Zurück zum Volcano Nationalpark
Montag, 07.03.16 – Unschönster Tag der Reise
6Uhr: Immer noch Jetlag
Es ist nichts zu machen. Wir sind wach. Allerdings trödel ich heute ordentlich rum. Wir wollen heute „nur“ nach Hilo, das ist in weniger als einer Stunde erreichbar und konkrete Pläne haben wir dort nicht für unsere Verhältnisse.
Emails, Badezimmer, Post Office, alles in Ruhe erledigen.
08:30Uhr: Auf nach Hilo
Die Fahrt geht los und dauert tatsächlich nicht länger als vermutet. Unser erster Weg in Hilo führt uns in eine Taco Fast Food Filiale (für Philipp) und in einen bekannten „Sandwich“-Laden (für mich) um Frühstück zu kaufen, welches wir ganz unspektakulär und ungemütlich im Auto vertilgen. Mir geht es heute nicht so gut, da will ich nicht aufwendig nach einer vermeintlich besseren Frühstücksvariante suchen, da ich die Hoffnung habe, ein kleiner Snack bessert meine Laune und Situation.
Nun wollen wir zu den Rainbow Falls hier in Hilo… Ich habe aber, wie gesagt, heute nicht meinen besten Tag denn seit mindestens gestern Abend plagen mich gewisse Schmerzen und das Gefühl einer Blasenentzündung. Ich beibe also tatsächlich auf dem Parkplatz und pendele mehrfach zwischen unserem Auto und dem öffentlichem WC hin und her, sodass Phil alleine zum Wasserfall gehen muss! Ich kann einfach nicht! Ich leide unter abwechselnden Schweißausbrüchen und Frierattacken. Die Wasserfälle sind aber nur etwa 100m entfernt -so nah und doch so fern…- sodass ich ganz kurz hingehe, einen schnellen halbherzigen Blick darauf werfe und zum Auto zurückkehre während Philipp sich ein bisschen Zeit nimmt, und das soll er auch.
Kurz darauf fahren wir dann doch vorsichtshalber in eine Klinik, die sich plötzlich vor uns auftut, sich dann allerdings leider als eine Orthopädieklinik erweist. Die freundliche ältere Lady am Empfang schreibt uns aber zwei passende Kliniken und Adressen auf einen Zettel. Daraufhin geht es mir wieder unerklärlicherweise schlagartig besser. Nahezu keine Schmerzen mehr, ich fühle mich wieder wohler. Also doch keine Klinik. Wir fahren nach Hilo Downtown.
Wir drehen die ein oder andere Runde im Auto, finden aber partout keine Gegend, die uns auch nur annähernd anspricht. Von „Flair“ und „viktorianisch“ kann nicht die Rede sein. Ich hatte viel im Internet und in Reiseführern recherchiert aber irgendwie können wir da nicht zustimmen. Letztlich halten wir am Wailoa River State Park und gehen ein wenig spazieren. Hier gefällt es uns auch außerordentlich gut. Es gibt Grünflächen, Seeen, Brücken, beeindruckende Bäume, hohe Palmen, bunte Blumen, eine Königsstatue und eine Vietnam War Memorial. Der Park wurde nach dem verheerenden Tsunami von 1960 entwickelt. Dieser hatte das zentrale Viertel an der Küste von Hilo vollständig vernichtet und so wurde dieses Gebiet nicht neu bebaut sondern eine Art Pufferzone entwickelt. Richtig bis ans Meer, an die Hilo Bay, ran, gehen wir aber nicht.
Und das war dann für uns Hilo. Die Wasserfälle und der State Park. Egal. Wir beschließen, den Walmart [!keine Werbung!] aufzusuchen, den wir schon gesichtet hatten im Vorbeifahren. Hier gehen wir noch einmal ordentlich shoppen, ohne einen Schimmer zu haben, wie wir unsere ganzen Sachen nach Deutschland bekommen sollen… Gegenüber bei Ross [!keine Werbung!] gucken wir auch noch vorbei und ich finde ein paar fantastische Kleider, die alle großartig aussehen aber immer einen ganz kleinen Haken haben, sodass ich mich jeweils dagegen entscheide. Dann soll es das eben gewesen sein. Nur an einer Macadamia Farm stoppen wir noch auf dem Rückweg, allerdings hätte man sich das getrost sparen können! Die Produkte gibt es hierzulande so auch im Supermarkt, der kleine Garten ist nicht weiter spannend, auch die Self Guided Factory Tour dauert nicht lange und ist nicht einmal als eine solche zu bezeichnen: Man schaut durch diverse Fenster auf die verschiedenen Stationen der Produktion hinab und fährt wieder weg… FLOPP!!
16Uhr: Relax!
Den Rest des Tages verbringen wir in unserer Lodge. Einen Großteil der Zeit auch mit Koffer aus- und neu einpacken, da wir morgen wieder nach Kona fahren wo auch schon unsere letzte Nacht auf Big Island ansteht.
20:15Uhr: Schlafenszeit.
Fazit: knapp 5km zu Fuß
Der komplette Big Island-Aufenthalt in Bildern – zum Durchklicken:
Weiter zu unserem letzten Tag auf Big Island

