Bali 2019

14.11.-21.11.2019

„Es gibt nur zwei Weisen, die Welt zu betrachten:
Entweder glaubt man, dass nichts auf der Welt ein Wunder sei,
oder aber, dass es nichts als Wunder gibt.

-Albert Einstein-

Besakih Tempel

Bali ist verschwunden

Drei Monate nach Bali sitze ich zu Hause und stelle fest: Mein während und nach der Reise sehr sorgfältig recherchierter und ausschweifend formulierter Text über Bali ist … WEG!!!

Aber… Wundert es mich? Bringt es mich zum Schreien? Raste ich förmlich aus? Innerlich sicherlich. Schließlich hat er mich viele Stunden Zeit und Mühe gekostet… Äußerlich – fliegt aber tatsächlich nichts durch den Raum oder vom Schreibtisch, zerbreche ich auch keinen Bleistift oder tue sonst irgendetwas, das mir in dieser Situation normalerweise eventuell passieren könnte…

Im Grunde kann ich nur mit den Schultern zucken und mit dem Kopf schütteln – denn irgendwie passt das zu Bali und mir…

Singapur´s Klimaanlagen habe mich geschwächt...

Anna und Asien

So sehr viele Ziele in Asien reizten mich bisher bekanntlich nicht. Meine Stippvisite in Thailand 2012 war ganz nett. Die Woche in Hongkong 2016 dann war überragend schön. Aber was sollte mich auf Bali schon groß erwarten?

Bali steht ja für Yoga, Surfen und Tempel-Gucken. Für tropische Strände, Vulkane und Reisfelder. Und für so einiges mehr. Schmackhaft gemacht wurde mir das alles damals in der Berufsschule. Und dann nach und nach immer wieder von zahlreichen heimkehrenden Urlaubern. Also, klar: Wenn Asien, dann Bali! Wird schon schön werden!

Mit der Luftfeuchtigkeit würde es natürlich nicht unbedingt besser werden als die vergangene Woche in Singapur. 90% sind normal. Bei durchschnittlichen 28 Grad (eher mehr). Aber that´s Life Südostasien! Ich würde mich damit arrangieren!

Ganztags-Ausflug Bali´s Westen

Bali Fakten

Die indonesische Insel, gerade mal so groß wie das Saarland (nämlich etwa 150km lang und 80km breit), ist überaus beliebt und nicht erst seit Julia Robert´s „Eat Pray Love“ ein Begriff!

Sie hat 4,5 Millionen Einwohner, davon leben 80% auf dem Land, dazu kommen aber auch 4 Millionen Touristen im Jahr. Das muss man sich mal vorstellen! Nun – Dieses Mal waren Philipp und ich zwei (Lang-)Nasen davon!

Im Westen befindet sich der „Ballermann“ von Bali. In den Hochburgen des Massentourismus von Kuta, aber auch Legian und Seminyak, feiern insbesondere die Australier, für die der Weg hier her nicht allzu weit ist, aber auch Europäer, bis der Arzt kommt! Insbesondere Surfer kommen hier auf ihre Kosten, denn die trotz allem wunderschöne Küste bietet optimale Wellen! Natürlich kann man hier auch günstig shoppen gehen. Aber unterm Strich war nichts klarer, als dass dies nicht unsere bevorzugte Lage für unseren Aufenthalt auf Bali sein würde.

DER Tempel auf Bali schlechthin ist der Besakih Tempel, auch Muttertempel genannt, am Agung-Vulkan, der mit 3142m der höchste Berg von Bali, also an sich schon eine Attraktion. Das würden wir dann schon sehen wollen! Und natürlich noch nebenbei ein paar andere Tempel, Reisterrassen, usw.

Die Hauptstadt Denpasar, wo sich auch der Flughafen befindet, soll wenig sehenswert weil wohl dreckig, stinkend und laut sein. Die wollten wir uns also nicht ansehen und werden somit auch nicht herausfinden, ob diese Angaben stimmen.

