<<< Zurück zum ersten Tag in Harlem und Manhattan
Montag 9. März 2015
Heute schlafen wir aus. Was mich betrifft, endet die Nacht zwischen 6 und 7 Uhr…(Jetlag!) Wir daddeln aber noch etwas rum. Ich schreibe in erster Linie erste Postkarten und Emails. Wir frühstücken in aller Ruhe. Und irgendwann machen wir uns langsam startklar. Es tut ganz gut, den Tag langsam anzugehen.
10.30 Uhr. Wir sind auf dem Weg zum Flatiron Building, vor dem uns die U-Bahn direkt raus schmeißt. Warum ist dies unser erstes Ziel heute? Es ist mit Abstand eines der berühmtesten Gebäude der Stadt: Optisch erinnert es an ein Bügeleisen, daher hat es seinen Namen. Für uns ist es zwar nur ein Fotostopp, weil es ein reines Bürogebäude ist – aber von hier aus können wir anschließend ganz wunderbar zu Fuß zehn Blocks auf der Fifth Avenue Richtung Empire State Building schlendern.
Mit der Kamera am Anschlag und einem Caramel Macchiato auf der Faust, spazieren wir los…
Es geht vorbei am kleinen Madison Square, was ein grüner Park ist, der mit dem berühmten Madison Square Garden nicht viel zu tun hat, abgesehen von der Namensgleichheit. Er scheint unspektakulär zu sein… Es gibt hier WLAN und einen Hundeauslaufplatz, ansonsten wohl ein typische Ort für eine Mittagspause der Büroangestellten.
Die 5th Avenue ist breit, laut und voll. Viele Menschen, viele Busse, viele Taxis. New York pur. Viele moderne Geschäfte, verzierte Fassaden, ikonische Architektur.
Unser Ziel, das Empire State Building, ist neben der Brooklyn Bridge und der Freiheitsstatue so ziemlich DAS Wahrzeichen von NYC! Auch dieses Gebäude beherbergt überwiegend Büros, aber auch öffentlich zugängliche Bereiche, wie z.B. Restaurants und eine Aussichtsplattform. Wir wollen aber „nur mal da gewesen sein“. Oben auf dem ESB war ich schon beim letzten New York-Besuch in 2009. Außerdem waren wir gestern schon auf dem Top of the rock!
Weitere sechs Blocks Richtung Norden, gelangen wir zur NY Public Library. Die Kulisse unterwegs bleibt beeindruckend. Menschen eilen von irgendwo nach irgendwohin, mit oder ohne Coffee to go… Und Touristen, wie wir, bleiben stehen, um zu staunen und um Fotos zu machen…
Außerdem stoppen wir in diversen Gift Shops und an einem Walgreens [!keine Werbung!], wo wir mehr als fündig werden. NYC hat uns gepackt. Das Geld fließt durch unsere Hände, wie das Wasser die Niagarafälle hinab. So ist das hier. Nicht drüber nachdenken. Es ist New York!
L. und ihre Mama besuchen die NY Public Library, während ihr Papa und ich draußen warten. Auch von außen ist das Gebäude sehenswert: Breite Treppen führen zum Eingang mit seinen schweren Bronzetüren hinauf, flankiert von zwei steinernen Löwen. Das Gebäude selbst hat eine helle Marmorfassade und steht leicht erhöht über der Straße. Es wirkt ein bisschen wie ein antikes Bauwerk – hohe Säulen, riesige Fenster, kunstvolle Verzierungen in Stein.
Als L. und ihre Mama den Besuch beendet haben, spazieren wir auf der 43. Straße über 2 Kilometer weit nach Westen, über den Times Square, bis zum Hudson River. Es geht also quer durch Midtown, wo wir erst recht eine bunte NYC-Mischung erleben: Hotels, Restaurants, Cafés, Bürogebäude, Leuchtreklame, Lieferwagen und rund um den Time Square vor allem Touristen, Pendler, Händler, Straßenkünstler. Richtung Hudson wird es wieder etwas ruhiger, es folgen überwiegend Bürokomplexe, Lagerhäuser und ein kleines bisschen weniger Hektik, Hupen und Stimmengewirr.
