Death Valley

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Dante´s View

Freitag, 12. April 2013 – Ausflug ins „Höllental“

Ich gebe für F. als Anhaltspunkt Furnace Creek ins Navi ein. Die kleine Siedlung im Death Valley Nationalpark ist eine kleine Oase, u.a. mit Restaurant, Hotel, Campingplatz und Golfplatz, mitten an einem der heißesten und trockensten Orte der Erde. Über zwei Stunden soll die Fahrt von Vegas aus dauern.

1849 verirrten sich Pioniere in das Tal des Todes, die den Weg hinaus sehr lange Zeit nicht mehr fanden und in der brütenden Hitze fast starben – daher der Name… Gestorben ist aber in Wirklichkeit wohl nur ein einziger Mann, der schon sehr alt war.

on the road...

Wie dem auch sei. Wir haben heute nicht vor zu sterben, sondern wir wollen einfach nur ein bisschen mit dem Auto herumfahren und dann nach Las Vegas zurückkehren. Wir sind gespannt, wie heiß es heute wird. Im Sommer sind gelegentliche 40 bis 50 Grad Celsius normal. Wie sieht das wohl im April aus?

12 Uhr: Wir sind da. Und weil wir heute wieder mal kein Frühstück hatten, wollen wir direkt das Restaurant hier in Furnace Creek ausprobieren. Leider gibt es wieder mal keine Auswahl an vegetarischen Gerichten, abgesehen von einem Caesar´s Salad für 16 Dollar – na dann!

Bad Water

Nach dem Essen gehen wir noch kurz in den Gift Shop und dann machen wir uns endlich auf den Weg nach Badwater. Das berühmte ausgetrocknete Salzbecken befindet sich knapp 30km entfernt und bietet die bekanntesten Fotomotive aus dem Death Valley: weiße Salzflächen, so weit das Auge reicht, und die typischen geometrischen Muster des ausgetrockneten Bodens im grellen Kontrast zu den umliegenden dunklen Bergen.

Bad Water

12.45 Uhr: Wir erreichen den tiefsten Punkt der USA. Badwater – 86 Meter unter dem Meeresspiegel. Es herrschen 35°C, das geht sogar noch, denn die höchste hier je gemessene Temperatur liegt bei 57°C! Das mag ich mir nun wirklich nicht vorstellen… Mir kommt es auch so schon unglaublich heiß vor. Schatten gibt es weit und breit nicht.

Bad Water

Und trotzdem ist diese Weite und Stille hier auf eine seltsame Arte und Weise unheimlich schön. Die Landschaft wirkt etwas surreal und gegensätzlich. Etwas Vergleichbares habe ich mit eigenen Augen bisher nicht gesehen.

Bad Water

Nachdem wir uns vom Badwater Basin losgerissen haben, fahren wir einen nahegelegenen Scenic Drive, der sich Artist´s Drive nennt. Diese Strecke soll eine der schönsten im ganzen Death Valley sein: Eine ca. 14 Kilometer lange, enge Einbahnstraße führt uns ziemlich kurvig durch eine spannende Felslandschaft, die in den verschiedensten Rot-, Gelb, Braun-, Grün-, Blau- und Violett-Tönen schimmert, was an verschiedensten Mineralien im Gestein liegt. Das Bild, das sich uns bietet ist sehr farben- und abwechslungsreich, damit haben wir nicht gerechnet.

Artist´s Drive

Wir stoppen wieder in Furnace Creek, gehen erneut giftshoppen, und nun fahre ich weiter. Wir wollen noch zum sogenannten Dante´s View. Es gibt zwar noch zahlreiche andere View Points, teilweise auch direkt auf der Strecke, teilweise aber sehr weit weg. Und da wir heute noch nach Vegas zurück müssen, gilt es, eine Auswahl zu treffen. Wir meinen, uns mit Badwater, dem Artist´s Drive und Dante´s View, auf die Highlights des Nationalparks zu beschränken.

Dante´s View

Und ich denke, das kommt so ziemlich hin. Was wir bisher gesehen haben, war einen Ausflug wert. Und auch Dante´s View in den Black Mountains enttäuscht uns nicht: Ein unglaublicher Rundumblick über das weite Wüstengebiet mit seinen hellen Sanddünen, grellweißen Salzpfannen und schroffen Bergketten bietet sich uns! Auch das Badwater ist von hier oben gut zu erkennen, der Höhenunterschied beträgt nun fast 1700 Meter. Entsprechend kühler ist es hier oben – zum Glück!

Dante´s View

Eine Schulklasse oder Uni-Gruppe, die gerade das Thema Fotosynthese behandelt, macht hier oben Outdoor-Unterricht. Das ist ziemlich clever, denn Licht ist hier reichlich vorhanden, die Hitze ist extrem und das Wasser knapp – das reinste Freiluftlabor.

Dante´s View

Eine weitere Gruppe Schüler oder Studenten sitzt still da und malt. Sie lassen sich weder von der anderen Gruppe stören, noch von den vielen Touristen, von denen es hier nur so wimmelt! Und das ist nur verständlich – es ist wirklich wunderschön hier!

Dante´s View

15.30 Uhr: Aber wir brechen auf. Wir wollen endlich einmal unseren Hotelpool nutzen und später müssen wir schließlich noch unsere diversen Koffer und Taschen für die morgige Weiterreise packen…

Auf dem Rückweg vom Death Valley nach Vegas, tanken wir in Pahrump und stoppen am Walmart [!keine Werbung!], um ein kleines Abendessen einzukaufen, das wir auf dem Zimmer einzunehmen gedenken.

Death Valley in Bildern – zum Durchblättern:

Dante´s View

18.08 Uhr: Ist das ärgerlich! Kurz nach 18 Uhr geben wir unser kleines Auto bei den Park-Boys ab, sprinten auf unser Zimmer im 36. Stock, springen in unsere Bademoden, und düsen zur 3. Etage, wo wir dann DOCH vor VERSCHLOSSENER Pool-Türe stehen! Ist es zu fassen? Wie kann man denn bitte um 18 Uhr einen Pool schließen? …

Wir sind mehr als geknickt und zunehmend angesäuert. Extra frühzeitig die Zelte abgebrochen im Death Valley, schön beeilt, und trotzdem nicht mehr rechtzeitig geschafft, weil wir nichts von den Öffnungszeiten wussten. Was nun? Der Whirlpool im Spa ist und zu teuer und außerdem kein Vergleich zu einem Outdoorpool. Die Badewanne ist erst Recht nicht das Gleiche! Pech gehabt!

Es hilft nichts, wir müssen uns mit der Situation abfinden und beschäftigen uns notgedrungen so langsam mit unserem Gepäck. Irgendwann gibt es dann noch unsere Einkäufe als Dinner, in diesem Fall Nudelsalat und Donuts – nacheinander, nicht zusammen. Und um 23 Uhr löschen wir die Lichter.

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