Beim Tirta Empul Tempel

Unsere Bleibe auf Bali

Die Region Nusa Dua/Benoa befindet sich im Südosten der Insel, Anfang der 70er ist diese Touristenregion entstanden und heute noch eine der beliebtesten. Auch wir sind hier auf unserer unendlichen Suche nach einem schicken Bali-Hotel fündig geworden.

Aktuelle Gedanken

So langsam kommen die Erinnerungen zurück an meinen ehemaligen Text und ich werde doch zunehmend aggressiver. Ein ganzes Vierteljahr nach dieser Reise soll ich mich, mehr oder minder detailliert, an alles erinnern? Aber wozu habe ich denn sonst meine Texte? Sie erinnern mich doch immer an alles was war. Zusammen mit den vielen schönen Fotos, die mir ebenfalls halbwegs abhandengekommen sind, die ich aber zum Glück noch auf der Kamera habe, also einfach „nur“ noch einmal komplett erneut bearbeiten muss weil die bearbeiteten (zusammen mit meinen Texten) auf der Festplatte des kaputt gegangenen Laptops verschollen sind…

Soll das etwa Bali´s Art und Weise sein, aus mir doch noch eine in sich ruhende Person im Sinne von Zen, Meditation und Yoga zu machen? Dass ich das hier und jetzt auf die harte Tour lerne? Weil ich auf Bali nichts davon gemacht, mich nicht selbst gesucht oder gefunden, sondern eigentlich fast nur am Pool gelegen und gelesen habe?

Ja das stimmt… Wenn ich an Bali denke, denke ich in erster Linie an unser ziemlich exklusives Hotel und dessen traumhaft schönen Pool. Das erstaunt umso mehr, bedenkt man, dass ich sonst keine halbe Stunde tatenlos herum liegen mag. Auf Bali gelang mir das aber sehr wohl. Buch und Liege, ab und zu kurz in den Pool, im Zweifel sogar mit Buch, oder mal eben ein Käffchen von der Poolbar an die Liege gebracht. – Ja, DAS war mein BALI!

Und auch von der Insel habe ich wirklich nicht viel gesehen… Das bin normalerweise so überhaupt nicht ich! Aber es hat sich einfach so ergeben!

Den „Muttertempel“ konnten wir durchaus abhaken aber ansonsten war ich erkältet oder einfach von der Hitze zu erschöpft und zu unmotiviert, immerhin haben wir in Singapur die Woche zuvor auch ein Mammutprogramm abgespult, wenngleich dieses ein sehr schönes Mammutprogramm gewesen war. Irgendwann macht man bei diesem Klima eben schlapp.

Nun. Ich erinnere mich also nach und nach an meinen verschwundenen Text. Weiß, dass ich, auch wenn Eigenlob stinkt, endlich einmal viele Gedankengänge, auf fesselnde Art und Weise zu lesen, niedergeschrieben und natürlich auch Tag für Tag dargestellt habe, ohne allerdings am Ende einmal das Gefühl gehabt zu haben, schon wieder viel zu viel geschrieben zu haben, wie ich es genau jetzt schon wieder tue. Ich war tatsächlich ausnahmsweise einmal völlig rundum zufrieden mit meinem Text. Und ausgerechnet dieser ist nun verschwunden? Unweigerlich kommt da die Frage nach dem WARUM in mir auf. Ich werde darüber vermutlich den Rest des Sonntages (oder des Monats… oder des Jahres…) sinnieren…

Beim Tirta Empul Tempel

Es hilft nichts…

Ich habe absolut gar keine Notizen mehr zu Bali, weder im Handy noch in meinen E-Mails, wo ich unterwegs auch gern mal einen schnellen Gedanken speichere – einfach nirgends! Und ich kann mich definitiv nicht an jeden einzelnen Tag erinnern. Ich muss also improvisieren! Dies wird ein Reisebericht völlig anderer Art und ich werde eines Tages auch einen Sinn darin erkennen, warum das so kommen sollte, da bin ich mir nicht ganz sicher!

Fangen wir an…

Ich weiß noch auswendig, dass ich am Tag unserer Abreise von Singapur nach Bali mit denselben grausamen Kopfschmerzen aufwachte, mit denen ich am Abend zuvor bereits zu Bett gegangen war, als ich eigentlich gerade versuchte, meinen Koffer zu packen.

