San Francisco & Goodbye

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Golden Gate

Montag, 15. April 2013 –Eine süße Überraschung in San Francisco

19 Uhr: Check In in unserem letzten Hotel. Es ist das Argonaut [!keine Werbung!] direkt am Powell & Hyde Cable Car Turntable. Die perfekte Lage, da wir von hier aus direkt zu Fuß zum Pier 39 starten können! Vorbei an der Fisherman´s Wharf und vielen kleinen und größeren Geschäften…

Wir landen direkt im Hard Rock Café [!keine Werbung!] und essen dort. Ich nehme, wie bisher immer, den Veggie Burger mit Caesar´s Salad. Im Shop wird natürlich auch noch eingekauft und dann schlendern wir gemütlich zurück zum Hotel.

Inzwischen ist dunkel und ganz schön kalt aber F. hat einen Laden mit Balboa Bars entdeckt! Das sind tiefgefrorene Bananen, die zuvor in Schokolade und Nüssen gewälzt wurden. Das erste und letzte Mal haben wir sie vor zwei Jahren auf Balboa Island gesehen und probiert. Und nun gibt es sie hier gleich in zwei Läden! Das ist ein Zeichen!

Balboa Bar in SFO

Außerdem hole ich mir noch ein Bier zur Feier des Tages, an dem ich uns und unseren fahrbaren Untersatz heile nach San Francisco gebracht habe. Leider kann ich es nicht trinken, da ich im Hotelzimmer keinen Flaschenöffner finden kann…

Dienstag, 16. April 2013 – Natur und Genuss in und um San Francisco

Muir Woods

7 Uhr: Traurig aber wahr, das hier ist unser letzter Tag! Wir wollen immer noch nicht heim. Aber wir können auch nicht mehr traurig sein, denn das hilft uns schließlich auch nicht weiter.

Im Hotel haben wir sogar das Frühstück inklusive. Es gibt Orangensaft, Kaffee und ein bisschen Obst, zusätzlich kann man zwischen Toastbrot und Croissant wählen. Besser als gar nichts.

Wir verlassen diese schöne Stadt doch noch einmal und fahren zum Muir Woods National Monument. F. bringt uns aus der Stadt raus, ich werde zurück fahren.

Muir Woods

Unterwegs müssen wir doch noch einmal tanken. Und bei der grünen Meerjungfrau muss ich eine Tasse für meine Sammlung kaufen…

Muir Woods liegt rund 20km nördlich der Stadt: Man fährt über die Golden Gate Bridge und dann ist es noch etwa eine halbe Stunde. Theoretisch sollte es viel schneller gehen, aber das hängt natürlich immer vom Stadtverkehr ab. Aber auf jeden Fall ist der Nationalpark bzw. das National Monument von San Francisco aus sehr gut erreichbar mit dem Mietwagen. Es gibt auch Busausflüge, diese liegen derzeit bei etwa 50-60 Dollar! Das ist in meinen Augen Schwachsinn, zumindest, wenn man sowieso einen Mietwagen hat.

Muir Woods

Wir müssen Dank unseres Jahrespasses für die Nationalparks auch beim National Monument keinen Eintritt bezahlen und verbringen ungefähr anderthalb Stunden im Schatten der gigantischen Redwoods! Ich glaube das wäre bei Regenwetter nicht möglich oder sinnvoll gewesen aber wir haben ja fantastisches Wetter und können die Kühle der majestätischen Küstenmammutbäume als angenehm empfinden. Sie gehören zu den höchsten Bäumen der Welt – bis zu 80 Meter hoch!

Muir Woods

Noch dazu sind die Bäume etwa 500-800 Jahre alt. Einige wohl sogar über tausend Jahre. Das kann man sich nur schwer vorstellen. Wir sind wirklich beeindruckt von diesem Waldparadies, und können dieses Ausflugsziel nur jedem ans Herz legen, der bei gutem Wetter in San Francisco ist und ein bisschen Zeit übrig hat!

Muir Woods

Nach unserer Auszeit in der Natur, geht es für uns nach Sausalito, einem kleinen, charmanten Küstenort am nördlichen Ende der Golden Gate Bridge. Hier wollen wir ein bisschen an der Richardson Bay flanieren und die Aussicht auf die Skyline von San Francisco genießen.

Muir Woods in Bildern – zum Durchblättern:

Muir Woods

Bei meinem nächsten Aufenthalt in San Francisco werde ich auf jeden Fall eine Radtour nach Sausalito unternehmen. Wenn man so ein tolles Wetter hat wie wir heute, kann das nur ein einmaliges Erlebnis sein! Das möchte ich wirklich unbedingt noch machen!

