Zurück nach Hongkong Island.
10.12.2016 Ausflug in den Süden von Hong Kong Island
Schlaflos in Hong Kong
Von vier bis sieben Uhr war nicht an Schlaf zu denken. Ein elendiges Rumgequäle, bis eine knappe Stunde vorm Wecker der Schlaf endlich wieder kam. Der Wecker war dann gut und schön, aber wir haben ehrlich gesagt doch noch fette zwei Stunden verschlafen.
11Uhr: Auf dem Weg zum Ticketschalter von Big Bus [!KEINE WERBUNG!]
Der Hotelshuttle zum Pensinsula ist voll wie gestern Morgen aber wir haben zwei Plätze ergattert und fahren mit.
Auf dem Weg zum Big Bus Ticketschalter kehren wir noch bei Starbucks [!KEINE WERBUNG!] ein und frühstücken, soweit das möglich ist.
Bei Big Bus am Ferry Pier ist leider die Hölle los und wir müssen ganz schön warten.
Die Tickets für die Grüne Route liegen für uns beide umgerechnet bei knapp 70€, was ok ist, da wir damit heute ordentlich Kilometer machen werden, die wir sonst per Taxi vielleicht auch nicht billiger, auf jeden Fall nicht stressfreier, bewältigen könnten.
12.45Uhr: Start mit dem Big Bus
Nachdem wir mit der Fähre, dieses Mal auf dem Upper Deck, da im Big Bus Ticket enthalten, nach Hong Kong Island übergesetzt haben, können wir direkt in den Bus der Grünen Linie einsteigen.
Wir haben festgestellt, dass es aussichtstechnisch keinen Unterschied macht ob man im Upper oder Lower Deck sitzt. Einzig die Bänke sind oben anders – aber nicht besser.
Die Grüne Linie hat in Central, also im nördlichen Hong Kong Island nur zwei Stopps. Der erste ist unser Abfahrpunkt am Ferry Terminal und der zweite an der Peak Tram. Danach geht es direkt in den Süden der Insel. Hier gibt es vier Stopps:
-den Ocean Park [!KEINE WERBUNG!], welches der größte Freizeitpark Hongkongs ist
-die berühmte Badebucht Repulse Bay
-den Ort Stanley
-und das Städtchen Aberdeen.
Von Central im Norden Hong Kong´s runter in den Süden fährt man durch einen knapp 2km langen Tunnel, den am Tag rund 60.000 Fahrzeuge passieren. Die Fahrt dauert ab Ferry Terminal gerade mal 45 Min inklusive dem Umweg zur Peak Tram.
Unterwegs gibt es über Ohrstöpsel immer wieder interessante Infos, entweder zu den Attraktionen oder Gebäuden, die man gerade passiert oder aber zur Stadt Hongkong im Allgemeinen. Hängen geblieben ist bei mir z.B. dass Hong Kong in der Summe sage und schreibe 27.000 Polizisten hat – was an sich schon eine beeindruckende Zahl ist, mich aber reichlich erstaunt, weil ich bisher keinen einzigen gesehen habe. Außerdem hat Hongkong die größte Polizei-Wasserflotte der Welt! Das stammt noch aus der Zeit, wo die Piraterei in der Umgebung so extrem war!
Traumschöne Repulse Bay
Am Ocean Park [!KEINE WERBUNG!] steigen wir nicht aus. Es soll zwar super viele Attraktionen geben und 5 Mio Besucher/Jahr sprechen sicher für sich, so viele hat nicht mal das Disneyland [!KEINE WERBUNG!] von Hong Kong, aber uns interessiert es (vielleicht abgesehen vom Panda Park) so gar nicht, und wäre abgesehen davon auch viel zu zeitintensiv.
Aber in der Repulse Bay steigen wir aus. Der allererste Blickfang dieser vornehmen Wohngegend ist das riesige Wohnhaus mit dem großen quadratischen Loch.
Und dann ist da natürlich der Strand – breit, hell, sauber, palmengesäumt und bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt aber, jedenfalls heute, keineswegs überlaufen.
Der Winter in Hong Kong dauert gerade mal von Dezember bis Februar. Die Temperaturen sollten dabei um die 12-20Grad liegen. – Unsere Temperatur heute: 26°C.
Ich stecke sofort meine Füße in das südchinesische Meer,das nur im ersten Moment ziemlich frisch ist. Nach einem kurzen Moment könnte ich ganz rein springen. Aber wir haben weder unsere Badesachen mitgenommen noch genug Zeit zur Verfügung.
