Ibiza 2013

Ibiza & Formentera 28.09.-03.10.2013

Ibiza 2013

Dienstreise nach Ibiza und Formentera? Gerne! Aber was stelle ich mir eigentlich unter diesen beiden Inseln vor?… Hmmm…, da muss ich etwas überlegen.

Ibiza dürfte… Party pur sein?! Aber vielleicht auf einem etwas „gehobenerem“ Niveau als auf Malle, da Ibiza dafür bekannt ist, dass hier auch die „Reichen & Schönen“ feiern gehen und sich auf dem Sonnendeck ihrer Yacht ausstrecken. Ich erwarte hier also überwiegend exklusive Hotels und den sprichwörtlichen Bären, der hier aber natürlich in High Heels steppt… Ansonsten habe ich keine richtige Vorstellung.

Formentera ist… sehr klein?! Und meines Erachtens optimal für Badeurlauber geeignet. Viel mehr weiß ich auch über diese Insel nicht, aber ich glaube viel mehr gibt es auch nicht zu wissen… Oder?

Starten wir also:

Ibiza 2013

Samstag:

So einen späten Hinflug hatte ich erst einmal. Damals nach Venedig. Irgendwie ist es wirklich spät, erst nach 19 Uhr zu starten, zumal mit noch dazu 30 Minuten Verspätung, aber der Flug dauert ja nur 2,5 Stunden.

Um 15.30 Uhr fahre ich mit der Bahn zum Flughafen Hannover und warte. Checke ein und warte weiter. Und lerne erst dann eine Mitreisende kennen. Sara und ich verstehen uns auf Anhieb und so ist direkt ein Zimmerpartner gefunden und ich spare mir die Gebühr für das eigentlich vorab angemeldete Einzelzimmer!

Der Flug verläuft an sich ruhig aber leider sitzen direkt hinter mir neun (!) betrunkene (Ex-) Hippies, die wirklich zu 100% das Ibiza-Klischee erfüllen! Das andere, nicht das High Society-Ibiza-Klischee, sondern eben das Hippie-Ibiza-Klischee… Die Insel hat also viele Gesichter. Natürlich.

Wir erreichen Ibiza schließlich um 22.15 Uhr. Die Koffer sind zum Glück schnell „geangelt“ und wir treten vor die Türen des Flughafengebäudes. Uns erwartet eine unglaubliche Wärme obwohl es schon so spät am Abend ist. Ob das ein Vorgeschmack auf die kommenden Tage ist?…

Ibiza 2013

23.30 Uhr:  Nach 30-45 Minuten Transfer (zusammen mit der Schnaps-Hippie-Truppe, die aber natürlich wo anders aussteigt) erreichen wir die Cala Tarida im Westen Ibizas und damit unser Hotel: das Insotel Tarida Beach [!KEINE WERBUNG!]. Nach dem Mini-Sandwich von Air Berlin sehnen wir uns nach einer etwas vernünftigeren Mahlzeit, müssen aber zunächst mit Sack und Pack unser Zimmer in der hügeligen, weitläufigen Anlage suchen. An dieser Stelle wäre ein wenig Hilfe vom Hotelpersonal angebracht…

Das Restaurant ist riesig und macht einen guten Eindruck – die für uns bereitgestellten Snacks jedoch leider nicht! Also ab auf´s Zimmer, viel Wasser getrunken, es ist immer noch so warm, dass man in kurzen Sachen rumlaufen kann. Und dann geht es endlich ins Bett, um mittlerweile 2 Uhr nachts.

Sonntag:

07.30 Uhr: Der Wecker klingelt, wir hätten gerne noch länger geschlafen aber das Klappern der Tür verhindert dies genauso wie das anstehende Programm des heutigen Tages.

08.30 Uhr: Unser erstes Frühstück im Tarida. Wir sind vorsichtig bei der Auswahl am Buffet nach unserer nächtlichen Erfahrung. Das wird sich die Woche auch nicht mehr wirklich ändern.

09.30 Uhr: Wir lernen die Gruppe am Treffpunkt kennen und starten alle gemeinsam mit dem Bus zur ungefähr zwanzig Kilometer entfernten Ostseite Ibizas, genauer: zur Playa d´en Bossa, dem Ballermann Ibizas. Das Klientel ist hier feierwütig und es gibt ein paar Discotheken und Geschäfte, alles extrem touristisch – exakt was wir auch erwartet haben.

