Maboneng

Zurück zum Boulder´s Beach.

14.00Uhr. In Johannesburg am Flughafen bekommen wir rasend schnell unsere Koffer und sitzen ruckzuck im Bus, welcher uns innerhalb einer halben Stunde nach Maboneng bringt. Dieses gilt als relativ neues und sehr hippes Viertel der Stadt, allerdings ist weder unsere Reise- noch unsere Gruppenleitung je zuvor hier gewesen. Es heißt, es handele sich um ein Künstlerviertel, offiziell „touristentauglich“ und gerne von der Oberschicht besucht.

Ankunft O.R. Tambo Internationl, Jo´burg

Wir verlassen den Bus und tauchen ein in das Gewühl. Überall Souvenirstände, sehr viel Trubel. Alles etwas zu bunt und lebhaft für eine der gefährlichsten Städte Südafrikas. Ich verstehe die Welt nicht so recht. Es gibt Restaurants, Cafés, Galerien, Boutiquen. Wir kehren ein in einen hübsch begrünten Innenhof, dort gibt es Möglichkeiten zur Verpflegung und Musik. Wir könnten uns überall auf der Welt befinden!

In einer Halle befindet sich ein großer Food Market. Wir jedoch sitzen lieber draußen im Halbschatten, schlürfen Smoothies und teilen uns Pommes. So wirklich weiß keiner von uns warum wir hier sind. Was wir aber wissen: Das hätte jetzt nicht sein müssen.

Auf den Straßen von Johannesburg

So sehr man uns hier eine heile Welt vorgaukelt, so viel haben wir auch schon vom übrigen Johannesburg aus dem Bus heraus gesehen und wir wissen sehr wohl wie es ein paar Straßenecken weiter aussieht, wo keine Security an jeder Ecke steht…

16Uhr. Es geht weiter. Für mich grenzt folgendes an ein Wunder: Wir hatten den Bus ohne Wertsachen verlassen. Alles musste dort bleiben. Geld, Pass, Handy, Schmuck, alles. -So viel zu „touristentauglich“…- Mit einem mulmigen Gefühl verließen wir den Bus, entsetzt stellen wir bei Rückkehr fest, dass die Tür des Busses immer noch offen steht. Mehr Einladung für Kriminelle geht meines Erachtens nicht… Vielleicht ein Wunder, dass alle unsere Sachen noch da sind…

Unsere weitere Fahrt zum Hotel zieht sich eine Stunde quer durch „Jozi“, die größte Stadt im Süden Afrikas! Und auch während dieser Fahrt springen uns Elend und Hässlichkeit geradezu an. Johannesburg ist dreckig. Johannesburg ist arm aber auch reich. Johannesburg ist Gewalt. Und Johannesburg ist so sehr anders als ich es mir vorgestellt hatte!

Auf den Straßen von Johannesburg

Ich wusste: Es gibt schönere Orte. Aber ich dachte: Das wird alles überspitzt und veraltet dargestellt. Bestimmt ist das ähnlich wie mit Harlem… – dass man sich hier in Wirklichkeit heute ganz gut aufhalten kann. Tja… weit gefehlt! Aufhalten mag ich mich in Johannesburg leider nicht, nein!

(Fast) Feierabend für heute

17Uhr. Check in: Garden Court Sandton City [!KEINE WERBUNG!].

Unser Hotel befindet sich in Sandton, dem wichtigsten Geschäftsbezirk des gesamten Landes! Entsprechend schick und realitätsfern ist hier auch alles! Kongresszentren, amerikanische Kaffeeketten, Luxushotels, teure Malls, Casinos, etc.

Johannesburg: Unser Standort Garden Court Sandton City Hotel

17.30Uhr. Endlich auf dem Zimmer. Abgesehen von der ersten Nacht in Hermanus habe ich übrigens immer wunschgemäß ein Zimmer zur Alleinbenutzung bekommen.

Das Zimmer im Garden Court gefällt mir jedoch weniger als die bisherigen. Ich entdecke hier zum ersten Mal Staub und lockere Steckdosen und trage zum ersten Mal in der Dusche meine Flip Flops!

18.30Uhr. Die Pinguine heute Morgen sind Schuld, dass unser Abendprogramm heute früher weiter geht als geplant. Denn jetzt wird die Besprechung von heute Morgen nachgeholt. Und zwar im eiskalt eingestellten Frühstücksraum des Hotels. Da helfen auch Schal, dicke Jacke und mehrere Beschwerden bei der Rezeption nichts.

20Uhr. Abendessen. Im Hotelrestaurant gibt es wieder ein 3-Gang-Menü, wir sind langsam übersättigt von den vielen Mahlzeiten, den umfangreichen Mahlzeiten, besonders hier in Johannesburg wo uns der Hunger anderer Menschen so ins Auge gesprungen ist…

22.15Uhr. Ich gebe auf. Die meisten bleiben noch bis spät in die Nacht sitzen. Ich brauche Feierabend.

0Uhr. Gute Nacht.

Kommt mit! Es geht weiter durch die Provinz Gauteng!