Caniço de Baixo

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Relax Sonntag im und ums Hotel herum

Sonntag, 24. November 2024

Fauler Vormittag

In den Augen meines Mannes haben wir gegen halb neun ausgeschlafen und können frühstücken gehen… Ich bin eigentlich noch gar nicht soweit aber es nützt nichts. Dabei ist das Wetter heute Morgen voll auf meiner Seite: Es stürmt und regnet stark, die Wellen peitschen nur so gen Küste.

Ich komme heute einfach nicht in die Gänge und möchte das auch gar nicht. Gestern hatten wir für heute noch die Wanderung zur Ostspitze der Insel angedacht weil ich die wirklich, wirklich gerne machen wollte, doch ich hab sie dann selbst wieder verworfen gehabt weil ich festgestellt habe, es sind sehr viel mehr Höhenmeter als ich würde absolvieren wollen. Deshalb haben wir heute noch so gar nichts vor.

Relax Sonntag im und ums Hotel herum

Der Plan ändert sich nach dem Frühstück aber schnell, denn mein Mann möchte seit Tagen gerne in ein Sportbekleidungsgeschäft und weil ich feststelle, dass es ganz in der Nähe eines gibt und hier sogar sonntags die Läden auf haben, nehmen wir das direkt in Angriff und verbinden es mit einem Dekoladen, einem Technikladen und einem Supermarkt, sodass auch ich noch eine Hose, ein Fitnessarmband und ein paar Mitbringsel ergattere!

Zu guter Letzt fahren wir zur Quinta Splendida [!keine Werbung!], einem Hotel in der Nähe, wo man gegen Gebühr den Hotelgarten besichtigen kann, die Pflanzenvielfalt soll sich lohnen. Wir wollen zunächst aber nur wissen wie groß die Anlage ist und ob es sehr steil rauf und runter geht, vielleicht kommen wir hier mit Schwiegereltern nachher oder morgen mal her… Die Auskünfte an der Rezeption sind jedoch leider wenig aufschlussreich, sodass wir nicht wirklich Infos im Gepäck haben, abgesehen von einem Lageplan, als wir zurück zum Hotel fahren.

Fauler Nachmittag

Relax Sonntag im und ums Hotel herum

Erstmal verabreden wir uns mit Schwiegereltern zum Mittagessen, wir haben uns heute noch gar nicht gesprochen. Danach geht jedoch jeder wieder seines Weges, Philipp in die Dampfsauna und zum Pool, während ich zunächst mit Kofferpacken anfange, und anschließend an der Meerespromenade spazieren gehe. Dort ist es herrlich, es regnet schon längst nicht mehr, die See ist aber weiter rau. Ich genieße die Sonne, einen Regenbogen und die spritzende Gischt der riesigen Wellen. Ich will nicht nach Hause übermorgen!

Abends essen wir wieder gemeinsam. An dieses tolle Buffet hat man sich viel zu schnell gewöhnt und man geht viel zu oft hin…

Relax Sonntag im und ums Hotel herum

Montag, 25. November 2024

Schleppender Start

Heute lässt mein Mann mich zum Glück ausschlafen. Dadurch nehmen wir unser Frühstück später ein als in den letzten Tagen. Ich habe das heute aber auch nötig und bin froh, dass wir hier so flexibel agieren können weil die Essenszeiten allesamt sehr großzügig bemessen sind.

Blumenpracht

11 Uhr. Wir haben uns spontan mit Schwiegereltern verabredet und treffen uns in der Lobby, um nochmal eine Tour zusammen zu unternehmen. Wir fahren zur wenige Minuten entfernten Quinta Splendida [!keine Werbung!], wo wir uns gestern schon vor Ort erkundigt haben. Es handelt sich eigentlich um ein Hotel aber den Hotelgarten kann man gegen 4 Euro Eintrittsgebühr auch als Nicht-Hotelgast besichtigen.

Botanischer Hotelgarten in der Quinta Splendida [!keine Werbung!]

Insgesamt bleiben wir hier fast zwei Stunden, denn es gibt so viel zu sehen, und nicht zuletzt auch eine nette Bar zum Pausieren. Der wunderschöne Garten ist wirklich ein bisschen wie ein kleiner botanischer Garten, nur ohne Beschilderung. Es gibt beinahe alle Arten von Blumen und Grünpflanzen zu sehen, die auf Madeira wachsen und zudem einen Kräuter- und Gemüsegarten, der schätzungsweise zur Bestückung der Hotelküche dient.

So langsam naht der Abschied

Gegen 13.30 Uhr kommen wir zurück zum Hotel. Philipp und ich gammeln eine Weile auf dem Zimmer, im Dampfbad und am Pool rum und ich telefoniere auch ein bisschen nach Hause.

