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WELCOME TO FABOLOUS LAS VEGAS

Dienstag, 2. April 2013 – Langwieriger Anreise-Tag

Du kannst diese Seite auch überspringen. Vor allem dient die ausgedehnte Schreiberei über unsere Anreise nach Vegas meiner eigenen Erinnerung. Möchtest du direkt zum ersten Tag „on the road“ hüpfen? Klick gerne hier.

22 Monate nach der letzten USA-Reise und 10 Monate nach Buchung des neuen Fluges – ist es nun endlich soweit! Auch wenn das die letzten Tage nicht unbedingt ganz klar gewesen war – ob es nun wirklich angehen wird! Mit sämtlichen Erkältungssymptomen, nicht sinken wollendem Fieber und einem komplett vereiterten Hals, hatte ich so flach gelegen, wie niemals zuvor, und zeitweise sah es nicht danach aus, als würden wir fliegen…

Aber dann! Klingelt nach einer extrem kurzen und extrem unruhigen Nacht um viertel vor drei mein Wecker. Nach einer kurzen Dusche, erwartet mich um viertel nach drei bereits der Flughafentransfer nach Hannover. Jugendliche Gelassenheit, so kurz vorher aufzustehen…

Den Shuttle teile ich mir mit einem netten Ehepaar älteren Semesters, die nach eigenen Angaben in die Türkei fliegen. Eine Dreiviertelstunde später erreichen wir den Flughafen und es dauert nicht lange bis auch meine Freundin F., mit der ich vor zwei Jahren in Kalifornien gewesen bin, von ihrer Mama gebracht wird. Mich abzuholen, hätte ihre Fahrzeit mindestens verdoppelt, deshalb sind wir getrennt angereist.

Wir versuchen uns am Check In Automaten unserer Airline. Nicht alle Automaten funktionieren heute. Und der, der geht, mit dem müssen wir uns auch erst einmal auseinander setzen… Diese Art der Abwicklung vor Abflug ist dieser Tage noch relativ neu. Wir hätten gerne sämtliche Bordkarten (Hannover-Amsterdam-New York-Las Vegas) gehabt, erhalten aber zunächst nur die Kurzstrecke bis nach Amsterdam… Das ist ein bisschen ärgerlich und auch die Dame beim Baggage Drop Off kann uns nicht weiter helfen. Im Gegenteil: Sie weist uns darauf hin, dass wir in New York unsere Koffer vom Band nehmen und neu aufgeben müssen. Eine Besonderheit der USA, denn in allen anderen Teilen der Welt, wird das Gepäck bis zum Endziel durchgecheckt.

5 Uhr: Wir verabschieden F.´s Mama und begeben uns zu den Sicherheitskontrollen. Nur eine Stunde später ist Boarding. Wir starten um 6.45 Uhr, also knapp eine halbe Stunde verspätet, weil die Maschine noch enteist werden muss. Der April macht was er will. Dennoch erreichen wir die niederländische Hauptstadt planmäßig um 7.20 Uhr, wo uns erneut Automaten-Probleme erwarten…

Erst einmal müssen die richtigen Automaten unserer Airline gefunden werden und dann lassen diese sich abermals nicht überzeugen, alle Bordkarten auszudrucken! Wir hätten gerne die Langstrecke und den Inlandsflug, erhalten aber nur erstere. Das geht hier heute also offenbar alles nur häppchenweise. Aber nicht nur das! Genau genommen erhalte nur ich meine Bordkarte nach New York, F. leider nicht. Leseprobleme mit dem Pass. Wir müssen eine Nummer ziehen, wie beim Straßenverkehrsamt, und dürfen uns am personenbesetzten Schalter der Airline anstellen… Gott sei´s gedankt, dass es unerwarteterweise relativ zügig geht!

Wir werden zwar nur eher unfreundlich bedient, erhalten aber wenigstens endlich alle gewünschten Bordkarten für uns beide und bis zum Endziel. Nun reicht es gerade noch, um ein belegtes Brötchen (für stolze 5,25€, schon in 2013!) zu snacken, aber viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht mehr.

