Eine Woche Bodrum im Mai
„Malle oder Türkei?“ fragte ich Phil. Zwei Hotels, Cala Ratjada und irgendwas in der Region Izmir, der E-Mail an mein Herzblatt angehängt.
Ein bisschen hatte ich ja schon gehofft, er würde sich für die Türkei entscheiden, weil mir das Hotel so viel besser gefiel aber ich wollte ja zumindest eine Auswahl anbieten, die budgetbedingt nicht über diese zwei Objekte hinaus ging. Und: Er entschied sich dann auch sofort für die Türkei und ich war, und bin, mir sicher, auf Malle irgendwann schon nochmal rum zu kommen.
Schnell waren fünf Tage in der Region Izmir gebucht, ich freute mich sehr auf die Region, entdeckte dann jedoch noch eine Alternative. Denn nachdem ich erfahren hatte, doch länger Urlaub nehmen zu können, als erwartet, ließ sich plötzlich auch ein schickes Hotel in der Region Bodrum buchen. Preis und Flugtag passten absolut und es kostete mich nicht viele (eigentlich gar keine) Überredungskünste bei Phil. Also umgebucht!
SENSIMAR. [!KEINE WERBUNG!]
An unserem Ankunftstag eröffnete das Hotel und ich war unheimlich gespannt, das für mich „rund“ klingede Konzept („Zeit für Zweisamkeit“, etc.) einmal selbst auszuprobieren. Wohlweißlich, dass am Eröffnungstag und womöglich in der gesamten Woche noch nicht wirklich alles funktionieren würde im Hotel…
Aber!
Nach einem, ich gebe es zu, chaotischen Anreisetag mit z.B. zu wenig Personal, vor allem zu wenig deutschsprachigem Personal, noch nicht fertigen Zimmern und noch fehlender Strandpromenade, war am zweiten Tag wirklich alles schon ziemlich gut eingespielt.
Die Promenade war noch am Anreisetag hingepflastert worden, die Kellner waren unheimlich auf Zack und immer extrem freundlich und aufmerksam, vor allem auch bemüht neue deutsche Wörter und Sätze zu lernen und auch ansonsten war nicht mehr viel von „gerade neu eröffnet“ zu sehen und spüren.
Kleinigkeiten wie noch nicht benutzbarer Innenpool oder fehlende Kosmetikutensilien im Bad, das fiel aber alles nicht ins Gewicht.
Die Woche verbrachten wir dann eigentlich nur am Pool und Strand sowie auf unserer Restaurantterrasse und unserem Meerlick-Balkon vom Zimmer. So ein richtiger anna-untypischer All Inclusive-Urlaub aus dem Bilderbuch… Ich konnte es selbst kaum glauben!
Dreimal brachen wir dann aber doch aus unserem faulen Urlaubs-Alltag aus. So gar nichts von der Umgebung sehen, kommt dann doch nicht infrage.
Der erste „Ausflug“ führte lediglich ins ca. 20 Gehminuten entfernte Örtchen Turgutreis zum vielfach angepriesenen Markt. Dafür waren wir vermutlich zu spät an dem Tag, aber einen netten kleinen Hafen, mit einer tollen Bar mit Kaltgetränken fanden wir dann doch noch bevor wir zurück spazierten.
Der zweite Ausflug hatte es dann schon mehr in sich. Nach fast anderthalb Stunden Fußmarsch durch die gleißende Sonne, fanden wir zwar nicht die gesuchte Bushaltestelle „gleich um die Ecke vom Hotel“ aber ein gnädiger Dolmus-Fahrer sammelte uns auf und brachte uns binnen weniger als fünf Minuten nach Turgutreis (wir erinnern uns, wir hatten den Ort über den direkten Fußweg schon einmal in nur 20 Minuten erreicht gehabt…) und scheuchte uns in einen anderen Dolmus, der uns dann an unser Ziel, nämlich nach Bodrum bringen sollte.
Du kannst es erahnen… Die Anreise war ein wenig zu strapaziös gewesen, um in Bodrum noch in absolute Begeisterung zu verfallen! Der Zug war abgefahren! Dennoch versuchten wir das Beste daraus zu machen. Aber das von Weitem klasse aber von nahmen mickrig aussehende Kastell machten es uns nicht einfacher. Zudem nahm die Hitze natürlich nicht ab, Schatten war rar und ich hatte mir eine ordentliche Blase gelaufen.
Ein Starbucks [!KEINE WERBUNG!], ein Bäcker, etwas Souvenirshopping, ein Spaziergang entlang des hübschen Hafens und ein abschließender Besuch in einem Eiscafé retteten uns dennoch ganz gut durch den Tag…
Den Rückweg gingen wir etwas selbstbewusster und zielgerichteter an. Mit dem Bus nach Turgutreis und dann ein Taxi ins Hotel. Es dauerte nicht lange, bis mir bewusst wurde, dass ich einem der beiden Verkehrsmittel meine nagelnaue Kamera liegen lassen hatte. Das war dann das Sahnehäubchen des Tages!
Allerdings, man glaubt es kaum, ergaben Recherchen des Hoteliers, dass die Kamera in „unserem“ Taxi gefunden wurde und der Taxifahrer brachte sie mir tatsächlich noch ins Hotel am selben Abend! Ich war versöhnt und unendlich dankbar!
Kommen wir zum dritten Ausflug. Ein Bus unseres Reiseveranstalters brachte uns direkt vom Hotel zum Hafen nach Bodrum, wo uns die Fähre nach Kos erwartete. Die griechische Insel liegt nur eine halbe Schiffsstunde entfernt vom türkischen Festland und ist absolut einen Besuch wert!
Natürlich lernten wir an einem Tag nur Kos-Stadt kennen, dieses aber begeisterte uns mit seiner Westlichkeit, der vertrauten Währung und seinem Charme sofort und immer wieder!
Direkt hinterm Bootsanleger befindet sich die alte Festung, welche wir gegen eine geringe Eintrittsgebühr betreten konnten und uns als erstes in Begeisterung verfallen ließ. Tolle Fotomotive, weitläufig aber nicht zu riesig. Einfach schön!
Danach ließen wir uns eigentlich nur treiben, spazierten viel um die Stadt herum am Meer entlang, später durch die verwinkelten Gassen inkl. Souvenirshopping und leckerem Zaziki, Bier, etc.!
Abschließend machten wir eine kleine Rundfahrt mit einer Bimmelbahn, die man sich eigentlich auch sparen kann, die aber ganz nett war für unsere strapazierten Füßchen.
Kos in Bildern – zum Durchklicken:
Eine Woche verging viel zu schnell, ich habe tatsächlich Gefallen gefunden an dieser All Inclusive Sache und hätte es wirklich noch länger ausgehalten mit fantastischem Essen, Boccia spielen und Bücher lesen…
Bodrum und Umgebung in Bildern – zum Durchklicken:



