Pearl Harbor

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Freitag, 11.03.16 – Keine Handtasche, kein Josh Hartnett, kaum Spaß!

07:15Uhr: Schlaf muss sein!

Ausgerechnet heute, wo wir besonders früh los wollten, schlafen wir dann doch mal so „lange“. Besonders mir fällt es extrem schwer, wach zu werden, obwohl wir doch nach PEARL HARBOR wollen! Den Film habe ich schon so oft gesehen, dass ich ihn seit Jahren nahzeu lückenlos mitsprechen kann… Meinem Jugendschwarm Josh Hartnett sei Dank.

Um Pearl Harbor weiß jeder eigentlich einigermaßen Bescheid. Da braucht es keine große Erklärung. Also fasse ich mich kurz: Die Japaner griffen die USA an, um deren Vorhaben, die japanischen Pläne der Gebietsvergrößerung, zu vereiteln. Ungefähr 2400 Menschen starben bei dem Luftangriff auf den US-Stützpunkt im Jahr 1941.

Freitag, 11.03.16, Pearl Harbor

09:00Uhr: Starbucks-Frühstück [!keine Werbung!]

Und danach beginnt die nicht endende Busfahrt nach Pearl. Anderthalb Stunden soll sie eigentlich dauern. Zwei Stunden dauert sie. Da ich sowieso kein großer Busfahrfreund bin, stoße ich nicht unbedingt Jubelschreie aus…

Unterwegs kommen wir am Honolulu Harbor vorbei und sehen das Kreuzfahrtschifft Grand Princess, die wir vor genau einer Woche schon in San Francisco gesehen haben. Es dauert nicht lange, da beginnt ein älterer Herr hinter mir ein Gespräch mit seiner Sitznachbarin. Er sei letzte Woche Freitag in San Francisco mit dem Schiff gestartet, es sei die Reise zur Goldenen Hochzeit mit seiner Frau, die weiter vorne im Bus sitzt. Ich erfahre dieses und jenes über seine bisherige Reise und, dass er unbedingt mal nach Irland möchte sowie eine Mittelmeerkreuzfahrt machen, wenn er das noch schafft. Sein Traumziel ist dabei Rom! Seine Sitznachbarin schwört allerdings auf Venedig, er solle unbedingt Venedig Rom vorziehen. Das weiß sie von ihrer Kreuzfahrt, die von Venedig aus die Adria entlang und durch die griechische Ägäis ging… Ob sie jemals in Rom gewesen ist, bleibt offen. Ich liebe Amerika. Jeder quatscht jeden an und es ergeben sich tolle Gespräche mit Wildfremden. Oder man wird wenigstens Zuhörer.

Irgendwann sind wir dann da. In Pearl. Es geht gut los. Ich hatte vorab vom Handtaschenverbot gewusst, da Pearl Harbor immer noch ein aktiver Marinestützpunkt ist, hatte allerdings nicht ernsthaft damit gerechnet, dass ich meine Gürteltasche würde abgeben müssen. Für 3 Dollar kann ich sie hinterlegen, allerdings heißt das für mich persönlich im Umkehrschluss, dass ich den gesamten Inhalt auf meine Hosentaschen und Hände verteilen muss! Ich bin direkt froh, heute weder Kleid noch Rock noch Leggings zu tragen sondern tatsächlich eine kurze Hose mit so was wie Hosentaschen!! Glück im Unglück. Schrittzähler und Portmonee also mehr schlecht als recht in die Hosentaschen, Brillenetui mit Brille ganz nervig in die Hand (!), Reisepässe in Phil´s Hosentaschen, Kameras um die Hälse. Ich bin „begeistert“.

Als wir dann den Visitor Center Bereich betreten und mir etliche Damen mit Koffern Taschen (!) begegnen, platzt mir kurz darauf auch lautstark der Kragen. Wofür nun Reisepasspflicht besteht, wird mir zudem auch nicht mehr klar, da wir nirgends kontrolliert werden!! Wird ja immer besser… Ich hätte sie nämlich lieber im Hotelzimmer gelassen… Zunächst laufen wir im Visitor Center Bereich herum, man hat einen schönen Blick auf den Hafen, kann zwei kurze Ausstellungen zum Thema besuchen und natürlich ausgiebig giftshoppen. Langsam geht’s mir also besser…

Hier im Hafen liegt auch die USS Bowfin aber ich hatte gelesen, das U-Boot sei sehr eng und dunkel und daher für mich eher ungeeignet. Gerne möchte ich daher das USS Arizona Memorial besuchen – aber ausgerechnet heute herrscht zu starker Wind, so dass die Boote dorthin nicht rausfahren!! Jetzt ruhig Blut.

Freitag, 11.03.16, Pearl Harbor

Letztlich wollen wir den weiten Weg nach Pearl nicht völlig umsonst auf uns genommen haben und entscheiden uns für die USS Missouri für 27 (!) Dollar pro Person. Der Preis beinhaltet die Hin- und Rückfahrt, da das Schlachtschiff auf der anderen Seite des Hafens liegt, sowie die Besichtigung (auf eigene Faust), die zugegebenermaßen wirklich interessant ist. Auch hier keine Sicherheitskontrollen, nur der Hinweis, dass keine Fotos vom Hafen gemacht werden dürfen, nur vom Schiff selbst, das sei ok.

Wir verbringen eine ganze Weile auf der Missouri, denn es gibt viel zu sehen. Die Kojen, Küchen, Essensräume, Library, Post Office, Arztbereich, Brücke, eigentlich alle Bereiche. Sowohl unter Deck als auch oben gibt es wirklich viel zu sehen, wobei ich davon überzeugt bin, dass Männer hier eher beeindruckt sind als Frauen! Ich finde den Besuch der Missouri an sich wirklich gut, jedoch gnadenlos überteuert! Immerhin erhaschen wir hier noch einen Blick auf das Arizona Memorial aber immer noch in ziemlicher Entfernung.

Man kann sich so viel Zeit lassen wie man möchte und in einen der Busse, die zurückfahren, einfach wieder einsteigen. Diese fahren dann zuerst zum Aviation Museum, man kann aber, wie wir, einfach sitzen bleiben und zum Visitor Center weiter fahren. Danach holen wir meine Gürteltasche wieder ab, bestücken sie sorgfältig und suchen uns den nächsten Bus nach Waikiki. Ich brauche nach diesem Tag wirklich einen Cheesecake! – Gibt schlimmere Drogen… Wir essen Orange Chicken bzw. Salat & Mac N Cheese und zum Dessert zusammen einen Reese´s Peanut Butter Cheesecake!!

17:30Uhr: Wir machen uns auf den Weg zurück ins Hotel.

Die Füße streiken langsam!

21:30Uhr: Schlafenszeit.

Pearl Harbor in Bildern – zum Durchklicken:

Freitag, 11.03.16, Pearl Harbor

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