9 Uhr: Die wohl merkwürdigste Sicherheitskontrolle, die ich bisher erlebt habe. Dass uns die US-Behörden bei der Einreise in New York und ggf. Las Vegas dumme Fragen stellen würden, ist uns schon klar. Dass man aber bereits in Amsterdam wissen will, warum und wie lange wir in die Staaten reisen, woher wir uns kennen, in welchem Verhältnis wir zueinanderstehen und warum wir gemeinsam verreisen, ist uns noch neu. Noch wissen wir nicht, dass dies ein normales Prozedere ist.

10 Uhr: Boarding! Es geht los. Wir sitzen in dem großen Vogel in einer glücklichen Zweierreihe, wo wir unsere Ruhe haben. Eine gute halbe Stunde später starten wir planmäßig nach NYC. Der Flug ist schnell zusammengefasst:

Ich schlafe zunächst eine schöne Stunde, dann gibt es Essen. Mein vorab vegetarisch bestelltes Essen besteht im Großen und Ganzen leider aus Reis mit Tofu und Erbsen.

Anschließend habe ich das große Glück zwei weitere Stunden durchschlafen zu können. Dann habe ich allerdings doch bald genug…

Die darauf folgende Stunde verbringe ich sehr wohltuend im Stehen und damit, mit F. zu quatschen.

Bleiben immer noch zwei Stunden bis New York. Es passiert nichts Erwähnenswertes, zuletzt serviert man uns eine 3-Käse-Calzone, die das absolute Highlight der gesamten Hinreise darstellt.

12.30 Uhr Ortszeit New York: Wir landen etwas früher als geplant am JFK und zwar tatsächlich ohne das Bordentertainment genutzt zu haben, und marschieren durch den riesigen Flughafen bis wir endlich an der Passkontrolle angelangt sind. Wir haben wirklich nur drei, vier Leute vor uns, und können uns direkt der völlig unfreundlichen Einreiseprozedur unterziehen. Foto, Fingerabdrücke, warum sind wir hier und wie lange. Fertig! Das Klischee der unangenehmen Einreiseabwicklung ist vollstens erfüllt. Naja, wenigstens hat alles geklappt.

Wir holen nun also, wie uns geheißen, unsere Koffer, die schon ihre Runden auf dem Band drehen, und geben das Gepäck neu auf. Gott sei Dank geht das alles komplett zügig vonstatten! Nun müssen wir nur noch den richtigen Bus zum richtigen Terminal finden…

14 Uhr: Wir sind am Abfluggate nach Las Vegas angekommen und haben sogar noch richtig viel Zeit, fast anderthalb Stunden sind es noch bis zum Boarding. Und da ich ein bisschen herum laufe und schnell eine grüne Meerjungfrau auftue, versorge ich uns dort gleich einmal mit New York-Tassen für zu Hause sowie unseren Lieblings-Frappuccinos!

16.30 Uhr: Mit rund einer halben Stunde Verspätung (Gott weiß warum) starten wir endlich vom JFK. Sechs lange Stunden sitze ich kreuz und quer und schräg und manchmal sogar rückwärts auf meinem Sitz. Und zwar mit Schal und Kapuze, um der orkanartigen, nicht regulierbaren, eiskalten Klimaanlage zu entkommen – gar nicht so einfach! Immerhin ist die Maschine nicht so voll und wir haben dankenswerterweise einen Platz in unserer Dreierreihe frei. Anderenfalls hätte ich auf meine Turnübungen wohl auch verzichten müssen…

19 Uhr: Und wieder eine neue Ortszeit! Dieses Mal aber erfreulicherweise unser Endziel! Las Vegas, Nevada! Wir sind angekommen! Wer hätte das gedacht!? Und nicht mal mehr Passkontrollen oder sonstige Scherze sind erforderlich weil unsere Immigration komplett in New York erfolgt ist.

Wir machen uns umgehend auf den Weg zum Kofferband (inmitten unzähliger Spielautomaten…) und finden direkt alles vor, was wir gepäcktechnisch erwarten! Also auf zum Rental Car Counter! Dort wickeln wir den Papierkram mit Lance (oder Lawrence?) zügig ab, verneinen dankend eine höhere Wagenkategorie, und begeben uns auf den Weg zu unserem „City Car“, wie Lance-Lawrence unseren weißen Chevrolet Sonic nennt, weil er so winzig ist aus Amerikaner-Sicht.

Die erste Fahrt darf ich vornehmen, da F. ihre erste Fahrt in einem Automatikwagen, und ihre erste Fahrt überhaupt in den USA, verständlicherweise ungern nach einem 24-Stunden-Flug bei Dunkelheit mitten in einer blinkenden Metropole unternehmen möchte.

Sie tippt lieber die Adresse unseres Hotels in das Navi ein und ich fahre uns etwas umständlich dorthin. Anfangsschwierigkeiten bestehen bereits darin, das Parkhaus zu verlassen. Der Mann an der Ausfahrt möchte den Mietvertrag sehen, von dem wir überzeugt sind, dass wir ihn nicht bekommen haben. Unterschrieben ja, aber keine Kopie erhalten. Er weist also netterweise das Auto hinter uns an, zurück zu setzen, sodass wir umdrehen und den Vertrag… – im Kofferraum finden (…) können!

Beim zweiten Versuch öffnet er uns daher die Schranke und wir haben freie Fahrt! Diverse Male verfahre ich mich, weil ich weder das Navi verstehe noch auf Anhieb wieder mit dem amerikanischen Straßenverkehrssystem vertraut bin. Zum Glück ist meine Beifahrerin die Ruhe selbst und hat keine Probleme mit so etwas.

Zu guter Letzt nehme ich auch noch einen missglückten Spurwechsel vor, stehe also mit der Schnauze auf der gewünschten Linksabbiegerspur und mit dem Hintern auf der Geradeausspur, an einer roten Ampel, mit der Polizei hinter mir auf der Geradeausspur, die allerdings grün hat… Peinlich! Aber mein „Talent“ hat auch etwas Gutes: eine ungewollte, nächtliche Spritztour entlang des Strips. Wir kommen am Bellagio [!keine Werbung!] vorbei und es wird gerade „Time to Say Goodbye“ zu den Wasserspielen gespielt. Wir müssen laut und frei lachen. Vegas, wir freuen uns auf dich!

Irgendwann hört das Blinken und Blitzen und Glitzern endlich auf – ich bin auf die richtige Straße abgebogen, in der sich unser Hotel befindet. Das Hard Rock Hotel [!keine Werbung!] war ein Traum von uns – nicht mal im Speziellen dieses Hotel, aber eben eines dieser Kette, da wir auch so gerne deren Restaurants und Shops besuchen.

Das Hotel liegt relativ weit weg vom Strip, hat aber einen Shuttle dorthin inklusive. Für uns ist dieser jedoch uninteressant weil wir ja am nächsten Morgen Vegas sowieso schon wieder verlassen. Wir kommen erst in ungefähr einer Woche wieder, wohnen dann aber in einem Hotel, das zentraler liegt. Wenn du mich fragst: Im HRH zu wohnen, würde ich trotzdem befürworten, trotz der Entfernung zum Strip, naja – oder gerade deswegen: Denn hier ist es entsprechend ruhiger.

Das Hotel verfügt außerdem, wie fast alle besseren Hotels in den Staaten, über Valet Parking, in diesem Fall sogar kostenlos zum Zeitpunkt unseres Besuchs! Leider finden wir den Haupteingang des Hotels und damit das Valet Parking nicht… Aber dafür das betreffende Parkhaus, in dem man natürlich auch selbst parken kann und was 2013 ebenfalls nichts kostet. Wir schnappen uns unser gefühlt tonnenschweres Gepäck und ziehen los. Der Weg dauert ewig und wir sind reichlich erschöpft als wir endlich die Rezeption finden und einchecken können.