Ibiza 2013

Unsere erste Hotelbesichtigung findet im Sirenis Hotel Goleta [!KEINE WERBUNG!] statt. Es liegt zentral am Anfang der Playa d´en Bossa, direkt am Es Vivé Strand und nur 2km entfernt von Ibiza Stadt, mit Bushaltestelle direkt vor der Haustür. Unsere erste Site Inspection der Reise wird ein voller Erfolg, das Haus gefällt uns allen sehr gut.

Anschließend geht es ans drei Kilometer entfernte andere Ende der Playa d´en Bossa und zwar ins Hotel Palladium Palace [!KEINE WERBUNG!], das auch direkt am Strand, aber leider auch direkt in der Einflugschneise des Flughafens, liegt. Wir dürfen in diesem Hotel Mittag essen, es ist ausgezeichnet!

Auf dem Rückweg in unser Übernachtungshotel nehmen wir noch zwei traumhafte Aussichtspunkte mit, und dann heißt es Beeilung, denn wir haben ganze 20 Minuten Zeit, um uns frisch zu machen vor unserer Schulung um 16.20 Uhr.

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20.00 Uhr: Direkt im Anschluss an die Schulung gehen wir alle gemeinsam zum Abendessen und hinterher an die All Inclusive-Bar, deren Cocktails leider ungenießbar sind. Wieder einmal stelle ich fest, dass ich definitiv kein All Inclusive-Urlauber bin. Lieber zahle ich sämtliche Getränke extra aber diese sind dann auch von trinkbarer Qualität…

00.00 Uhr: Gute Nacht!

Montag:

07.30 Uhr: Guten Morgen

08.30 Uhr: Das zweite „vorsichtige“ Frühstück…

09.30 Uhr: Treffpunkt. Heute wollen wir zwei Grupotels [!KEINE WERBUNG!] auf der nördlichen Ostseite der Insel besichtigen. Ich bin gespannt, denn ich kenne bisher noch kein einziges persönlich.

Zunächst stoppen wir nach rund einer dreiviertel Stunde im Ort Santa Eularia, was der drittgrößte Ort Ibizas ist. Wir gehen eine kleine Runde spazieren, es gefällt mir schon viel besser als an der Playa d´en Bossa, Santa Eularia wäre auch für mich ein Urlaubsort. Hier sieht man noch Einheimische in den Cafés sitzen, es gibt eine Promenade, einen Sporthafen, viele tolle Restaurants, alles ist viel entspannter und gemütlicher, spanischer.

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Das erste Grupotel [!KEINE WERBUNG!], keine zwei Kilometer außerhalb des Ortes, ist ein fantastisches Haus! Ich würde es sofort ohne zu zögern für mich buchen. Direkt am Hotel gibt es zwar keinen Strand in unmittelbarer Nähe – der Einstieg ins Wasser erfolgt über eine Treppe. Aber das kenne ich von Malta. Viele mögen das nicht aber ich bin dankbar für jedes Sandkorn, das NICHT an mir klebt.

Direkt im Anschluss fahren wir zwanzig Minuten weiter Richtung Norden und besichtigen das zweite Grupotel [!KEINE WERBUNG!], welches mir ebenfalls sehr zusagt. Optisch unterscheiden sich die Häuser kaum. Aber es gibt hier einen Sandstrand. Und bevor wir hier noch zu Mittag essen, haben wir eine dreiviertel Stunde Freizeit weil die Planung nicht so ganz funktioniert hat… Wir sitzen also an der feinsandigen Cala de Sant Vicent und verweilen.

13.00 Uhr: Das Essen ist gut, das Buffet könnte umfangreicher sein.

Wir fahren zurück zu unserem Standorthotel und können uns in aller Ruhe fertig machen für das Abendprogramm.

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17.00 Uhr: Abfahrt nach Ibiza Stadt! Eivissa, wie die Einheimischen ihre Hauptstadt nennen, beeindruckt durch ihre malerische Altstadt. Wir erkunden sie heute Abend zu Fuß mit einem Guide. Die Altstadt heißt „Dalt Vila“ und ist UNESCO geschützt. Wir verstehen warum, denn die vielen kleinen Monumente und Gassen versprühen urspanisches Flair und die alte Festungsmauer beeindruckt zutiefst.

