Anreise HAJ > LHR > MIA

Montag 06.03.2017

Der frühe Vogel…

03.20Uhr: 

Nach gerade mal dreieinhalb Stunden (Mehr-oder-Weniger-) Schlaf beginnen unsere Flitterwochen exakt am (1.) Jahrestag unserer Verlobung!:

Das Taxi wollte zwischen halb und viertel vor vier da sein, zum Glück sind wir mit unseren Koffern gerade auf dem Weg nach unten, als es wieder einmal deutlich zu früh vorfährt. Leider sitzt mindestens ein Alkoholiker im Wagen, was meinen Geruchsnerven um diese frühe Uhrzeit noch weniger gefällt als ohnehin…

04.00Uhr:

Der Fahrer schmeißt uns an Terminal C statt Terminal B raus, aber weit ist am Flughafen Hannover ja nichts so wirklich. Wir gehen also zu Fuß zum richtigen Terminal und überbrücken die Zeit zudem mit einem leckeren Frühstück im Marché [!keine Werbung!], da der Check in noch nicht geöffnet hat… Etwa eine dreiviertel Stunde später zählen wir dann zu den allerersten Passagieren am Schalter von British Airways [!keine Werbung!] und geben unser Gepäck ab.

Montag 06.03.2017

05.00Uhr:

Die Security ist nun auch zum Dienst angetreten und die Tore werden geöffnet. Bis zum Boarding eine Stunde später bzw. Abflug eine weitere halbe Stunde später, passiert nichts Nennenswertes.

Li… La… London!!

06.45Uhr britischer Zeit (also eine Stunde hinter Deutschland):

Der Flug nach London Heathrow war unspektakulär verlaufen und endet über eine halbe Stunde früher als geplant. Wir hatten einen gratis Sightseeingflug über die Stadt offenbar „mitgebucht“: Bei Sonnenschein konnten wir die einzelnen Sehenswürdigkeiten einwandfrei von oben betrachten. London kann ja ganz schön schön sein, so von oben jedenfalls…

London

Es folgt eine Kontrolle durch eine Mitarbeiterin von American Airlines, die von uns wissen will, in welcher Beziehung wir zueinander stehen („We are married!“ 🙂 hehe), was wir in Florida wollen („Honeymoon“), welches Hotel wir in Miami gebucht haben („Riu Plaza Miami“ – [!keine Werbung!]) und warum („Weil es direkt am Strand liegt“) und als was Philipp arbeitet. Das wollten sie letztes Jahr auch schon gerne von ihm wissen. Nun. Wie auch immer.

Einen Schalter weiter erfolgt die Ausstellung unserer Boardkarten und dann dürfen wir den Bus von Terminal 5 → Terminal 3 besteigen. Es ist hier in Heathrow auffallend ruhig, leer und sonnig. Nicht so stressig wie befürchtet! Und die Busfahrt dauert auch nicht lange. Nach der Information in Hannover, der Terminalwechsel inkl. allem Drum und Dran, könne bis zu 90 Min dauern, hatten wir schon das Schlimmste befürchtet!

07.45Uhr:

Irgendwo in Terminal 3. Die Bekanntgabe des Gates soll erst gegen halb zehn erfolgen. Die Zeit schlagen wir mit einem Snack von EAT [!keine Werbung!] und im kostenfreien WLAN des Airports tot.

London

Sobald wir unser Gate wissen, begeben wir uns dort hin und es dauert tatsächlich auch nicht mehr lange bis zum Boarding. Hier dann eine zunächst unschöne Überraschung: Unsere vorreservierte Zweierreihe 37A+C entpuppt sich doch als eine Dreierreihe!!

Zum Glück aller Beteiligten stellt sich aber heraus, dass der Mittelplatz nicht belegt wird und wir uns lang machen können! Überhaupt muss ich sagen, dass die Beinfreiheit in diesem American Airlines Flieger [!keine Werbung!], einer 777-300 (für denjenigen, der damit etwas anfangen kann…), wohl kaum zu toppen ist! Ich bin überzeugt, da könnte sogar Papa sitzen ohne sich zu verdrehen!

American Airlines

Langstrecken-Life

11.05Uhr:

Ob wir wirklich planmäßig starten, kann ich gar nicht sagen, weil sie die zehnte Staffel Big Bang Theory im Entertainmentprogramm haben!! Zwei Folgen inklusive Schlafunterbrechungen und Sicherheitsvideos und ich kann schon gar nicht mehr sagen wann es wirklich losgeht!

 Aber das ist egal. Man teilt uns sehr bald mit, dass wir ca. eine dreiviertel Stunde früher in MIA ankommen werden und das hört sich ja schon mal recht gut an.

Nach zwei Stunden gibt es dann Essen und zum ersten Mal bekomme ich trotz angemeldetem Veggie Meal genau dasselbe wie alle anderen: PASTA! 🙂 Ich bin happy, dass man aus meinem vegetarischen Essen endlich mal kein veganes gemacht hat und die Nudeln schmecken auch, allerdings stelle ich dann fest, dass man mir nur Salat und Cracker dazugetan hat, aber kein Brötchen und Dessert. Brauche ich aber auch nicht wirklich.