Die Hoffnung, am nächsten Morgen ohne Migräne weiter packen zu können, starb also schnell. Ich musste da durch und verließ kurz darauf unser Zimmer Richtung Starbucks [!KEINE WERBUNG!]. Philipp konnte somit packen, ohne mich oder ich ihn zu stören. Wider besseren Wissens schnappte ich mir also mein Geld, Buch und Kopfschmerztabletten und watschelte los. Watscheln ist angesichts der Flip Flops, die in diesem Urlaub an meinen Füßen fest gewachsen schienen, ein sehr passender Eindruck. Und so watschelte ich in den nächsten Starbucks [!KEINE WERBUNG!] hinein und geraume Zeit später tatsächlich ziemlich happy wieder hinaus! Denn: Viel Ibu, viel Kaffee, viel Weihnachtsmusik und viel Klimaanlage wirkten sich tatsächlich positiv auf meinen Schädel aus. Ich konnte früher oder später sogar noch etwas lesen und am Handy daddeln, sodass ich mich völlig in meine Umgebung angepasst fühlte.

Aufbruch nach Bali

14.11.19 Airport Singapore

Von unserem Hotel in Singapur zum Flughafen kamen wir trotz unseren vielen Gepäcks sehr gut mit der MRT, der Metro, die uns in Singapur sowieso schon sehr viel und sehr zuverlässig transportiert hatte. Die aufladbaren MRT-Tickets konnten wir dann sogar am Flughafen wieder abgeben und uns das noch darauf vorhandene Guthaben wieder auszahlen lassen. Den Flughafen Singapur würden wir in einer Woche noch einmal kurz besuchen, wenn wir von Bali nach München umsteigen, aber an diesem Tag war es nun erstmal unser Abschied von Singapur und Vorfreude auf eine Woche auf Bali. Obwohl sich die Vorfreude auch irgendwie in Grenzen hielt, schließlich konnte es absolut nicht mehr besser werden als in Singapur, wir hatten uns in diese Stadt schließlich absolut schockverliebt und bedauern seither, dass sie sich in der für uns irgendwie falschen Himmelsrichtung befindet und natürlich auch viel zu weit weg…

In Singapur geht man zuerst einchecken und den Koffer abgeben, allerdings komplett nur per Automaten, dann durch die Passkontrolle (als Deutscher jedoch eher an einem personenbesetzten Schalter weil die deutschen Pässe bei den Automaten in der Regel Schwierigkeiten machen, wie uns ein Mitarbeiter sagte) und zuletzt (!) zu den Sicherheitskontrollen, die hier erst direkt am Gate stattfinden! Bis dahin verbrachten wir die Wartezeit bei mittelmäßiger Pizza, suchten die schicken, modernen WCs auf, die das einzig schicke und moderne am Flughafen Singapur für mich darstellten, und dann war es aber auch sehr bald soweit. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die Zeit am Flughafen vergehen kann, egal wie früh man da ist!

Ankunft Bali

Der Flug hatte bloß zwei Stunden noch was gedauert, umso länger standen wir dann aber an der indonesischen Immigration an. Auch das meisterten wir dann, ebenso die folgenden weiten Wege zu Fuß, bis wir schlussendlich unseren Transfer fanden und ohne weitere Gäste sofort und direkt zu unserem Hotel gefahren wurden. Es ist selten schön, irgendwo im Dunkeln anzukommen und auch auf Bali war es nun bereits Abend und wir konnten nicht viel sehen bis auf Motorroller vor, hinter und neben unserem Transfergefährt.

Am Hotel angekommen, lernten wir, dass man die dortige Schranke nicht passieren kann ohne eine Kontrolle des Autos durch die Wachmänner. Mit Spiegeln wird unter das Auto geschaut, einen Blick in den Kofferraum geworfen. Für mich beruhigend weil sie Gefahren abwenden wollen, für Philipp beunruhigend weil das eben genau auf Gefahren hindeutet… Dann der Check in: Er verlief etwas holprig. Wir kamen mit gebuchter Halbpension und erwarteten Frühstück und Abendessen, man war sich hier aber nicht sicher ob es sich nicht eher um Frühstück und Mittagessen handelt. Keine Stunde später war das Problem zu unserer Zufriedenheit gelöst, wie ein unter der Zimmertür durchgeschobenes Schreiben verriet. Gut so, denn ich hätte wirklich nicht Frühstück und Mittagessen haben möchten, tagsüber braucht man bei diesem Klima einfach nichts zwischen die Kiemen, wenn man gefrühstückt hat!

Unser schönes Zimmer

Unser Hotel: Das Holiday Inn Resort Bali Benoa [!KEINE WERBUNG!]

Am nächsten Morgen bei Tageslicht inspizierten wir unser Hotel genauer! Unser großes Zimmer gefiel uns schon sehr gut, alles schien sauber und ordentlich und wir ignorierten die Tatsache, dass entgegen unserer Wünsche und der Auskünfte des Hotels, keine vernünftige Badezimmertür vorhanden war sondern es nur Milchglas gab, selbst für die Dusche zum Zimmer hin. Egal. Uns gefiel alles andere an unserem Zimmer dafür sehr!

Aber auch der Rest des ganzen Hotels entsprach unseren Träumen. Helle große Lobby, alles sehr offen gestaltet, viel Holz und Stein, reichlich Poolliegen, vor allem viel Pool. Reichhaltiges Frühstücksbuffet. Nur kein besonders schöner Strand, was zu erwarten gewesen war bei einer Region, die Ebbe und Flut hat. Da werden viele Algen angespült und die bleiben liegen. Aber auch der Lärmpegel hier am Strand spülte uns selbst eher an den Pool, wo wir liegen blieben… Denn die Mischung aus lauter Musik und Jetskilärm und -gestank war nicht besonders urlaubshaft…

Freitag: Der erste Tag also

Es war ein Freitag und ich wachte kränklich auf. Es war nur eine Frage der Zeit gewesen wann sich die vielen Klimaanlagen in den Flugzeugen und vor allem in Singapur bei mir bemerkbar machen würden. Der ewige Wechsel zwischen tropischen Außen- und arktischen Innentemperaturen musste ja seine Spuren hinterlassen…

Die Bali-Woche über litt ich dann also durchgehend, mal mehr, mal weniger, unter diversen leichten bis mittleren Erkältungssymptomen, was mich nicht davon abhielt, viel Zeit am und im Pool zu verbringen, sehr wohl aber davon, viele Tagesausflüge und Massagen zu buchen! Fluch und Segen zugleich also!

An diesem ersten Tag hatten wir aber sogar auch einen Termin! Das war am Vormittag mit der Reiseleitung. Wir wurden ein bisschen über die Insel informiert, erhielten Tipps zu Themen wie Geld wechseln, Trinkgeld geben, etc. Und begingen dann unseren ersten Pooltag.

♥ Pool ♥

Samstag: Tagesausflug Bali´s Osten

Bereits in Deutschland vorab gebucht hatten wir den heutigen Tagesausflug und so konnte mich nichts davon abhalten, heute auch entsprechend auf Tour zu gehen. Glücklicherweise war dies ein Tag an dem es mir verhältnismäßig gut ging, jedoch strengte der Tag mich trotzdem tierisch an und mir wurde schnell klar, dass es bei diesem einen Ausflug auf der Insel sehr wahrscheinlich bleiben würde… Der Ausflug gefiel uns trotzdem sehr gut! Wir hatten einen Fahrer, dazu einen deutsch sprachigen Guide und es waren keine weiteren Teilnehmer dabei. Wir lernten viel über Bali. Jede Frage konnte uns unser Guide beantworten.

Der erste Stopp war eine Holzschnitzerei. Wir bekamen dort ein paar Infos über das Handwerk und wurden dann natürlich durch den riesigen Souvenirshop, getarnt als „Museum“, geschleust. Hier bestand die erste Hürde des Tages bereits darin, ohne einen Kauf wieder hinaus zu gehen. Denn nichts gefiel uns so gut, dass wir es hätten haben wollen, schließlich muss es einem zu Hause ja auch noch gefallen und irgendwie nützlich oder dekorativ sein und zum Rest der Wohnung passen… Zudem fanden wir die Preise nicht besonders attraktiv, wenngleich man sowieso noch Handeln sollte, was aber erst Recht nicht unser Ding ist! Irgendwann trauten wir uns dann aber ohne Einkauf hinaus und es ging weiter.

An einer Kaffeefarm waren wir zur Kaffee- und Teeprobe geladen. Das war sehr lecker aber auch sehr ungemütlich weil man nicht viel Zeit für uns hatte… Außerdem gab es dort recht viele Mücken und wir waren nebenbei zu beschäftigt mit unseren Mückensprays, die wir immer mit uns herum schleppten aus Sorge vor Malaria und Co. Auch wenn diese auf Bali kaum vertreten sein soll und die malaria-infizierten Mücken nur zu bestimmten Zeiten stechen, so gibt es auch tagaktive Mücken, die Krankheiten übertragen können. So wurde die Woche auf Bali ein einziges Bad in Mückenspray, abwechselnd mit einem in Sonnenmilch.

Der Pura Tirta Empul, der Wassertempel, war dann unser erster balinesischer Tempel! Er ist berühmt für seine heilenden Wasserquellen, an denen Zeremonien abgehalten werden, an denen auch Touristen teilnehmen dürfen. Unser Guide zahlte eine geringe Eintrittsgebühr für uns und erhielt für uns geliehene Sarongs, ohne die man keinen Zutritt erlangt. Die Beine also umschlungen von bunten Tüchern, machten wir uns auf den Weg zu den 15 Fontänen, aus denen das heilige Wasser rauscht! Unzählige Gläubige wuschen sich dort. Es waren aber auch etliche westliche Touristen unter ihnen, denn es ist jedem möglich, hier mitzumachen, solange er sich von einem Einheimischen einweisen lässt, denn diese Waschungen und Rituale sind exakt vorgegeben, angefangen bei dem Abstellen eines kleinen Opferschälchens, bevor die Badezeremonie selbst überhaupt beginnt.

Mir hat es hier sehr gut gefallen, wir haben definitiv einen ersten Eindruck gewonnen aber meiner wurde anschließend leider absolut getrübt als wir das Gelände über die Souvenirstandgassen verließen. Schon klar, dass der Guide uns hier entlang führen muss aber die Verkäuferinnen begrabschten mich, zerrten an mir, redeten auf mich ein, ich habe mich noch nirgends auf Reisen, oder generell, bisher so „angegriffen“ gefühlt.

Die Mittagspause machten wir an einem Buffet mit Aussicht, kann man so sagen. Letztere war aber mehrfach schöner als das Essen. Ich fand es kulinarisch grausam, Philipp hingegen super (…)! So unterschiedlich kann man das sehen. Zwar gefiel mir die Einrichtung hier und die Aussicht auf den Mount und Lake Batur sowieso, aber ich war vielleicht zu negativ beeinflusst von dem fürchterlichen WC-Besuch in diesem Restaurant bevor ich ans Buffet ging…

Kulinarisch leider Massen-Matsche

Danach wartete dann das Highlight des Tages auf uns! Der besagte Besakih Tempel, der bedeutendste Tempel von Bali! Genau genommen ein riesiger Tempel-Komplex! Terrassenförmig angelegt. Und die meisten Bereiche sind uns Touristen auch gar nicht zugänglich – aber schön war es trotzdem! Jedenfalls abgesehen von den völlig überteuerten Sarongs, die wir hier sogar käuflich erwerben mussten. Wir haben die hässlichsten weil billigsten Exemplare genommen und selbst die fand ich für indonesische Verhältnisse noch sehr teuer.

Der Tempel selbst ist mehr als tausend Jahre alt und wird ständig erweitert. Für uns ging es zahlreiche Treppen hinauf und hinab, sodass wir hier und da Einblicke erhaschen konnten in die Bereiche, die nur den Gläubigen zugänglich sind. Überall waren Zeremonien im Gange. Auf dem höchsten Punkt der Anlage hat man auch einen schönen Ausblick! Insgesamt lohnt der Besuch hier wirklich!

