South Mountain Park & Watson Lake

Samstag, 18.03.2017

08.00Uhr:

Wir checken aus! So früh sind wir wohl auch noch nicht aufgebrochen, und das wo unsere erste Etappe doch keine 20km weit ist. Aber: unsere erste Nacht in Arizona war nicht die erholsamste, denn uns plagen ein ausgeprägter Fluchtinstinkt, fiese Rücken- und (mich) starke Kopfschmerzen! Das „Frühstück“ hier möchte ich zudem nicht weiter benennen (!) – wir verzichten!

Es kann jetzt nur noch besser werden!!

09.00Uhr:

Und wir geben uns allergrößte Mühe, dass das klappt! Ein sehr guter Anfang ist schonmal der Ausritt, den wir gerade starten! Wir sind im South Mountain Park am südlichen Stadtrand und sitzen auf dem großen weißen Cinder (Philipp) und der großen schwarzen Mumu (ich). – Der Name meiner Stute ist übrigens kein Witz!

Samstag, 18.03.2017

Der South Mountain Park ist einer der größten Stadtparks weltweit und man ist in Phoenix ziemlich stolz darauf. Meine böse Zunge (erahnt schon und) behauptet, dass das daran liegen mag, dass man hier sonst nicht so richtig viel hat worauf man stolz sein kann… Ich weiß: Gleich zu Beginn böse Worte aber wir hatten auch einfach keinen guten Start hier! Aber ob nun sehr großer Stadtpark oder doch schon ein ausgewachsenes Schutzgebiet für ursprüngliche Wüstenvegetation – wir wollen hier reiten!

Samstag, 18.03.2017

Unsere Ausritt-Gruppe besteht also aus zehn Teilnehmern, die hintereinander her reiten, wobei Philipp und ich das Schlusslicht bilden. Cinder kommt dabei nicht so richtig aus den Puschen, äääääh Hufen, weshalb ich immer wieder etwas abbremse um zu warten. Der Abstand zur Gruppe vergrößert sich zusehends und ich bin etwas enttäuscht, dass der Guide, der vorweg reitet, so selten wartet oder sich umdreht um zu gucken ob noch alle Schäfchen da sind. Überhaupt ist es eigentlich unverantwortlich, blutige Anfänger mit nur einem Guide los zu schicken. Es ist nicht schwer zu erblicken, dass ich die einzige Teilnehmerin mit Reiterfahrung bin… Dennoch ist es ein sehr schöner Ausritt und die Landschaft mit ihren zahlreichen Kakteen atemberaubend, auch wenn Phil mindestens eine halbe Stunde braucht, sich zu entspannen weil er noch nie geritten ist! Ich bin so stolz auf ihn, dass er mitgekommen ist und werde das auch nie wieder verlangen! ♥

Samstag, 18.03.2017

Mumu jedenfalls steht einwandfrei an den Hilfen, sowas tolles habe ich noch nicht erlebt. Super sicher bugsiert sie mich über steinige Abhänge und durch stacheliges Geäst, lässt sich herrlich lenken, bremsen und treiben und ist butterweich zu sitzen – wobei ja nur Schritt geritten wird! Aber sie ist einfach so groß und so schwer und damit einfach sooo gemütlich. Ebenso ein Lamm ist auch Cinder, auch wenn Philipp da anderer Auffasung ist…

Samstag, 18.03.2017

Ursprünglich hatte man mir übrigens Harley, einen schlanken Schecken, geben wollen, der sich aber nicht auftrensen ließ. Das war der Punkt, wo ich am Liebsten doch noch von dem Ritt zurück getreten wäre, denn ich hatte mir alle Pferde und ihre Umgebung angesehen und für -naja- akzeptabel empfunden aber so etwas gab mir dann doch zu denken…

Samstag, 18.03.2017

10.30Uhr:

Zeit für ein Frühstück im nächsten Subway [!KEINE WERBUNG!]! Wir verbinden den Stopp direkt mit einem Bummel durch den Supermarkt nebenan und kaufen einen neuen Vorrat Wasserflaschen und etwas Schoki für die Fahrt.

