Sete Cidades

Vista do Rei

Mittwoch, 8. Oktober 2025

Der Blick des Königs

11.30 Uhr. Wir erreichen das Monte Palace Hotel bzw. das was davon übrig geblieben ist. Das Gebäude steht seit 1990 verlassen da. Das 5 Sterne Hotel war nur rund anderthalb Jahre in Betrieb, dann wurde es aufgrund fehlender Gäste geschlossen und noch eine Zeit lang bewacht, um es vor Vandalismus zu schützen. Aber das hat man mit der Zeit aufgegeben und so steht es da und verfällt immer weiter… Das Betreten der Ruine ist eigentlich verboten, wird aber wohl geduldet, denn viele ignorieren die Schilder und finden einen Weg hinein und hinauf, um einen NOCH exklusiveren Blick über die Kraterseeen zu haben…

Monte Palace Hotelruine

Und wegen der sind wir hier! Vom Vista do Rei, dem „Blick des Königs“, wollen wir hinunter schauen auf den Grünen See (Lagoa Verde) und den Blauen See (Lagoa Azul) sowie den angrenzenden Ort Sete Cidades – dieser Blick, diese Region ist das absolute MUST SEE auf Sao Miguel – wer hier nicht gewesen ist, war nicht auf der Insel!

Vista do Rei

Wir parken unweit des Aussichtspunktes und neben dem Monte Palace Hotel, haben nur einen kurzen Fußweg und das große Glück, dass gerade nicht so furchtbar viele Menschen hier sind. Allerdings hat die Sonne es schwer, der Himmel ist voller Wolken und Nebel, sodass wir die gegenüberliegende Bergkette gar nicht erkennen können. Das ist sehr schade, denn eigentlich geht der Kraterrand einmal rundherum.

Vista do Rei

Ein Pärchen auf Mountainbikes kommt vorbei, das tut mir ein bisschen weh, denn das hatte ich wirklich unbedingt machen wollen: Sete Cidades und die Seeen auf dem E-Bike umrunden; und  auch den Lagoa Verde zu Fuß zu umrunden. Das sind Dinge, die gehen in diesem Urlaub einfach nicht! Ich versuche mich aber an dem zu erfreuen, was mir möglich ist, auch wenn das nicht viel ist. Aber widerum sicherlich mehr als mein Fuß-Arzt sich vorgestellt hat!

Unterwegs

Teepause in Sete Cidades

Nach einem kurzen Fotostopp am Miradouro da Lagoa de Santiago, der in erster Linie windig und nicht unbedingt spektakulär ist, nehmen wir um 12.20 Uhr in einem Teehaus Platz, das ich vorher rausgesucht hatte.

Miradouro da Lagoa de Santiago

Dort sind wir fast die ersten Gäste, der Service ist super und wir sitzen draußen ruhig und schattig. Heute ist der erste Tag, wo wir ein Jäckchen dabei haben und auch ab und zu anziehen. Es ist immer noch warm und hat eine hohe Luftfeuchtigkeit aber hier in der Gegend um Sete Cidades ist es verhältnismäßig windig und da wir beide noch mit Hals-Nase im Gange sind, werfen wir doch ab und an mal was über.

In dem Teehaus kann man auch essen. Und so bestellen wir nach und nach zwei Kännchen Tee, einen veganen Salat, einmal Thunfischsteak und für den Herrn Apfelkuchen und Galao. Wir bleiben anderthalb Stunden hier weil es sich einfach so nett sitzt. Es war sehr lecker und einfach eine runde Sache. Für mich mindestens so eine Perle wie das Restaurant in Furnas neulich.

Teehaus

Einen kleinen Stopp legen wir noch an der Brücke ein, die den Lagoa Verde vom Lagoa Azul trennt. Wir gehen einmal rüber, genießen die Aussichten, die Sonne und den leichten Wind – und Philipp geht dann auch wieder zurück, um das Auto zu holen und mich einzusammeln.

Die Sete Cidades Region in Bildern – zum Durchblättern:

Teehaus

Unweit von Sete Cidades: Farol und Ponta da Ferraria

14.20 Uhr. Hier hatten wir gar nicht her gewollt. Zum Leuchtturm von Ferraria. Aber er war ausgeschildert, wir sind kurz abgebogen und haben ein schnelles Foto gemacht – kann man machen, muss man wirklich nicht.

Mittwoch, 8. Oktober 2025

Wenige Minuten weiter unser eigentliches Ziel. Der Aussichtspunkt Ponta da Ferraria. Aus keinem bestimmten Grund – ich wollte nur gerne mal an die Westküste. Überhaupt an die Küste. Und hier ist es mächtig windig! Aber auch sonnig!

Die berühmten natürlichen Schwimmbecken von Ferraria besuchen wir nicht, aber wir können von hier aus das daneben befindliche Thermalbad erkennen. Der Weg hinunter ist momentan sowieso gesperrt wegen Steinschlag. Aber mit  Erkältungen und kaputtem Fuß hätte sich all das aber eh nicht angeboten.

Miradouro da Ilha Sabrina / Ponta da Ferraria