Urlaub im Urlaub

18 Uhr. Unser letztes gemeinsames Abendessen steht an, ich bin mittlerweile schon ziemlich traurig, dass wir morgen abreisen. Aber das liegt vor allem daran weil ich die Insel (mit ihrem angenehmen Wetter und Licht) verlassen muss, nicht ausschließlich weil mir das Hotelessen fehlen wird. Das wird es zwar zunächst – aber letztlich ist es besser, mal wieder weniger zu essen…

Dienstag, 26. November 2024

Letzter Vormittag

08.30 Uhr. Zu viert nehmen wir unser letztes Frühstück im Hotel ein. Ich werde das köstliche Obst und die leckeren Churros vermissen, die einfach nirgendwo so gut schmecken wie hier in diesem Hotel! Sie sind einfach perfekt!

Letzter Morgen auf Madeira

Man sollte meinen, ich sei nun gut gestärkt um den finalen Kofferkampf auf mich zu nehmen, doch wir müssen zu zweit kräftig ziehen und drücken, um das Gepäckstück zu zu bekommen. So schwierig war es noch nie und es klappt auch nur weil ich einen Rucksack wieder rausnehme und in meinem Handgepäcksrucksack verstaue, was ebenfalls fast ein Ding der Unmöglichkeit darstellt. Tja, ich habe hier in den letzten zwei Wochen wohl doch das ein oder andere Souvenir erstanden…

Wir machen noch einen letzten kurzen Spaziergang am Meer um letzte Sonnenstrahlen einzufangen, denn zu Hause erwartet uns Novembergrau, Nass und Dunkelheit… Einer der vielen Momente, wo ich mich frage wie wir das nächstes Jahr schaffen sollen: Denn für 2025 haben wir das erste Mal seit langem keinen November-Urlaub eingeplant, das wird dann also ein sehr, sehr langer Winter werden…

Füße vertreten vorm Rückflug

Ich gehe noch mal duschen vor der langen Heimreise und dann checken wir gegen halb 12 aus. Schwiegereltern sitzen schon in der Lobby, in einer Stunde kommt ihr Bus zum Flughafen. Wir jedoch müssen noch unseren Mietwagen abgeben und fahren lieber schon mal ein bisschen früher los.

Abenteuer Auto

Das Navi macht es noch einmal richtig aufregend! Anstatt den uns bekannten Weg Richtung Flughafen zu wählen, hören wir auf unser Navi und fahren die abenteuerlichsten und steilsten Gassen des gesamten Urlaubs, um Caniço Richtung Airport zu verlassen. Damit hatten wir nicht noch mal gerechnet zum Ende hin, unsere Nerven sind maximal strapaziert, es sind -ungelogen- die stressigsten Minuten der vergangenen zwei Wochen!

Bye Bye Insel!

Das nächste Highlight ist die auf Maps gewählte „Tankstelle“ fast direkt am Flughafen. Sie entpuppt sich als Zapfsäule vor der Feuerwehr… Wir fahren die nächste Tankstelle an, zum Glück nicht weit entfernt, und dort tankt Philipp erfolgreich, denn wir müssen den Wagen voll abgeben.

Zum Glück wissen wir noch ungefähr wo wir den Wagen übernommen hatten, aber zur Einfahrt zu finden erfordert etwas Kreativität, denn das Navi ist hier keine Hilfe und Beschilderung für unseren (eigentlich namenhaften) Anbieter fehlt gänzlich!

Adeus Madeira!

Flughafen Madeira

All dies waren ein paar Ärgernisse zum Abschluss, aber letztendlich gebe ich den Wagen ohne weitere Probleme zurück, und wir tapern mit unserem Gepäck ins Flughafengebäude. Dort stehen wir nun als Erstes vorne am Schalter, der bald öffnen dürfte. Wenige Minuten nach uns treffen die Busse ein und die Massen stellen sich hinter uns an. Daraufhin öffnet auch der Schalter und wir sind schnell abgefertigt. Schwiegereltern folgen kurz darauf, sodass wir die Zeit bis zum Abflug gemeinsam und relativ in Ruhe verbringen können:

Wir müssen an der Sicherheitskontrolle fast nicht warten. Auf der Aussichtsterrasse sind wir ganz nah an den parkenden Flugzeugen und können startende Flugzeuge beobachten, ebenso wie unser ankommendes Flugzeug landen sehen. Und in einem der vielen „Restaurants“ nehmen wir Platz um noch etwas zu essen, der Tag ist noch lang…

Flughafen Madeira

Gegen 15.30 Uhr ist es dann soweit. Wir sitzen in der ersten Reihe. Wie schon letztes Mal beim Rückflug, wird ein Passagier vermisst, was unseren Start leicht verzögert. Mit Blick auf die Südküste der Insel starten wir zunächst Richtung Westen und sehen nach einer scharfen Kurve sogar die unbewohnten Ilhas Desertas klar und deutlich, die hatten wir auch vom Hotel aus manchmal erkennen können.

Bald darauf sieht man nur noch Wolken, Meer und irgendwann gar nichts mehr. Ich widme mich meinem Buch und schlafe irgendwann darüber ein. Flug und Landung werden ausgesprochen ruhig. Kurz vor Hannover sagt Schwiegervater noch einmal, wie schön es war. Und mein Mann spricht mir aus der Seele: „Ja! Und auf keinen Fall das letzte Mal!“…

Zum Durchblättern: Fotoalbum Caniço & Caniço de Baixo

Füße vertreten vorm Rückflug