Sausalito

Wir fahren wieder über die Golden Gate Bridge zurück nach San Francisco und ich finde tatsächlich ohne Navi und Kartenmaterial den Weg zur Lombard Street! Wir sind nicht in San Francisco gewesen, wenn wir nicht die Lombard Street hinunter gefahren sind!

Golden Gate

13.30 Uhr: Wir sind pünktlich am Hotel. Phillip will uns hier gegen 14 Uhr treffen, und bis dahin wollen wir noch ein bisschen Koffer packen, damit das erledigt ist. Als wir soweit auf Reihe sind, aber von ihm immer noch Bild und Ton fehlt, wollen wir unsere restliche, wenige Zeit nicht im Hotel verschwenden…

Blick auf Alcatraz

16 Uhr: Wir gehen also ein bisschen raus und landen im In-n-Out [!keine Werbung!] um die Ecke, wo wir ein paar Pommes mampfen. Danach gehen wir in den Schoko-Laden, wo ich gestern die Balboa Bar gekauft habe, hier bekommen wir ein leckeres Eis. Pistazieneis in der Sonne macht ganz schön glücklich. So glücklich wie man jedenfalls sein kann, nicht mal zwanzig Stunden vor Heimflug…

Hotel Argonaut

Am Pier 39 angekommen, beobachten wir die süßen Sea Lions. Es ist so kurzweilig… Andererseits wollen nicht zu lange bleiben, falls Phillip doch zwischenzeitlich am Hotel erscheint. Und da er nicht weiß, dass er nicht für unser Zimmer angemeldet ist, sondern heimlich bei uns wohnen wird, wäre es unpassend, wenn er gedankenlos zur Rezeption schlendert… Ein paar Gift Shops noch und dann gehen wir lieber wieder zurück zum Hotel.

Pier 39

18 Uhr: Na endlich! Nach diversen Anrufversuchen, die alle fehlschlagen, bekomme ich eine Gesichtsbuch-Nachricht, die mich über Phillip´s Ankunft informiert. Ich eile sofort hinunter, um ihn in Empfang zu nehmen. Er muss nur noch einen vernünftigen Parkplatz auftun, dann kommt er auf unser Zimmer und wir haben uns viel zu erzählen nach dem letzten Treffen vor zwei Jahren.

Wir schenken ihm unseren Nationalparkpass. Dieser ist nicht an ein Autokennzeichen gebunden, also können wir ihn problemlos weitergeben. Darüber freut er sich maßlos. Und wir sind glücklich, ihm eine Freude zu machen.

19.30 Uhr: Auf unseren ausdrücklichen Wunsch hin, fahren wir nun mit dem Cable Car (!) zur Cheesecake Factory [!keine Werbung!]. Direkt vorm Hotel ist ja eine Cable Car Station, wo die Trolleys auch gewendet werden. Dementsprechend müssen wir Schlange stehen… Und dann bekommen wir nur noch draußen, also seitlich, Sitzplätze. Aber irgendwie ist das ja noch aufregender!

Cable Car fahren :)

Die Fahrt macht richtig Spaß und gehört ab sofort auf meine Pflicht-Programm-Liste für jeden weiteren San Francisco-Besuch! Am Union Square steigen wir aus und sind direkt am Ziel. Oben bei Macy´s [!keine Werbung!] ist unser Lieblingsrestaurant und wir sind dort mit Jordan und seiner Freundin (später Frau) Catherine verabredet. Leider müssen wir 45 Minuten warten bis wir einen Tisch bekommen.

Zur Überbrückung gibt es Cocktails (für mich einen Banana Daiquiri) und für das Essen später (für mich Pasta) hat sich das Warten natürlich gelohnt. Das Highlight ist ein Strawberries-and-Cream-Milkshake mit Wodka! Da passt kein Cheesecake mehr rein, das war sozusagen ein flüssiger Cheesecake…

23 Uhr: Wir sind so satt und müde, dass wir nur noch ins Hotel wollen! Wir springen wieder auf ein Cable Car und dieses Mal ist es ziemlich leer, sodass ich mich traue zu stehen. Auch wenn 6 Dollar pro Fahrt teuer erscheinen, es macht einfach Spaß...