Erfreulicherweise teilt man uns mit, dass wir ein Upgrade bekommen haben und daher eine Suite im HRH Tower bewohnen dürfen! Das freut uns sehr, doch etwas später bin ich mir nicht sicher, ob dies nicht sowieso unsere gebuchte Zimmerkategorie gewesen ist, die man uns als gnädiges Upgrade schmackhaft gemacht hat… Egal! Was wir vorfinden ist jedenfalls mehr als wir uns gewünscht hatten:

Wir öffnen die Tür und stehen in einem großen Flur mit Küchenzeile, Minibar, Schränken, etc.! Es folgt das Wohnzimmer der Suite, welches ein schickes und unmöglich riesiges Sofa, einen eleganten Tisch, sowie Schreibtisch und Flatscreen TV beinhaltet. Einen Raum weiter, mit zwei Verbindungstüren zum Wohnzimmer, stehen wir dann in unserem Schlafgemach mit zwei großen Betten und abermals einem großen Flatscreen TV! Aber wonach sehnen wir uns am Meisten? – RICHTIG! Nach der Dusche!

Wir haben nicht nur eine überdimensionale Duschkabine mit Regenfalldusche sondern auch eine sehr ansprechende, große Badewanne! Alles ist wirklich top modern und top sauber! Letzteres sollte man von Vegas-Hotels nicht zwangsweise erwarten, egal wie viele Sterne sie haben – so liest man jedenfalls immer wieder im Internet bei seinen Reisevorbereitungen… Von daher sind wir mehr als angetan!

Nach einer belebenden Dusche mailen wir in die Heimat. Gegen 22.30 Uhr sagen wir final Gute Nacht!

Mittwoch, 3. April 2013 – Good morning, Vegas!

2.30 Uhr: Ich bin wach. Nach nur drei Stunden Schlaf ertrage ich das Schnarchen meiner Freundin F. nicht mehr. Schon eine ganze Weile wälze ich mich nur noch hin und her.

5.30 Uhr: Ich finde seit Stunden einfach nicht mehr richtig in den Schlaf und wechsle ins Wohnzimmer auf unser großes Sofa rüber… Hätte ich das doch bloß gleich getan. Himmlisch ruhig ist es hier.

6.30 Uhr: Leider, leider stehen wir jetzt auf – auch wenn wir so geschlaucht sind von der Anreise, in Deutschland ist es inzwischen ja schon 14.30 Uhr. Und wir wollen möglichst gleich zu Beginn in den neuen Rhythmus kommen.

7.30 Uhr: Die Koffer sind gepackt und werden ins Auto gebracht. Anschließend starten wir, der Vollständigkeit halber, unsere Erkundungs-Tour durch das Hotel mit seinen vielen Shops, dem Casino und dem Poolbereich, der aber leider geschlossen ist…

Nach etwa einer Stunde haben wir bereits genug gesehen und entscheiden uns für ein kleines Frühstück. Direkt gegenüber vom Hotel steuern wir das Hofbräuhaus Las Vegas [!keine Werbung!] an, stehen jedoch zu so früher Stunde noch vor verschlossenen Türen. Nebenan gibt es aber eine Filiale der Belegte-Baguettes-und-Sandwiches-Kette, die wir dieser Tage unheimlich gerne aufsuchen.

9 Uhr: Wir „pudern uns noch mal die Nase“ auf dem Zimmer und sind dann bereit, auszuchecken.

Bei Walgreens [!keine Werbung!] shoppen wir kurz Müsliriegel, Wasser, Ohrenstöpsel (für die bessere Nachtruhe), ein T-Shirt und eine Telefonkarte für billige Festnetz-Gespräche nach Deutschland – und schon sind wir on the road!

Inzwischen ist es 11 Uhr – und bereits um 12 Uhr erreichen wir den Valley of Fire Statepark, der uns zu zweit gerade mal 10 Dollar Eintritt kostet. Bei diesem Park handelt es sich um eine großartige Wüstenlandschaft mit bizarren Steinfelsen!

Komm mit in den Valley of Fire Statepark >>>