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Samstag, 23. November 2024
Cabo Girao
Schon um halb neun fahren wir zu viert in unserem Mietwagen am Hotel los, denn um neun macht die Aussichtsplattform am Cabo Girao auf. Dort sind Philipp und ich vor zwei Jahren schon gewesen und es hatte uns sehr gut gefallen. Damals war es noch kostenlos gewesen, doch heute werden wir nach halbstündiger Anfahrt und wenigstens problemloser Parkplatzsuche feststellen, dass inzwischen 2 Euro pro Person verlangt werden. Schade aber nicht verwunderlich.
Leider sind schon jetzt busseweise Menschen hier abgekippt worden, sodass der Ort vollkommen überlaufen ist! Man kann es gar nicht richtig genießen, die Sicht nach unten durch die Glasscheibe auf die Küste 580 Meter unter einem wird von Füßen versperrt und der einst spektakuläre Ausblick Richtung Funchal ist gegen die Sonne nicht halb so schön wie er sein kann…

Miradouro dos Barcelos
In Sao Martinho wollen wir Philipps Eltern einen unserer Lieblings-Aussichtspunkte zeigen, auch hier ist es heute ziemlich trubelig aber es hält sich noch in Grenzen. Wir finden auch hier auf Anhieb eine kostenlose, gut gelegene Parklücke, doch auch hier ist der sonst so spektakuläre Blick vom Miradouro auf Funchal etwas problematisch gegen die Sonne. Das hatten wir nicht bedacht!
Wir kehren noch in dem dortigen Café ein, wo wir damals schon mehr als einmal gewesen sind und sitzen wieder auf der Dachterrasse um etwas zu trinken. Die Aussicht auf Sao Martinho und bis zum Atlantik ist wunderschön.
Cristo Rei
Fast schon wieder zurück am Hotel, erwartet uns noch ein Stopp, den wir selbst noch nicht kennen aber der noch ganz weit oben auf meiner Liste steht: Garajau. Genauer gesagt, die dortige Christusstatue und der kleine Strand mit Café, wohin man nur mit der Seilbahn hinunter fahren kann.
Wir haben wieder sofort einen Parkplatz bekommen, auch hier keine blauen Linien, die anzeigen würden, dass unsere Parklücke gebührenpflichtig wäre, wie uns ein paar nette Taxifahrer vorhin am Miradouro dos Barcelos erklärt hatten.
Der Cristo Rei ist wesentlich kleiner als der in Rio oder in Lissabon aber trotzdem einen Fotostopp wert. Man kommt von hinten auf die Figur zu, denn die Figur blickt Richtung Meer. Will man die Statue von vorne sehen, muss man drum herum und vor allem im Zweifel auch noch einige Stufen bergab gehen. Es gibt weiter weg noch einen Miradouro vom Felsvorsprung Richtung Statue aber ich beschränke mich auf ein kleines Stück, so viele Treppen in Schläppchen ist keine gute Idee, zumal die anderen drei oben auf der Bank warten.
Praia do Garajau
Stattdessen machen wir lieber etwas gemeinsam: Wir nehmen die Seilbahn runter zum Strand, also zur Praia do Garajau. Der dortige Steinstrand ist nicht sehr gut besucht, was uns sehr gelegen kommt und darin begründet sein dürfte, dass man hier auch nur per Seilbahn hinkommt. Zwar sind Parkplätze erkennbar aber die Serpentinenstraße nach unten ist gesperrt, wahrscheinlich sind die Straße und Parkplätze nur für Mitarbeiter und Rettungsdienst gedacht!?
Ein paar Wagemutige kraxeln über die Steine, um ein Sonnenbad zu nehmen oder sich in die Wellen zu stürzen. Empfehlenswert und ungefährlich sieht das alles aber nicht aus. Wer hier umknickt dürfte ein Problem haben und das Wasser sieht sehr wellig aus, zudem sind auf Madeira die Strömungen nicht zu unterschätzen. Überwacht wird der Strand auch nicht!
Aber man sieht eine kleine Tauchschule und ein Boot ist auch gerade draußen. Das alles haben wir gut im Blick von der Café-Terrasse aus, wo wir es uns gemütlich gemacht haben. Hier läuft gute Musik, der Kellner ist ausgesprochen freundlich und die Kaltgetränke sind kalt. Was will man mehr?
Achja: Sonne, Meeresrauschen und nahezu-Windstille, denn die Bucht ist durch den riesigen Felsen, auf dem der Cristo Rei steht, gut geschützt. Sehen tut man die Statue von hier unten allerdings nicht mehr!
Trotzdem gehört dieser Besuch der Praia do Garajau zu meinen schönsten Momenten auf Madeira. Hier findet man einen ganz besonderen Ort vor, den zu besuchen ich dir nur ans Herz legen kann.
Zum Durchblättern: Fotoalbum Garajau
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Die zweite Tageshälfte ist mit Pool-Plantschen und einem gemeinsamen Abendessen wieder unspektakulär und sehr erholsam.
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