Der letzte Stopp des Tages war die Gerichtshalle in Klungkung mit ihren Deckenmalereien: unspektakulär weil eigentlich nur ein kleiner Pavillion mit bunt verzierter Decke. Es war natürlich nett, sich hier im Garten noch einmal kurz die Füße zu vertreten vor der langen Rückfahrt aber insgesamt gab es hier nicht viel zu bestaunen und die WCs waren ein weiterer Tiefpunkt des Tages!

Dienstag: Ein Tag in Kuta

Nachdem klar war, dass wir keinen weiteren geführten Tagesausflug unternehmen würden weil es einfach zu anstrengend gewesen war in „Bali´s Osten“, beschlossen wir, dass wir wenigstens mit dem Taxi noch eine Tour in „Bali´s Westen“ unternehmen würden. Und die Wahl fiel eindeutig auf Kuta, denn ich wollte einfach gerne sehen wie es dort ist, und ganz nebenbei waren wir scharf auf das dortige Bali Hard Rock Café [!KEINE WERBUNG!].

Mit dem Bluebird Taxi [!KEINE WERBUNG!], dem einzigen Unternehmen, mit dem man hier auch fahren sollte (weil halbwegs vernünftige Autos, Fahrer mit Führerschein und sogar Taxifahrer-Lizenz), machten wir uns also eines Tages noch auf nach:

Kuta – erschlug uns dann förmlich , und das in der Nebensaison! Eigentlich war es für Kuta-Verhältnisse wahrscheinlich noch ruhig. Aber uns war selbst das schon zu viel! Hotels und Shopping ohne Ende. Über die Straße kam man kaum, so viel Verkehr herrschte! Der Strand war auch nicht der Schönste, den wir bisher gesehen hatten. Nein, danke Kuta!

Trotzdem verbrachten wir einen sehr schönen Tag in der klimatisierten Shopping Mall, insbesondere bei H&M [!KEINE WERBUNG!], Starbucks [!KEINE WERBUNG!], im American Candy Shop [!KEINE WERBUNG!] und mit Grußkarten-Einkäufen! Nach einem Stopp im Hard Rock Shop [!KEINE WERBUNG!] ging es dann im Bluebird [!KEINE WERBUNG!] wieder zurück. Dankbar stiegen wir in der Ruhe unseres Ferienortes, weit weg von Kuta, wieder aus dem Auto!

Bali Hard Rock Café

Und sonst?

Die Tage plätscherten so dahin… Eine Woche ist ja nun mal auch nicht sehr viel. Wir liebten unseren Pool über alles, waren eigentlich nie wirklich am Strand. Service und auch Essen waren ganz großes Kino! Wahrlich ein Hotel zum Verlieben also!

Der Insel an sich wurden wir so sicherlich nicht gerecht aber gefallen hat es uns trotzdem. Freundliche Menschen, ein paar Sehenswürdigkeiten und Sonne, Sonne, Sonne! So (faul) habe ich wirklich noch nie Urlaub gemacht, schon gar nicht in der Ferne, aber irgendwann ist immer das erste Mal!

BALI in Bildern – zum Durchklicken:

Man kommt nicht in alle Tempelbereiche hinein.

Donnerstag: Heimreise

Der Transfer zum Flughafen Denpasar erfolgte dieses Mal nicht alleine sondern wir wurden in einem Kleinbus aus den umliegenden Hotels zusammen gesammelt und dann durch die Roller- und Moped-Karawanen zum Airport gebracht. Dort war es ein bisschen turbulent und wir mussten auch sehr lange anstehen bevor wir noch versuchten, im Snack Shop unsere letzten Rupiah loszuwerden…

Wir flogen ein letztes Mal auf dieser Reise mit Singapore Airlines [!KEINE WERBUNG!], leider nur bis Singapur, wo uns ein hektisches Umsteigen (weil nur eine Stunde Zeit) und die Lufthansa-Maschine [!KEINE WERBUNG!] nach München erwarteten.

Freitag

Der Flug von München nach Hannover war dann nur noch ein Hopser, quasi eine „Busfahrt“ in den Sonnenaufgang…  ♥