Wir haben eine tolle Aussicht hier oben und spazieren langsam hinunter zum Party-Viertel der Stadt. Wir sind hier vermutlich in einer der fröhlichsten und weltoffensten Städte – was sich zum Beispiel auch in der sogenannten Jungfrauengasse zeigt, denn hier hat sich die Gay-Szene mit vielen tollen Bars und Restaurants angesiedelt. Sie gehört zu Ibiza wie Brötchen in eine deutsche Backstube Bäcker.

Unten am Hafen staunen wir über die vielen Yachten (sag ich ja!). Eine protziger als die andere, besonders die eines bekannten russischen Millionärs… Der Hafen wird aber auch von den vielen Fähren genutzt, die von hier aus nach Formentera fahren.

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Nach der Stadtführung haben wir anderthalb Stunden Freizeit, die Sara und ich nutzen, um dem ziemlich neuen Hard Rock Café [!KEINE WERBUNG!] einen Besuch abzustatten! Nächstes Jahr soll auf der Insel auch das erste Hard Rock Hotel [!KEINE WERBUNG!] in Europa eröffnen! Wir bummeln noch ein bisschen weiter durch die Geschäfte und zurück zum großen Stadttor, denn unterhalb der Festungsanlage sind wir alle zum Abendessen in einer Bodega verabredet.

20.30 Uhr: In mediterranen Gefilden wird spät gegessen… Aber wir bekommen die besten Tapas der Stadt serviert!! Man muss „La Bodega“ [!KEINE WERBUNG!] einfach kennen! Es gibt viele tolle Leckereien, die Atmosphäre ist hektisch und gemütlich zugleich. Es ist unglaublich urig und leger, die Musik relativ laut. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb gefällt es uns allen so unfassbar gut. Ich sage nur… Oliven… Käse… Weißwein… geröstetes Brot mit Tomaten-Salsa… Salat mit gebackenem Camembert… kleine frittierte Kartoffeln… Und vieles mehr…

22.30 Uhr: Voll gefuttert geht es ins Ibiza Nightlife! Wir haben erneut anderthalb Stunden zur freien Verfügung und bummeln durch die Gassen. Überall versucht man uns in Restaurants, Bars und Discotheken zu locken aber wir sind natürlich viel zu geschafft! Wir bummeln kreuz und quer bis wir uns am Obelisken im Hafen zur Rückfahrt zum Hotel treffen.

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01.00 Uhr: Gute Nacht!

Dienstag:

07.30 Uhr: Guten Morgen!

08.30 Uhr: Das dritte Frühstück. Man wird mittlerweile mutiger.

09.30 Uhr: Und weiter im Programm! Es geht nach San Antonio, dem zweiten Party-Zentrum der Insel. Von unserem Hotel aus, sind es ungefähr 20 Fahrminuten die Küste Richtung Norden hoch. In „Sant Antoni de Portmany“ machen vor allem Engländer Saufurlaub. Und jetzt gucken wir uns das mal an!

Wir halten zuerst am Hotel Bellamar [!KEINE WERBUNG!], welches wirklich nicht schön gelegen ist. Strandnah, ja – aber mitten zwischen lauter Bettenburgen hat man nicht gerade den idyllischsten Ausblick wenn man aus dem Zimmer schaut oder am Pool liegt. 100% Gästezufriedenheit hat es trotzdem aktuell…

San Antonio ist ähnlich unattraktiv, weil touristisch und hässlich, wie die Playa d´en Bossa. Feierwütige sind hier richtig – ich aber nicht.

Anschließend besichtigen wir ein klein wenig außerhalb von San Antonio zwei Fiest Hotels [!KEINE WERBUNG!], sie liegen sozusagen auf einem Grundstück und teilen sich auch fast alle Einrichtungen. Beide Häuser sind immer gut gebucht. Woran das liegen mag, darüber kann ich nur spekulieren, denn mir gefallen die „Bunker“ nur bedingt.

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Bevor wir zum Mittagessen fahren, machen wir an der Promenade von San Antonio noch einen Fotostopp am weltberühmten Café del Mar [!KEINE WERBUNG!]. Hier dürfte seit 1980 so ziemlich jeder einzige Sonnenuntergang regelrecht zelebriert worden sein…

12.30 Uhr: Cala Comte: Eine Bucht wie gemalt, Sonne satt und ein gigantisches Mittagessen im Freien! Ganz in der Nähe „unserer“ Cala Tarida halten wir hier für ein mehr als üppiges Mittagessen! Uns werden Unmengen an Tapas serviert, danach sind wir alle schon soo satt – doch erst dann kommt das üppige, nicht zu schaffende, Hauptgericht… Anschließend bleibt noch Zeit zum Baden, spazieren gehen, fotografieren, entspannen…

