Eigentlich wollte ich bloß meine Schulfreundin Svenja in Virgina besuchen. Im Jahr 2008/2009 war sie als Au Pair bei einer großen Familie in McLean zu Hause. Natürlich wollte ich bei der Gelegenheit auch gerne das nahe gelegene Washington D.C. und nach Möglichkeit natürlich New York City sehen!
Dass daraus eine regelrechte “Rundreise” mit Fernbussen durch die “Städte des Nordostens” wurde, verdanke ich der lieben Svenja, die so viele tolle Ideen und Vorschläge hatte, die wir dann einfach umgesetzt haben. Was hätte ich für Einwände haben sollen?:
Oder der Reihe nach:
Tag 1
Die Anreise
Es war ein Samstagmorgen Ende März. Die Nacht war unruhig gewesen weil ich kaum schlafen konnte bei dem Gedanken daran, die kommenden zwei Wochen ohne meinen damaligen Freund zu verbringen. Wir waren durch seinen Job zwar ganz andere Zeitspannen und Entfernungen gewöhnt aber es war trotzdem furchtbar. Aus heutiger Sicht bin ich da natürlich entspannter aber mit zarten 20 Jahren… Was soll ich sagen?
Und dann war die Nacht auch noch sehr, sehr früh zu Ende weil wir uns auf den einigermaßen weiten Weg zum Hamburger Flughafen begeben mussten. Dort angekommen, wartete er noch mit mir die Stunden bis zum Check In ab, doch dann war es irgendwann soweit, und aufgehört zu weinen habe ich eigentlich erst, als ich in London-Heathrow nach einem Telefonat mit Mama bei Baguette und Orangensaft saß.
Und dann, ehe ich mich versah, saß ich schon in dem großen Vogel nach New York City. Und begriff endlich, dass gerade mein Traum wahr wird. Dort saß ich nun -neben wildfremden Menschen- und wartete auf die Annäherung an amerikanischem Boden.
New York City ist wohl eine der faszinierendsten Städte der Welt. Durch die Straßen von Manhattan pulsiert 24 Stunden am Tag das Leben – Ruhezeiten gibt es scheinbar nicht. Ich war in so unfassbarer Vorfreude! Ich weinte zwar immer noch viel – ja immer noch wegen dem Kerl zu Hause… (Heute unvorstellbar…) Und vertrieb mir die Zeit mit dem ein oder anderen Schläfchen sowie diversen Filmen vom Bordprogramm. Aber trotzdem war ich super gespannt was mich wohl erwarten würde!
Und plötzlich war es soweit… Da sah ich, über meine beiden Sitznachbarinnen hinweg, durch das kleine Flugzeugfenster tausende von Lichter… Ich war wirklich da! Dieses Gefühl werde ich niemals vergessen… Als der Flieger aufsetzte…
ICH ganz alleine in NEW YORK CITY! >>>