14.30 Uhr. Am Pier 83 Midtown startet unsere Full Island Cruise rund um Manhattan. Zumindest theoretisch. Denn kaum sind wir los gefahren, eröffnet man uns, dass wir nicht wirklich rund um Manhattan fahren können, da der Harlem River im Norden gesperrt ist, über den wir vom East auf den Hudson River zurück wechseln würden.
Alternativ werden wir stattdessen den Hudson River runter und den East River ganz hinauf fahren, aber dann eben wieder umdrehen und denselben Weg zurück fahren. Ich weiß nicht, ob wir mit dem Harlem River etwas verpassen, oder sogar Glück haben, nochmal an den ganzen Sehenswürdigkeiten vorbei zu kommen. Aber wir können es eh nicht ändern.
Besonders schön ist es, an der Freiheitsstatue vorbei zu schippern. Denn diese werden wir nicht besuchen in diesem Urlaub. Das habe ich vor sechs Jahren schon gemacht und den anderen Dreien ist es nicht übertrieben wichtig, dort hinzukommen. Mein Tipp für dich: Der Besuch dort ist ganz schön, aber ich finde es irgendwie schöner, die Statue tatsächlich sehen zu können, als oben in ihrer Krone zu stehen…
Es ist ganz schön windig an Deck unseres Schiffes, aber zweieinhalb Stunden in der strahlenden Sonne zu sitzen, ist trotzdem herrlich: Es gibt Kommentare zu dem, was man sieht, und wir knipsen uns die Finger wund, da ein spektakuläres Skyline-Motiv das nächste jagt: Ellis Island mit dem historischen Einwanderermuseum, der Blick auf den modernen Financial District samt des neuen One World Trade Centers, die legendäre Brooklyn Bridge, die markante Manhattan Bridge, die imposante Williamsburg Bridge, das pulsierende Midtown und so vieles mehr…
Wir haben jetzt so viel von Wasser aus gesehen, dass wir beschließen, uns eine Fahrt mit der Staten Island Ferry zu sparen. Diese befördert jährlich um die 20 Millionen Passagiere, die von Manhattan nach Staten Island oder umgekehrt fahren möchten. Seit 1997 ist diese Fähre kostenlos, was sie nicht nur für Berufspendler sondern auch für Touristen interessant macht, denn der Blick auf die Skyline und die Freiheitsstatue unterwegs soll großartig sein! Aus Zeitgründen, soll es dieses Mal aber bei dieser einen Bootstour bleiben.
Wir gehen nach der Tour zu Fuß zurück zum Times Square und schließen das Kapitel Manhattan für heute ab. Wir fahren mit der Metro zurück nach Brooklyn, wo wir aus Preisgründen wohnen. Dieser Tage kann man in Brooklyn noch günstiger wohnen als in Manhattan, doch das wird sich in den kommenden Jahren noch gewaltig ändern…
Die Manhattan Cruise komplett in Bildern – zum Durchklicken:
Das östlich des East River gelegene Viertel Brooklyn geht auf eine Gründung holländischer Siedler zurück, die es „Breukelen“ nannten, wie einen Ort in der Nähe des niederländischen Utrecht. Und wir wohnen wir eigentlich ganz gut in unserem Holiday Inn Express [!keine Werbung!] in der Union Street.
Nachtrag: Keine zwei Jahre später, wird das Hotel kaum noch als ein solches geführt, sondern man beginnt, dieses nach und nach zu einer Notunterkunft für Obdachlose umzufunktionieren.
Gegen 19Uhr gehen wir rüber zu Dino´s BBQ [!keine Werbung!] und essen scharf aber sehr gut! Dazu trinke ich ein Brooklyn Lager und einen „beerigen“ Cocktail. Ein wahrlich würdiger Tagesabschluss!
Im Hotel widme ich mich noch meinem Laptop und schlafe dadurch erst nach Mitternacht (ziemlich erschöpft) ein.
Kommst du morgen mit nach SoHo, Chinatown und durch Brooklyn? >>>













