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Alcatraz
Sonntag, 5. Juni 2011, 7 Uhr. Aufstehen war angesagt und es folgte das zweite „Frühstück“ im La Luna. Warum unbedingt so früh? Wir hatten einen Termin! Mit der Fähre setzten wir zur gebuchten Uhrzeit zur Gefängnisinsel Alcatraz über.
Die Überfahrt dauert keine halbe Stunde, aber dann sollte man gut zu Fuß sein! Das war für F. natürlich ein Problem! Aber das hatten wir bei Buchung der Tickets von Deutschland aus, natürlich nicht ahnen können! Zudem waren wir nach der kurzen Nacht sowieso alle drei einigermaßen erschöpft, inklusive leichter Erkältungssymptome, aber nun denn!
Trotzdem wollten wir das Beste draus machen! Ist man erstmal oben beim Gefängnis angekommen, sollte man unbedingt die Audio Tour mitmachen. Das erwies sich dann auch als goldrichtig, denn wir konnten es auf Deutsch für uns einstellen und bekamen eine genaue Anleitung wo wir langgehen können, was es zu sehen und was es alles zu wissen gab! So bekam man einen guten Eindruck von diesem ganzen Ort! Gehört auf jeden Fall in jedes San Francisco Pflichtprogramm!
Außerdem hat man von Alcatraz auch einen traumhaften Blick auf die Skyline von San Francisco und einmal mehr auch auf die Golden Gate Bridge! Allein dafür lohnt sich die Tour eigentlich schon!
Nochmal Pier 39
Zurück auf dem Festland, marschierten wir zum Pier 39, was nur ungefähr zehn Minuten dauert vom Pier 33, wo man von Alcatraz kommend, anlandet. Wir kehrten auf Clam Chowder (Phillip), Nudeln (F.) und Calzone (ich) bei einem Italiener ein, wo wir beim Essen einen tollen Ausblick auf den Hafen und den Coit Tower genossen.
Die nächste Hauptattraktion der Stadt: Die Sea Lions am Pier 39! Hier hätten wir Frauen wirklich ewig verweilen können, es macht einfach solchen Spaß, die Tiere zu beobachten. Die Tiere hier sind quasi schon ein Wahrzeichen der Stadt! Seit dem Erdbeben 1989 halten sie sich hier auf und scheinen sich nicht an den glotzenden Menschenmassen zu stören. Wahrscheinlich weil sie sich hier auf den Plattformen gut geschützt aufhalten, sonnen und ausruhen, aber eben auch jederzeit schwimmend wieder verschwinden können, und das alles umgeben von einem riesigen Selbstbedienungsbuffet weil der Pier eine sehr fischreiche Gegend ist! Was auch immer sie dazu bringt, sich hier aufzuhalten, wir liebten es!
Der Jetlag hat uns gepackt
Gegen 16 Uhr kamen wir wieder im La Luna an und wollten uns ein bisschen ausruhen bevor wir zum Cable Car Museum und zur Cheesecake Factory [!keine Werbung!] durchstarten. Doch irgendwie wurde daraus nichts…
Gegen 20 oder 21 Uhr weckte uns Phillip weil er nichts mehr mit sich anzufangen wusste. F. und ich waren offenbar einfach eingeschlafen und er war inzwischen spazieren gegangen und später noch Tee trinken gewesen und langweilte sich nun zunehmend. Museum und Restaurant hatten sich nun aber auch schon erledigt und auch sonst hatten wir Mädels nicht so richtig eine Meinung, nochmal rauszugehen… Nicht mal mit dem Auto wollten wir noch irgendwohin.
Ich versuchte es mit einem Kompromiss und beließ F. wo sie war, ging aber mit Phillip noch mal eine Runde spazieren, erst zum Presidio, wie am ersten Abend, und dann suchten wir etwas zu Essen, das wir mit auf´s Zimmer nehmen konnten.
Mittlerweile war es 23 Uhr als wir drei unsere Wraps und Salate vertilgt hatten. Bis wir dann auch geduscht und uns ausgetrödelt hatten, wurde es eins, halb zwei. Uff! Anfängerfehler! Nie wieder tagsüber hinlegen und so spät abends wach sein! Wichtiges Learning!
Letzte kleine Runde durch San Francisco
Montag, den 6. Juni gingen die Lichter um 7 Uhr wieder an. Wir mussten schließlich noch unsere Koffer packen. Nur eine Stunde später frühstückten wir ein letztes Mal im La Luna, bevor wir auscheckten und Phillip wieder unser Gepäck ins Auto quetschen musste… Er brachte uns dann zur Mietwagenstation, aber nicht ohne einen Schlenker zu einem Wendepunkt der Cable Cars, für einen Fotostopp, denn wir hatten tatsächlich noch immer kein einziges Cable Car gesehen… Last but not least fuhren wir noch kurz zum Fisherman´s Wharf Sign, welches wir ebenfalls noch immer nicht auf der Kamera hatten.
Das erste Mal ein Mietwagen
Unsere Mietwagenstation befand sich im nördlichen Abschnitt der Folsom Street. Das war ganz praktisch, denn in der Nähe befinden sich direkt zahlreiche Tankstellen und man ist schnell und einfach auf dem 101.
Einmal mehr waren wir froh und dankbar, Phillip dabei zu haben, hatten wir schließlich noch nie irgendwo im Ausland ein Auto angemietet. Sprachlich waren wir der Aufgabe sogar gewachsen, doch es vermittelte uns ein besseres Gefühl, einen Amerikaner dabei zu haben, um nicht von anderen Amerikanern möglicherweise über den Tisch gezogen zu werden.
In unseren kleinen Flitzer waren F. und ich sofort schockverliebt, für Amerikaner hingegen zählt dieses kleine Gefährt wahrscheinlich gar nicht als vollwertiges Automobil. Das war uns jedoch egal! Brav lenkte ich uns hinter Phillip her zur Tankstelle, wo er uns zeigte wie man tankt, und dann mussten wir uns auch schon verabschieden. Er fuhr mit uns noch auf den 101, dann winkte er irgendwann hektisch, als Zeichen, wir mögen auf dem Highway bleiben, während er abfahren musste, denn unser Weg führte uns heute südlich weg von San Francisco, er lebt hingegen einige Stunden nördlich von San Francisco.
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