Trotzdem: Wer nach Hong Kong kommt, sollte bei gutem Wetter unbedingt hier her kommen und sich einen halben oder ganzen Strandtag gönnen, ich finde, das ist einer der schönsten Strände überhaupt. Irgendwie fast verständlich, dass die Grundstückspreise hier umgerechnet bei rund 29.000€/Quadratmeter liegen…
Als wir die Repulse Bay verlassen wollen und ich gerade meine Füße vom Sand befreie, werde ich ungewollt plötzlich zur Attraktion. Etliche, ich nehme an, Japanerinnen, sind scharf auf Fotos mit einer hellhäutigen und hellhaarigen Person. Da komme ich ins Spiel!…
Deutscher Weihnachstmarkt in Stanley
Das Fischerdorf mit seiner Hafenpromenade bietet seinen Besuchern viele Restaurants, aber am Berühmtesten ist der Stanley Market.
Diesen besuchen wir auch noch aber zunächst liegt ein relativ großer und in erster Linie deutscher Weihnachstmarkt vor uns. Bei mittlerweile fast 30 Grad steht man hier, teilweise konsequent im Pulli – weil es ist ja Winter – an den Bratwurst- und Glühweinbuden Schlange.
Dazu kommen Handwerkskunst aus dem Erzgebirge, unzählige (!) deutsche bzw. bayrische Biersorten, Bratwürste, Brezeln, deutscher Honig, belgische Pralinen und was nicht alles!
Das ganze wird untermalt von einem chinesisch-deutschem Kinderchor, der live Weihnachtslieder auf Deutsch und teilweise Englisch vorträgt.
15.45Uhr: Aufbruch nach Aberdeen
Die älteste Siedlung von Hongkong ist der letzte Stopp der Grünen Linie und sehr berühmt, denn aus ihr ist das heutige Hong Kong einst hervorgegangen. Diese Stadt im Wasser ist interessant anzusehen, denn das Leben findet -angeblich- zum Teil immer noch auf Hausbooten statt und man kann in schwimmenden Restaurants essen – dennoch haben wir uns das ganze irgendwie anders vorgestellt.
Wir unternehmen eine Sampan-Rundfahrt, also mit einem kleinen chinesischem Holzboot, an den bewohnten Booten entlang. Aber man sieht kaum Menschen und gewinnt den Eindruck, dass das hier nur für die Touristen alles so ist.
Weiter geht es noch zum weltberühmten schwimmenden Restaurant Jumbo und dann ist die rund 20-minütige Tour wieder zu Ende und wir warten auf den nächsten Big Bus.
Hier sehe ich meinen allerersten Pet Stroller! Davon hatte ich bisher nur gelesen. In Hong Kong ist es nicht unüblich, sein Hündchen spazieren zu fahren. Das sind dann quasi Hundewagen, die aussehen wie Kinderwagen, die man aber zu machen kann. Sieht sehr gewöhnungsbedürftig aus aber bisher hatte ich die Leute ihre Hunde immer schleppen sehen, das ist auch nicht besser…
17Uhr: Rückfahrt zum Star Ferry Pier
Nachdem wir den Pier erreicht haben, setzen wir wieder über nach Kowloon, wo wir noch einen Schlenker zum Kowloon Park machen wollen. Was in Central der Hong Kong Park ist, ist in Kowloon eben der Kowloon Park.
Er ist eine Oase der Ruhe an der belebten Nathan Road. Man wandelt durch Gärten aber es soll auch Teiche und Spielplätze geben, aber so sehr weit hinein wagen wir uns jetzt bei voller Dämmerung nicht mehr.
Zum Schluss lasse ich mir noch von einem Vogel auf den Kopf scheißen und dann brechen wir die Zelte ab und steigen wieder in den Bus zum Hotel.
19Uhr: Ein Hüngerchen kommt auf
Langsam darf es dann aber mal was für den Magen sein. Bevor ich ausgiebigst duschen – ganz besonders Haare waschen – gehe, kaufen wir noch in der Bäckerei in der Nähe des Hotels kleine Snacks, die wir mit auf´s Zimmer nehmen.
23Uhr: Der Schlaf kommt heute nicht sofort, wird dann aber umso erholsamer.
Der Tag in Bildern – zum Durchklicken:
Komm mit! Es geht weiter auf der Pferderennbahn Sha Tin!