Wir fahren, mit einem Zwischenstopp („nur mal Gucken“) im Nobelclub Blue Marlin [!KEINE WERBUNG!] im Süden Ibizas, zu einer Finca im Inselinneren, wo wir lernen wie man den Kräuterlikör „Hierbas Ibicencas“ herstellt. Dieses Getränk ist stark anishaltig und auf Ibiza weit verbreitet. Wir puzzlen sämtliche Kräuter in der richtigen Menge in unsere Flaschen und müssen jetzt 4-6 Monate warten bevor der grünfarbene Likör getrunken werden kann. Na, ich bin ja nicht gerade davon überzeugt, dass das etwas für mich sein kann…

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Fix und fertig von immer noch über 30 Grad, und dem Programm, das straffer ist, als es sich anhört, kommen wir wieder in unserem Hotel an. Vorm Abendessen steht noch die Hotelauswertung auf der Sonnenuntergangsterrasse an. Die Atmosphäre ist viel zu romantisch für´s „Arbeiten“… Und viel zu spät wird es heute Abend wieder…

Mittwoch:

07.15 Uhr: Guten Morgen!

08.00 Uhr: Das letzte Frühstück, dann ist es geschafft!

08.45 Uhr: Abfahrt zum Hafen von Ibiza Stadt.

10.00 Uhr: Wieder einmal hat die Organisation nicht einwandfrei funktioniert. Nachdem wir noch ordentlich Zeit totgeschlagen haben, startet endlich der Katamaran nach…:

18.15 Uhr: Wir sind wieder am Hotel auf Ibiza angekommen, werden aber leider erst nach einer weiteren gemeinsamen Hotelauswertung entlassen, da es noch die drei Formentera-Hotels zu besprechen gilt.

20.00 Uhr: Das letzte Abendessen und ein Rückblick auf die vergangenen Tage:

Wir hatten eine in sich vollständig harmonische Gruppe, ich war glücklich mit meiner super Zimmerpartnerin, wir haben viele tolle Hotels gesehen und können nun zwei Inseln viel, viel besser verkaufen, da wir, oder jedenfalls ich überzeugt bin von ihrem Charme und den unzähligen Ausflugsmöglichkeiten wie z.B. Hippiemärkte, weiß getünchte Dörfer, malerische Buchten, mystische Felsformationen, und und und. Ibiza eignet sich nicht nur für Party People sondern ebenso für Familien, Sportler und Ruhesuchende. Es ist wie mit Mallorca – es gibt auch einfach richtige sehenswerte und ruhigere Ecken!

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Mein absolutes Highlight war vermutlich Ibiza Stadt. Es ist teilweise zwar touristisch aber durch die alten Stadtmauern, vielen Gässchen und dem ursprünglichen Flair doch auch sehr schön! Der Kreuzfahrthafen ist übrigens auch recht zentral gelegen, sodass man gut auf eigene Faust was unternehmen kann. Hier würde ich gerne eines Tages mal anlegen…

Die Insel hat einsame Gegenden und versteckte Badebuchten genauso wie Urlaubszentren und kilometerlange Strände vor den Hotels. Ibiza ist warm, großzügig, offen, lebenslustig und lecker! Landschaft und Kulturerbe bilden die eindrucksvollsten Reize. Üppige, mediterrane Pinienwälder wo man nur hinblickt. Ich hätte nie gedacht, dass Ibiza derart grün ist – einfach nur schön!

Unbewohnte und bewohnte Felseninseln, kristallklares Wasser, spektakuläre Sonnenuntergänge, wertvolle Tier- und Pflanzenwelt in teils sogar unberührten Gebieten, zig Olivenbäume und Palmen, ein bisschen Hippie, ein bisschen exklusiv, multikultureller Charakter, viel Kunsthandwerk aber auch archäologische Schätze – das alles und noch viel mehr macht Ibiza in meinen Augen aus! Und je nach Jahreszeit bestimmt auch die Mandelblüte! Warum immer Malle??

Ich finde Ibiza und auch Formentera fantastisch! Man kann hier einfach alles haben und machen, genießt tolle Gastfreundschaft und noch besseres Essen und meist sogar schönstes Wetter… Ich komme möglicherweise wieder!

Ibiza & Formentera in Bildern – zum Durchklicken:

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