Dead Horse Point State Park

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Dead Horse Point, Utah

Samstag, 6. April 2013 – Zwischen legendären Schluchten und luxuriösem Spa-Glück

14 Uhr: Wir erreichen, aus dem Arches Nationalpark kommend, den Dead Horse Point Statepark, der wie der Name schon sagt, kein Nationalpark ist, und für den wir dementsprechend extra zahlen, weil er nicht im Nationalparkpass enthalten ist. Aber es werden dieser Tage nur 10 Dollar pro Auto fällig.

Vor allem für das, was man hier geboten bekommt: Nur ein paar Minuten von der Entrance Station entfernt, am Visitor Center, das wir wegen seines Gift Shops als Erstes ansteuern, erhascht man schon die unheimlich tiefe Schlucht. Doch bis zum eigentlichen Dead Horse Point fährt man noch mal ein Stückchen. Vor uns breitet sich ein traumhafter Blick auf die Felsen und den Colorado River aus, der sich durch den Canyon frisst!

Dead Horse Point, Utah

Als Erstes steuern wir die Picknick Area an. Wir haben wieder Obst und Kekse dabei – und vom Visitor Center leckere, frische Smoothies, bei deren Herstellung wir hatten zusehen können. „We make good food, no fast food“ hatte an dem Imbiss-Häuschen gestanden, in dem zwei ältere Damen Smoothies, Sandwiches, etc. zubereiten. Sie waren sehr gefragt: Mit uns traf gleichzeitig eine hungrige und durstige Mountainbike-Truppe ein… Ich empfehle: Banana-Peanut-Smoothie!

Nach dem Picknick treten wir an den Dead Horse Point Overlook heran – und mir stockt tatsächlich der Atem. So etwas wahnsinnig Schönes! Beim Blick hinab fühlt man sich augenblicklich klein wie eine Ameise. Die Dimensionen dieser Landschaft sprengen meine Vorstellungskraft:

Dead Horse Point, Utah

Immer wenn ich glaube, die Tiefe und Weite ansatzweise erfasst zu haben, erblicke ich darunter ein weiteres Plateau, noch tiefer, noch ferner. Straßen sind aufgrund der Entfernung nur mühsam erkennbar, geschweige denn Autos. So etwas habe ich einfach noch nicht live gesehen – es ist daher sehr überwältigend.

Man sagt: Auf einem dieser Plateaus befanden sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts Pferde. Cowboys und Pferdediebe nutzten die abgelegene Fläche als Weide. Der schmale Zugang zum Plateau wurde mit Buschwerk versperrt, damit ein Entkommen der Pferde unmöglich war. Nur die zur Zucht geeigneten Tiere ließ man wieder hinaus. Die anderen mussten auf der Koppel ohne Wasser verdursten – und das 600m über dem rauschenden Colorado River! Daher hat der Statepark also seinen wunderlichen Namen!

Dead Horste Point SP in Bildern – zum Durchblättern:

Dead Horse Point, Utah

15.30 Uhr: Nur schwer und langsam trennen wir uns von diesem hinreißenden Anblick und suchen die nächste Tankstelle in Moab auf. Sie ist gleich gegenüber von unserem Hotel, in das wir uns anschließend bald begeben. Aber nicht bevor ich mir einen Termin im Spa um die Ecke habe geben lassen. Ich habe nach der erfrischenden Dusche nämlich noch einen Plan: Eine 30-minütige Rücken-Nacken-Schulter-Massage für 45 Dollar darf es bitte sein.

Nachtrag über 10 Jahre später kostet eine 25-minütige Rücken-Nacken-Schulter-Massage in dieser Einrichtung schon 88 Dollar. Da habe ich wohl ein Schnäppchen gemacht…

17 Uhr: Es ist so weit! Ich lasse es mir im Spa gut gehen und bin unendlich begeistert. Thailand ist eigentlich das Land der Massagen – aber diese hier toppt alles. Ich bin danach jedenfalls absolut wie neu geboren!

19 Uhr: Wieder einmal stehen wir bei einem bekannten Fast Food Pizza-Restaurant an und sollen warten. Noch länger als am Vortag. Wieder entscheiden wir uns dagegen. So sehr wir auch eine Pizza dieser Kette essen möchten, etwas anderes tut es jetzt auch. Hauptsache schnell, denn wir sind langsam sehr hungrig. Doch alle Restaurants, die wir ansteuern, haben eine tierisch lange Wartezeit für einen Tisch! Man merkt, dass Wochenende ist…

Bis wir endlich etwas finden: Peace Tree heißt der Laden [seit 2020 ein anderes Restaurant] – dort haben wir auch geparkt. Und da das Parken eigentlich nur für Gäste des Lokals gedacht ist, ist es auch in Ordnung, wenn wir hier jetzt essen gehen. Draußen gibt es Live Musik, die ist ganz nett aber leider viel zu laut. Wir sitzen also drinnen. Ich esse unsagbar leckere Pasta mit Zwiebeln, Spinat, Tomaten, Artischocken und Feta. So ein schöner Tag!

Nach dem Essen müssen wir ein paar Schritte laufen (…) und wie geht das besser als durch diverse Gift Shops? Auch wenn wir nicht fündig werden, ist es der perfekte Tagesabschluss.

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