1 Uhr: Wir haben es geschafft. Das Licht ist aus. Wir müssen schlafen. Man findet einfach immer wieder ein Thema zum Quatschen aber morgen steht dieser elendig lange Flug an…

Mittwoch, 17. April 2013 – Endspurt in SFO

6.30 Uhr: Wir stehen auf. Leicht fällt das nicht. Zum Einen war die Nacht sehr kurz und zum Anderen fällt uns natürlich kein guter Grund ein, aufzustehen. Im Gegenteil!

7.30 Uhr: Wir sind fertig und das Gepäck auch bald. Zeit für´s letzte Hotelfrühstück.

8.30 Uhr: Phillip fährt in seinem Prius vor und mit uns darin zum Coit Tower. Den hatte er uns vor zwei Jahren schon gezeigt aber leider war der Turm da schon geschlossen weil wir abends da gewesen sind. Heute kommen wir morgens.

Coit Tower

Laut Internetauskunft kann man ab acht Uhr auf den Turm… Als wir ankommen, müssen wir leider von einer Öffnungszeit ab 10 Uhr lesen. Das ist wirklich unglaublich… Ich muss also ein drittes Mal nach San Francisco kommen!

Stattdessen bitten wir Phillip, noch einmal mit uns durch die Lombard Street zu fahren. Wir waren hier gestern schon selbst mit unserem Mietwagen, aber es ist einfach zu schön, es gehört für uns dazu. Wir wollen unbedingt nochmal hin.

9.30 Uhr: Check Out und Bye Bye. Wir müssen zum Flughafen. Phillip fährt vor, wir hinterher. Leider müssen wir nun unseren kleinen Flitzer bei der Vermietung abgeben. Jede schöne Zeit ist irgendwann einmal vorbei. Nach 2769 Meilen (4456 Kilometern!) lassen wir ihn zurück, wo er hin gehört, und begeben uns mit Sack und Pack per Airport-Train zum Check In.

12.15 Uhr: Phillip, der natürlich nicht mit uns ins Parkhaus der Autovermietung gefahren ist, scheint noch einen Parkplatz zu suchen. Jedenfalls haben wir ihm den Weg zu uns schon vor geraumer Zeit beschrieben und viel länger können wir wirklich nicht mehr warten: In 55 Minuten soll Boarding sein, also müssen wir langsam mal zur Sicherheitskontrolle…

Gerade als wir unsere Sachen zusammenraffen, kommt Phillip angelaufen. Er hat ein Nickerchen im Auto gehalten… Er hat, wie immer, die Ruhe weg! Eine Viertelstunde nehmen wir uns also noch Zeit, doch dann geht es wirklich nicht mehr. Wir müssen uns verabschieden.

Auf Wiedersehen schönste Stadt der Welt!

Wir haben Glück: Die Sicherheits-Checks sind relativ zügig hinter uns gebracht, ich habe sogar noch Zeit für ein Sandwich. Dann geht es in den Flieger, wir starten pünktlich!

Mitten in mindestens einer norwegischen Schulklasse sitzend, befürchte ich, den schlimmsten Flug meines Lebens vor mir zu haben – und werde positiv überrascht. Denn dank meiner Ohrstöpsel verschlafe ich fast den gesamten Flug. Lediglich für die zwei Mahlzeiten, eine Pipi-Pause und ein, zwei Stunden Zeitvertreib (Spiele und Serien) bin ich wach.

San Francisco in Bildern – zum Durchblättern:

Cable Car fahren :)

Donnerstag, 18. April 2013 – Zwischen den Welten

9 Uhr: Ortszeit Amsterdam. Wir sind da. Eine halbe Stunde früher als geplant. Wir sind guter Dinge.

Die vier Stunden in Amsterdam können uns jetzt nichts mehr anhaben. Ein bisschen am Laptop und dazu ein Baguette. Zack sitzen wir schon wieder in der Maschine.

Ich schlafe noch vorm Start ein und erwache erst wieder als wir bereits im Landeanflug sind. So kann das von mir aus immer sein.

Und nun?…

Ich vermisse sie… Die überwältigende Natur… Den weiten Himmel… Die unendlichen Straßen… die bunten Städte… die riesigen Mammutbäume… die schroffen Berggipfel… und die trockenen Wüsten!

Ich vermisse alles, was wir gesehen und erlebt haben!

Aber wo eine Sehnsucht ist, da gibt es auch einen Weg dorthin... Eines Tages wird es wieder so weit sein! Möge dieser in nicht allzu unerträglich weiter Ferne liegen…

Nachtrag: Nur zwei Jahre später ging es endlich wieder in die USA für mich. Wenn auch nicht in die überwältigende Natur des Südwestens, so wenigstens ein weiteres Mal nach NEW YORK!