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07.12.2016 Von Hannover nach Hongkong

Heute wollen wir aufbrechen und zwar Richtung Osten. Ziemlich weit sogar. So weit östlich nämlich, wie wir beide noch nicht gewesen sind!

Ich erinnere mich sehr gut an meinen Flug nach Bangkok vor ein paar Jahren als es nach Koh Samui ging – und wie ich damals dachte „Man gut, dass wir nicht nach Hongkong fliegen, das wäre ja NOCH weiter gewesen“!…. – Nun ja.

Jetzt aber ist es soweit und ich fühle mich bereit (*räusper*) „NOCH weiter“ zu fliegen…

Unser Ziel ist Hong Kong, eine der weltweit führenden Messestädte; auf der vorigen Seite hatte ich schon ein paar Worte zu der Stadt verloren.

Es kann also losgehen!

15Uhr: Abfahrt vom heimischen Gehöft

Mein lieber Mann Philipp bringt uns nach Hannover zum Flughafen.

16.30Uhr: Befremdlich

Wir haben eingecheckt und Pass- sowie Sicherheitskontrollen hinter uns gebracht. Letztere sind ungewöhnlich intensiv, das kenne ich nicht einmal von USA-Flügen so. Das verringert meinen sehr großen Respekt vor dem Aufenthalt in Istanbul nicht wirklich.

Wir warten am Gate in erster Linie mit Türken – was ja zu erwarten gewesen war, angesichts der Tatsache, dass wir mit Turkish Airlines [!KEINE WERBUNG!] fliegen. Aber es ist schon etwas befremdlich dort zu sitzen und die Mitreisenden sind gehüllt in Gewänder, beten viel und reisen mit Plastiktüten als Handgepäck. Da ist für mich ja schon exotisch – eben nicht westlich.

17.50Uhr: Beeindruckend

Wir sind überpünktlich gestartet, haben frei gebliebene Exit Seats ergattert und der Koch hat tatsächlich eine Kochmütze auf, wie in der Werbung, und arbeitet mit den Stewardessen und Stewarts mit. Ob er nun wirklich unsere Mahlzeiten zubereitet hat, ist immer noch die Frage, die ich spontan mit Nee beantworten würde, aber das ist eigentlich auch egal.

Wir rechnen mit vier Flugstunden und sind erstaunt, wo wir wohl landen, als es, nach nicht einmal zwei Stunden, schon heißt, dass wir gleich landen wollen. Ab hier dauert es aber tatsächlich noch eine geschlagene Stunde bis wir endlich aufsetzen – und zwar mit der eindeutigen Vermutung, dass der Pilot heute seine Landepremiere hat…

Ortszeit 23Uhr: Auf türkischem Grund und Boden

Wir befinden uns im Transitbereich für unseren Anschlussflug. Hier gibt es einen sehr kleinen Duty Free Shop, eine nicht so hübsche, alkohollastige Bar für die Süchtigen und ein „Eat & Go“, das sich mit seinem Namen vermutlich von selbst erklärt.

Mehr ist hier nicht zu sehen, ich komme nicht mal ins WLAN, also starren wir einfach auf die Anzeigetafel in der Hofffnung, dass unser Gate demnächst bekannt gegeben wird und ich beschäftige mich ein bisschen mit meinem Laptop.

Bemerkenswert

Was mich hier definitiv beeindruckt und zwar nicht unbedingt im positiven Sinne, ist dass ich mir das hier alles deutlich größer und moderner vorgestellt habe, aber mir ist klar, dass der Atatürk Flughafen ja noch viel, viel riesiger ist und ich nur einen winzigen Bruchteil davon sehe.

Darüber hinaus befremden mich die vielen älteren, vermutlich arabischen Ladies in ihren weißen Verhüllungen, die natürlich alle zeitgleich mit mir die überaus veralteten, ok verdreckten (!), WCs aufsuchen. Aber auch das ist natürlich keine Überraschung, denn Istanbul ist nun mal DAS Drehkreuz zwischen Europa und dem Nahen Osten.

Viel schlimmer finde ich den ein oder anderen westlichen, bauchfreien Herren hier. Können deren Frauen denen nicht mal sagen, dass sie ihr Shirt mal ein, zwei, drei Nummern größer kaufen sollten?