Übrigens heute habe ich wieder ein goldenes Händchen… In der Reihe hinter uns wieder ein bis zwei passionierte Alkoholiker, die, falls mir ihretwegen schlecht werden sollte, die Ladung direkt ins Gesicht kriegen werden weil: mich umzudrehen das werde ich dann schon noch schaffen!

Die Crew finde ich übrigens auch erwähnenswert – die Damen sind nicht unfreundlich aber definitiv auch nicht so übertrieben und gekünstelt wie auf allen anderen Flügen, die ich so erlebt habe. Sie sind auch nicht besonders einheitlich gekleidet und nicht besonders aufgedonnert sondern kommen etwas normaler, teilweise sogar forscher daher. Das fällt mir einfach auf. Es ist ungewohnt aber nicht negativ!

Wo ich diese Zeilen schreibe befinden wir uns irgendwo über dem Nordatlantik und es sind noch exakt sechs Stunden bis zum Ziel…

Die nächsten Stunden vergehen Dank Laptop, Big Bang Theory, Schokoeis, Schlafen und leckerem Wrap relativ  schnell aber ich finde es trotzdem in der Summe anstrengender als nach Hongkong oder Hawaii. Ich glaube so etwas ist tagesform-abhängig…

Der Anreise-Tag in Bildern – zum Durchklicken:

!!! MIAMI!!!

Arrival

15.30Uhr:

Eine dreiviertel Stunde früher als geplant landen wir am MIA International Airport! Hier erleben wir eine neue Form von Immigration: Zunächst stellt sich das mehr oder weniger gesamte Flugzeug an den APC Schaltern an! Hier erfolgt die Einreise in die USA via Automaten, sofern man US-Bürger oder Kanadischer Staatsbürger ist oder mit ESTA reist!

Ich habe Respekt vor Automaten, das fängt zu Hause bei der DB schon an – und dann soll ausgerechnet die Immigration an so einem Automaten stattfinden?

!!! MIAMI!!!

Alles halb so wild! Es klappt auf Anhieb und der Automat (Deutsch ist wählbar) ist im Zweifel netter als ein Mensch. Er fragt uns warum wir da sind, ob wir Krankheiten haben oder Tiere oder Fleisch einführen, zu viel Bargeld dabei haben, etc. – das was früher im Flugzeug auf der Karte ausgefüllt wurde!

Dann lesen wir erfolgreich die Pässe ein, geben vier Fingerabdrücke ab, werden von dem Gerät fotografiert und können uns zur nächsten Schlange begeben. Hier sitzen die Beamten nicht in ihren Glaskästen sondern stehen an einem Rolltisch und nehmen nur den APC-Beleg entgegen und hauen die Einreisestempel in die Pässe. Ohne Fragen, ohne Murren, unser Lance lächelt sogar freundlich!

Insgesamt sind wir begeistert, denn wir sitzen nach weniger als einer Stunde nach Landung, erfolgreich eingereist, mit unseren Koffern im Taxi zum Riu Plaza Hotel Miami [!keine Werbung!]! Sensationell!

!!! MIAMI!!!

Miami Beach

Das Taxi hatten wir nicht vorgebucht sondern einfach eines angehalten und der offizielle Kurs ist 35US Dollar! Einwandfrei. Und nur 3 Dollar teurer als ein Sammeltaxi – dafür fahren wir aber direkt!

Es ist: Sehr windig, nicht sehr sonnig, aber warm. Unterm Strich: Deutlich ausbaufähig. Aber: Vielleicht haben wir ja ein schönes Zimmer, wo wir uns heute aufhalten können, wir sind sowieso zu platt, noch etwas zu unternehmen.

Der Check in verläuft reibungslos und wir bekommen sogar ein Meerblick-Zimmer! Es ist sehr groß und sauber, hat ein sehr schönes Badezimmer und einen hübschen Balkon! Wir fühlen uns komplett wohl!

Allerdings: Irgendwann nach dem Duschen kommt der Hunger!

!!! MIAMI!!!

Nach ausgiebiger Suche landen wir im Barolo [!keine Werbung!] in der Lincoln Road, die wir per kostenlosem Miami Trolley, der unweit vom Hotel fährt, erreichen! Das Essen hier ist gut bis sehr gut aber leider teuer bis sehr teuer. Im Zweifel sind das Miami-Preise, aber wir werden bald herausfinden was es für preisliche Alternativen gibt. Hier sind wir für drei Getränke, eine Pizza und ein Steak mit 70 Dollar dabei!

Anschließend kehren wir kurz im cvs [!keine Werbung!] ein weil ich mein heimisches Klopapier vergessen habe und geknickt bin. Die Rechnung ist einfach: 4 Rollen, 4 Dollar. Aber dann hat die liebe Seele Ruh.

Es ist gegen 20Uhr als wir uns auf den halbstündigen Fußweg Richtung Bett aufmachen! 

Komm mit! Wir erkunden Miami Beach!