Auf dem Weg zum Watson Lake bei Prescott, habe ich ganz schön zu kämpfen. Die Temperaturen schwanken zwischen 75 und 104 Grad Fahrenheit (40 Grad Celsius) und Blacky hat ganz schön zu kämpfen mit den Steigungen! Zwischendurch warnen sogar Schilder, die Air Condition auszuschalten… Aber landschaftlich ist es ein Traum – Kakteen über Kakteen und ziemlich viel Weite.

Samstag, 18.03.2017

Kurz vorm Watson Lake brauche ich aber dringend ein Notfallpaket von Starbucks [!KEINE WERBUNG!], sonst schlafe ich ein. Sicherheitshalber vollziehen wir schon hier den Fahrerwechsel, statt erst am See, auch wenn dieser nur noch ein paar Minuten entfernt liegt.

14.00Uhr:

Der Watson Lake liegt, wie gesagt, nördlich von Prescott, Arizona, aber den Ort muss man nicht kennen, er dient nur zur Orientierung. Der erste der beiden Parkplätze ist uninteressant, außer man sucht ein WC. Der zweite, der obere Parkplatz hingegen ist direkt an den Felsen platziert, die den See umgeben bzw. sich auch im See befinden und wegen derer man vermutlich hier ist, denn sie sind ein Paradies zum Klettern und Fotografieren. Ich bin maßlos positiv überrascht, so eine Perle hier im Nirgendwo zu finden und nie davon gehört zu haben bevor ich mich mit der Route von Phoenix nach Tusayan eingehend befasste.

Samstag, 18.03.2017

Wir verbringen hier eine gute Stunde mit Spazieren gehen, über Steine kraxeln und kleinen Pausen, in denen wir schlicht auf den See blicken! Es ist traumhaft schön hier und man könnte den See sogar auf einem 50 Meilen Rundweg komplett per Mountainbike umrunden. Ich frage mich, wie lange das dauern soll…

Samstag, 18.03.2017

Alternativ kann man hier aber auch baden, angeln, Kajak fahren oder sich auf dem Discgolfplatz auspowern – eine Vielzahl an Freizeitaktivitäten also, die es rechtfertigen, diesen See anzusteuern. Egal ob für eine Stunde oder einen ganzen Tag – es lohnt sich absolut, diese unwirklich schöne Kulisse zu besuchen!

Samstag, 18.03.2017

Dann sind es noch einmal zwei Stunden Fahrt bis nach Tusayan!

Hier checken wir im Best Western Premier Grand Canyon Squire Inn [!KEINE WERBUNG!] ein! – Wie sich heraus stellt: Ein Traum! Und zwar ein absoluter Traum, den wir uns nach der gestrigen Katastrophe total verdient haben!: An der Rezeption empfängt man uns sehr herzlich, spendiert uns anlässlich unserer Hochzeit einen Frühstücksgutschein, informiert uns über die Einrichtungen (darunter Shop, Indoor Pool und Jacuzzi, Outdoor Pool und Jacuzzi, Fitness Center, Bowling Bahn und Irish Pub) und lässt uns freie Wahl über die Lage des Zimmers. Wir entscheiden uns für die dritte (oberste) Etage im Neubau und sind wirklich überglücklich damit!

Samstag, 18.03.2017

Die Zimmer sind riesig, ebenso Bad und Dusche und es ist absolut alles vorhanden, darunter Mikrowelle, Kaffeemaschine, Bügelbrett  und -eisen, Safe, Shampoo etc., durchdachte Beleuchtung Sitzecke uvm.!

Nach einer erfrischenden Dusche nehmen wir das Dinner Buffet für 18 Dollar/Person im Hotel an und sind baff, als wir feststellen, dass sogar Soft Drinks inkludiert sind! Der Preis an sich ist schon super und man erwartet nichts Besonderes – aber!: Nicht nur Soft Drinks sind inklusive sondern das Buffet ist auch noch ausgesprochen gut: Es gibt einzelne Salatzutaten, gekochtes Gemüse, Brot, Butter, Nudelsalat, Gemüsereis, Kartoffelbrei, jede Menge Fleisch, Obstsalat und kleine Kuchen. Für mich ist also eine ganze Menge veggie dabei und alles sieht sehr selbstgemacht aus und schmeckt auch so!! ♥

Der Tag in Bildern – zum Durchklicken:

Samstag, 18.03.2017

Und nun: Zum Grand Canyon