Das nächste Highlight ist ein Herr, der neben mir seine Plastiktüte mit einem Karton parkt, direkt daneben sein Handy in die Steckdose steckt und dann verschwindet… Nicht cool! So misstrauisch ist man schon! Als wir gerade unseren Sitzplatz wechseln wollen, kommt er aus dem Duty Free zurück und verschwindet mit Tüte und Handy.

Mitternacht in der Türkei

Zu Hause ist es erst 22Uhr und mein Schatz ist heute Abend auf einem Geburtstag, auf dem ich auch gerade mit einem Glühwein am Feuerkorb stehen könnte. Das wäre hier auch mal eine Maßnahme, denn ist einfach nur bitterlich kalt.

Finally: Abflug nach Hong Kong

Ich glaube wir starten pünktlich um 02.25Uhr. Die erste Stunde verfliegt tatsächlich, denn es gibt fast direkt nach dem Start Getränke und etwas zu essen.

Die nächsten zwei Stunden schlafen wir, dann ist es Zeit für ein wenig Bewegung und Stretching, wieder geht ein Stündchen ins Land.

Bis zweieinhalb Stunden vor Landung schlafen wir mehr oder weniger durch aber es ist unsagbar kalt in dieser Maschine!

Dann gibt es noch Frühstück, etwas Musik auf die Ohren, ein Buch, ein Nickerchen und nach (gefühlten?) 33 Runden über Hongkong, landen wir endlich.

Der Tag in Bildern – zum Durchklicken:

Die nächsten zwei Stunden schlafen wir...

08.12.2016 Ankunft in Hongkong

Here we go!

Ich bin ganz gespannt auf Hong Kong, auf die Chinesen, auf das Essen, auf das Drum Herum und wie wir uns mit dem Bargeld hier schlagen werden!

Offizielle Währung ist der Hong Kong Dollar (HKD). Normalerweise halte ich mich in Euro-Gebieten auf bzw. mit dem US-Dollar kann ich auch gut umgehen. Mal sehen wir es hier wird mit dem vielen Rumrechnen und dem exotischen Bargeld…

Das nächste was ich super spannend finde ist die Sprache! 88% der Bevölkerung hier spricht Kantonesisch. Seit der Wiedervereinigung 1997 nimmt die Zahl der Menschen, die auch Mandarin sprechen, stetig zu. Aber wir haben Glück – wir brauchten vorher keinen Volkshochschulkurs in Kantonesisch oder Mandarin, denn in Hong Kong werden vor allem in Politik und Wirtschaft sowie für die Touristen Englisch gesprochen, mitunter auch weitere europäische Sprachen!

Hong Kong International Airport

Kein Vergleich zu Istabul. Alles sehr groß, sehr hell, sehr modern, sehr sauber, sehr freundlich, sehr zügig, egal ob Shuttle Train, Geld wechseln, Immigration, Koffer, WCs oder Shuttle zum Hotel. Und das ganze garniert mit kostenfreiem, funktionierenden WLAN.

19 Uhr: Abfahrt zum Metropark Hotel Kowloon [!KEINE WERBUNG!]

Der vorab gebuchte Transfer ist mit umgerechnet etwa 30€/2 Personen preislich attraktiv im Vergleich zu den Alternativen, wir bekommen gratis Wasserflaschen, Stadtpläne und Infomaterial und sitzen nach wenigen Minuten im Bus. Nach ca. einer Dreiviertel Stunde erreichen wir unser Hotel, das dritte auf der Route des Busfahrers.

Check In Metropark Hotel Kowloon[!KEINE WERBUNG!]

Das Hotel nehmen wir im Dunkeln nicht sonderlich wahr aber der Check in an der Rezeption in der 1. Etage ist freundlich und flott und unser Zimmer renoviert, modern und gut ausgestattet.

Den Ausblick und die Umgebung wollen wir morgen erst wirklich beurteilen aber Papa´s kurzer Spaziergang um den Block klingt schon ganz vielversprechend, wenigstens was unsere Verpflegung betrifft.

Ich freue mich, entgegen der Ausschreibung, dann doch kostenloses und einwandfreies WLAN auf dem Zimmer zu haben.

22 Uhr: Schlafenszeit

Der Tag war lang genug. Genau genommen dauert er jetzt schon 30 Stunden, der Schlaf im Flieger zählt einfach nicht.

Komm mit! Es geht weiter mit Hongkong Island!