St. Augustine

Florida 2004

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Zurück am Atlantik: St. Augustine – Daytona Beach – West Palm Beach

17. Oktober 2004

Dieser Tag entsprach zunächst keinesfalls unseren Erwartungen. Keiner unserer Pläne ging auf. Und dennoch wurde er einer der schönsten Tage des Urlaubs!

Wir hatten uns vorgenommen nach Ocala zu fahren, (ich) in der Hoffnung, eines der Vollblutgestüte besichtigen zu können. Danach würden wir schon sehen wohin es uns verschlägt. Ohne vorgebuchte Unterkünfte waren wir ja völlig flexibel.

Es kam völlig anders: Nach einem üppigen Umweg landeten wir zwar in Ocala, erfuhren dort aber, dass man in einem Land ohne Beschilderung und ohne perfektes Kartenmaterial, welches wir bis hierher glaubten zu haben, gar nicht erst in eine Stadt zu fahren braucht!

Folglich verwarfen wir unseren Plan gänzlich und passierten auf dem Weg nach St. Augustine unsere Insider Palatka und East Palatka!!

Florida 2004

St. Augustine hat Charme! Die Region wurde 1513 von einem spanischen Eroberer entdeckt, entsprechend steht hier das älteste Haus der USA. Aber abgesehen davon: Strand, Stadt und Umgebung ganz allgemein, ließen auf die kommenden Tage hoffen!

Wir unternahmen zuerst einmal einen kleinen Ausflug auf den Leuchtturm auf Anastasia Island, wo wir auch ein Zimmer gefunden hatten. Immerhin hatten wir von Orlando hier her mindestens zwei Stunden, eher mehr…, im Auto verbracht da war es durchaus an der Zeit, sich mal wieder etwas die Füße zu vertreten. 219 Stufen bis zur Aussicht boten da eine gute Gelegenheit…

Abends gab es ausnahmsweise mal kein Fast Food. Bei „Harry´s Seafood Bar & Grille“ [!keine Werbung!] direkt am „Scenic and Historic Coastal Byway“ speisten wir recht feudal mit Blick auf den Matanzas River und die imposante Bridge of Lions. St. Augustine wusste auf Anhieb zu begeistern!

Florida 2004

18. Oktober 2004

Unser „Anastasia Inn“ [!keine Werbung!] befand sich zwar nicht im historischen Downtown-Bereich von St. Augustine aber es waren trotzdem nur anderthalb Kilometer bis zum Castillo de San Marcos National Monument. Das alte sternenförmige Fort aus dem Jahr 1672 besteht aus weißem Kalkstein und diente den Spaniern als Schutz. Heute kann man das Nationaldenkmal besichtigen und genau das taten wir! Auch hat man einen tollen Blick auf die Stadt von dort.

Statt anschließend schon abzureisen, wie wir es geplant hatten, verlängerten wir eine Nacht in unserem Inn weil uns sowohl die Umgebung als auch das Zimmer so gut gefielen.

So hatten wir genügend Zeit, St. Augustine noch ein bisschen zu „erlaufen“ und unsere Zeit hier würde sich nicht nur auf das Lighthouse, ein bisschen Strand und das Fort beschränken.

Florida 2004

Besonders beeindruckten uns die oben schon erwähnte Bridge of Lions, die die Altstadt mit Anastasia Island verbindet, sowie das Flagler College. Henry Flagler, Eisenbahn-Magnat seiner Zeit, hat in St. Augustine großen Einfluss gehabt und dementsprechend Spuren hinterlassen, in diesem Fall ein paar prunkvolle Hotels an der King Street, die heute ein privates College für rund 2500 Studenten aus aller Welt beherbergen.

19. Oktober 2004

Zwischenstopp Daytona Beach

Heute trennten wir uns von unserem wunderschönen Inn und steuerten auf dem Weg nach Daytona Beach eine Mall nahe St. Augustine an, wo auch ich endlich einmal fündig werden durfte.

In Daytona selbst hielten wir uns aber nur kurz auf. Hauptsächlich traf man hier nämlich Harley-Fahrer weil gerade das „Biketoberfest“ stattfand. Und den Strand fanden wir, verglichen mit denen, die wir schon kannten, wenig attraktiv und die Umgebung auch als zu schlimm zerstört von dem vorangegangenen Hurrikan, sodass wir Daytona schnell wieder verließen.

Quelle: pixabay.com/User tsreptilien

Bei einem Zwischenstopp auf einer Insel nahe dem Kennedy Space Center folgten wir einem schön angelegten Spazierrundweg und begegneten u.a. Eichhörnchen, Schildkröten und einer schottischen Familie samt Vater Leo, der gerne mit uns plauderte…

Dadurch leicht im Zeitverzug, fuhren wir ausnahmsweise mal ein bisschen eiliger nach Cocoa – um dort… leider doch kein Motelzimmer mehr zu ergattern. Man hätte uns nur noch „…nicht das Hilton“ anbieten können und nach kurzer Besichtigung dieser unbeschreiblichen Absteige ging es ruck zuck zurück Richtung Norden, denn in Titusville hatten wir noch ein „Best Western“ [!keine Werbung!] auf dem Zettel.

Hier standen uns nicht nur PCs mit kostenlosem Internet (zu damaliger Zeit noch nicht selbstverständlich!!) sondern auch ein grandioser Pool zur Verfügung, welchen wir noch spät abends in völliger Dunkelheit nutzten während wir auf ein gigantisches, lautloses Gewitter viele Staaten weiter nördlich blicken konnten. Unvergesslich!!

Quelle: pixabay.com/User 12019

20. Oktober 2004

(West) Palm Beach

Und nun war schon der Tag gekommen, an dem es nach (West) Palm Beach ging und somit langsam aber sicher immer weiter Richtung Miami, was das Ende unserer Reise bedeutete…

Wir hatten aus dem Vortag gelernt und suchten uns daher so ziemlich sofort ein Zimmerchen. Traurigerweise hatten wir aber nur bei einer ganz bestimmten Motelkette Erfolg… Days Inn [!ganz sicher keine Werbung!] hatte uns schon in Sarasota etwas verschreckt aber wir hatten nicht wirklich eine Wahl. Immerhin hatten wir so schon mal die beiden Nächte für Palm Beach gesichert!

In (West) Palm Beach arbeiteten wir einfach mal strikt den Reiseführer durch, was uns unter anderem in eine Kirche brachte, aber auch in eine Library, an den Yachthafen, an den Strand und in die Mall. Einmal alles angekratzt. Das Meiste herausgeholt. Mein Highlight war ein Pipi Stopp in Palm Beach am The Breakers [!keine Werbung!], wo ich selbstbewusst hinein marschiert bin und die Keramikabteilung des Luxushotels bestaunt habe.

Florida 2004

Zusammenfassend kann man sagen, (West) Palm Beach bietet vor allem Palmen (oh, Wunder…), tropisches Flair, einige sehenswerte Ecken. Es handelt sich bei Palm Beach und West Palm Beach jedoch um zwei eigenständige Städte, getrennt durch den Atlantic Intracoastal Waterway, verbunden durch mehrere Brücken. Gerne werden beide Städte in einem Atemzug genannt oder als eine Stadt betrachtet, das stimmt aber nicht.

Auf jeden Fall kann man hier gut spazieren gehen und man kann es hier sehr gut aushalten!

Trotzdem!: Aus den geplanten zwei Nächten in unserem „Penthouse“ wurde nichts! Ich wollte einfach nicht länger in dieser Käferhochburg bleiben! Wir konnten die zweite Nacht glücklicherweise canceln.

Auf nach Miami >>>