wir den 12 Uhr-Shuttle nach Chaweng zum… Shoppen gehen! Ein letztes Mal!
Drei Stunden später fuhren wir mit dem Tuk Tuk zurück zum Hotel, gingen in den Pool und um 17 Uhr zur Massage. Dieses Mal im Hotel. Denn eine Kurzmassage hatten wir pro Person und Aufenthalt inklusive. Diese Massage war auch echt gut. Aber eben auch echt kurz – verglichen mit den je 60 Minuten am Strand…
Abends waren wir wieder im Dusk [!KEINE WERBUNG!]. Calamari / Nudeln mit Rind wurden es heute für ihn und Frühlingsrollen und Reis mit Gemüse für mich.
Was ausfiel, war der Balkon. Wir entschieden uns ausnahmsweise mal für das weiche kuschelige Bettchen und einen Film vom Laptop bevor ich die mit Abstand allerschlimmste Nacht meines Lebens verbrachte.
Ang Thong Marine Nationalpark
Bauchkrämpfe sowie Schüttelfrost der allerfeinsten Art, wie man beides nicht mit Worten beschreiben kann, hielten mich fleißig vom Schlafen ab. Bis halb sieben hielt ich es durch bis ich endlich aufstand und mit mir rang, den gebuchten Schnorchelausflug anzutreten oder abzusagen.
Gott weiß warum ich mich in den Frühstückstraum schleppte, mir ein Toastbrot mit Butter reinzwang und mich pünktlich um halb neun zur Abholung zum Schnorchelausflug bereit stellte.
Außerdem stand mir eine geschlagene Stunde im Speed Boat bevor. Nicht nur, dass ich weiß, dass ich nicht seetauglich bin – nein, wenige Tage zuvor hatte mir Kai im Pool von seinem Schnorchelausflug berichtet und wie er ihn verlebt hatte… So wollte ich nicht enden!!!
Nun ja. Die Stunde im Speed Boat brachte ich irgendwie hinter mich. Kreidebleich zwar und stets festgekrallt an meinen Kerl, einen Punkt geradeaus fixierend und auf die Atmung konzentrierend, aber wie gesagt, ich brachte sie hinter mich. Wenn auch teilweise in Todesangst.
Dass ich glaubte, nun endlich festen Boden unter die Füße zu bekommen, war ein dummer Irrglaube. Es wurde lediglich der Anker geworfen und wir konnten uns Weste und Schnorchel schnappen und vom Boot aus in die glitzernde Unterwasserwelt abtauchen… Nein Danke! Das überließ ich dann mal den restlichen Teilnehmern des Ausflugs! Mit mir blieb noch eine Frau an Bord und wir unterhielten uns ein wenig und fotografierten vom Boot aus.
Etwas langsamer fuhr das Boot anschließend weiter, damit wir die Felsen im Meer betrachten konnten. Ich konzentrierte mich aber lieber wieder auf mich und sah mir später die Bilder auf der Kamera meines damaligen Freundes an, als hier irgendetwas zu riskieren…
So und dann war es endlich soweit, dass wir anlegten und das Boot verlassen durften um an Land zu gelangen. Es warteten zwar elendig viele Stufen auf uns, um zu einem Aussichtspunkt zu gelangen, aber wenn ich das Boot überstanden hatte, würde ich das auch noch mit meiner Höhenangst geregelt kriegen!
Naja und was soll ich sagen? Die Kraxelei hat sich gelohnt! Aber eines weiß ich jetzt! Mit kleinen oder generell Kindern muss ich niemals nach Thailand fliegen, jedenfalls nicht wenn ich auch noch irgendetwas unternehmen möchte, was unter dem Namen „Ausflug“ verkauft wird. Erst die Bambuskletterei zu dem Wasserfall. Nun die vielen schmalen Stufen hoch zu dem Aussichtspunkt, die absolut weit auseinander angebracht waren… Nein danke!
Nach einer weiteren Bootstrecke kamen wir zu einem Inselchen, wo uns ein kleiner Lunch in Form von Nudeln und Nachtisch erwartete. Diesen verkraftete ich glücklicherweise ganz gut und wir chillten uns anschließend an den Strand. Man hätte auch eine Kanu-Tour mitmachen können, aber „seltsamerweise“ stand mir danach irgendwie gerade nicht der Sinn…
Der Rückweg (im Speed Boat) nach Koh Samui war nur halb so schlimm wie der Hinweg und ich war stolz und glücklich, lebend am Hotelpool wieder angekommen zu sein.
Belohnt haben wir uns mit Bruschetta, Reis mit rotem Curry (er) und Cheese Sandwich mit Pommes (ich) in dem deutschen Restaurant sowie Cocktails und Milk Shakes in unserem Lieblingsrestaurant!
Letzte Massage
Ja und am Montag war dann die letzte Chance noch zu einer letzten Massage zu kommen. Wie heißt es so schön? Eine letzte Ölung? So wurde es eine Ganzkörper-Öl-Massage bei mir! Zwischen Frühstück und Pool. Danach hieß es dann schon Koffer packen…
Die Henkersmahlzeit nahmen wir in dem Restaurant vom zweiten Abend (du weißt schon…) zu uns. Der eine Calamari und Reis mit Tier. Die andere Bruschetta und Gemüseplatte.
Bye Bye Insel
Und da alles Schöne ein Ende hat, war dann irgendwann Dienstag, der 10. Juli gekommen und mir war es die Nacht wieder reichlich schlecht ergangen. Vor 7 Uhr beendete ich unsere Nacht, musste den Mann dann aber alleine zum Frühstück gehen lassen und kämpfte mit mir selbst und meinem Koffer.
Bereits eine Stunde später kam der Shuttle und ich war davon überzeugt, die 10 Minuten Fahrt bis zum Flughafen nicht „unfallfrei“ zu überstehen, geschweige denn den Flug nach Bangkok oder gar weiter.
Zu deiner Beruhigung kann ich sagen, dass ich erstaunlicherweise alles bei mir behielt und mich in Bangkok sogar traute einen Sub [!KEINE WERBUNG!] zu essen.
Um 12.45 Uhr hoben wir dann von Bangkok ab. An den Flug erinnere ich mich so gut wie gar nicht. Tendenziell habe ich viel geschlafen, was wahrscheinlich das Beste war.
Home Sweet Germany
Wir landeten Ortszeit 19.45 Uhr in Frankfurt und fuhren mit der Bahn in die Heimat, die wir noch gerade so vor Mitternacht erreichten!
Trotz des weniger schönen Endes, das ich nach dem Urlaub noch mit dem Gesundheitsamt ausdiskutieren durfte, kann ich diesen Urlaub besten Gewissens als Traumurlaub bezeichnen und die Insel jedem, der auf der Suche nach einem solchen ist, weiterempfehlen!
Als Einstieg in den asiatischen Raum ist Koh Samui absolut geeignet, allerdings wäre es klüger gewesen auf dem Hin- oder Rückweg einen Stop Over in Bangkok oder Singapur einzulegen um noch das Städteerlebnis inklusive zu haben. Aber ich bin überzeugt davon, dass es ein Nächstes Mal geben wird und dann bin ich schlauer!
Paradiesische Zustände also im Golf von Thailand – unbedingt merken! Uns hat es großartig gefallen und unsere Vorstellungen wurden übertroffen.
Der gesamte Urlaub in Bildern – zum Durchklicken:













