Oahu Osten

Zurück zum faulen Waikiki-Honolulu-Wochenende

Montag, 14.03.16 – Erster Tag im Auto auf Oahu

07.00Uhr: Der Wecker klingelt.

Gefühlt etwas früh aber der Verlobte hat es so gewünscht. Und natürlich zahlt es sich dann doch auch wieder aus, denn wir treffen erst über zwei Stunden später im International House of Pancakes [!keine Werbung!] ein: IHOP! Wir wollen frühstücken. Es gelüstet uns zwar eher nach Vollkornbrot, Frühlingsquark, Tomaten- und Gurkenscheiben aber, dass wir das in diesem Land nirgends finden werden, ist ja schon lange klar. Wir speisen also zutiefst amerikanisch zum Frühstück, berappen dafür fast 50 Dollar (man gewöhnt sich an alles…) und laufen dann zu Fuß zur Mietstation, um unseren Mieztwagen in Empfang zu nehmen.

10.00Uhr: Rental Car Station

Wir sind eine halbe Stunde zu früh da aber man bedient uns trotzdem schon und wir bekommen unseren Nissan, den wir Hank taufen, bereits nach kurzer Wartezeit. Dieses Mal sogar mit Begehung und Kontrolle auf Macken und Beulen, das hatten wir auf Big Island vermisst und nicht bedacht nach dem weiten Flug.

Unsere Fahrt beginnt sogleich, denn wir wollen heute den gesamten Osten Oahu´s abfahren. Unser erstes Ziel, die Hanauma Bay, ist leider wegen Überfüllung geschlossen. Der Reiseführer aber auch der freundliche Herr bei der Vermietung, hatte uns bereits vorgewarnt. Er sagte, man müsse früh morgens kommen, wenn es noch nicht so voll ist, ansonsten verziehen sich die Fische. Dass sogar die Parkplätze wegen Überfüllung geschlossen würden, hätte ich jedoch nicht gedacht.

Montag, 14.03.16 – Einer der letzten und schönsten Tage auf HAWAII

Höchstens zwei Kilometer später rauschen wir versehentlich am Lanai Lookout vorbei aber dafür verbringen wir umso mehr Zeit am Halona Bowhole Lookout. Es ist sehr beeindruckend zu sehen, wir durch einen Unterwasser-Lavatunnel das Wasser in die Luft schießt wenn die Wellen hinein krachen. Überhaupt sind die Wellen hier sehr sehenswert! Außerdem blickt man nach links auf den Sandy Beach, den Lieblingsstrand von Barack Obama, den wir auch gleich noch besuchen wollen. Den Strand. Nicht Barack.

Der wunderschöne Sandy Beach ist wirklich nicht zum Baden geeignet. Hier tummelt sich nur was ein Surfbrett hat oder gar nicht gedenkt, ins Wasser zu gehen. Insgesamt also nicht so viel. Es ist hier heute eher ruhig. Nach einer Pipipause und Fotostopp machen wir uns bald wieder auf den Weg. Ich finde den Strand überragend schön und hätte hier gerne sehr viel mehr Zeit verbracht aber wir können nicht einschätzen wie weit die Wege heute noch sind.

Nach wenigen Kilometern gelangen wir zum Waimanalo Beach Park, dem längsten Strand von Oahu. Das Wasser ist wieder einmal azurblau, bzw. schimmert in unterschiedlichsten Tönen, einfach paradiesisch. Aber: auch wieder sehr windig. Man muss hier schon gezielt geschützte Buchten aufsuchen wenn man wirklich Baden will. Wir wollen aber eh nicht baden, bzw. haben jedenfalls keine Schwimmsachen mit. Das ärgert uns zwar geringfügig aber ein bisschen liegen und lesen tut es auch.

Montag, 14.03.16 – Einer der letzten und schönsten Tage auf HAWAII

Anschließend besuchen wir den Kailua Beach Park. Hier sitzen wir eine Weile auf einer Bank und schauen hinab auf´s Meer. Der Strand scheint beliebt zu sein bei Kayakern, denn einige machen sich auf den Weg zu dem vorgelagerten Inselchen. Dass der Strand aber als schönster der Insel gilt, kann ich nicht nachvollziehen. Da finde ich die ruhigeren schöner, hier hingegen ist es verhältnismäßig belebt. Aber natürlich kann das a) immer variieren und ist b) Geschmackssache!

Es soll folgen: Der Kamala Beach Park. Aber wieder versagt das Navi. Ärgerlich aber zu verschmerzen. Böse Zungen könnten behaupten: Strand ist Strand. Darüber kann man streiten. Aber: Ob wir jetzt sechs oder sechzehn Strände ansehen, wobei die Zahlen vollkommen aus der Luft gegriffen sind, spielt theoretisch keine Rolle! So langsam leiden wir vielleicht auch an einer Übersättigung an Naturschönheiten – Luxusprobleme, wie ich sie mag!

Bewegen wir uns also wieder landeinwärts. Die Ostküste hat uns sehr, sehr gut gefallen, machen wir uns auf Richtung Honolulu.

Der Nu´uanu Pali Lookout im Inland mit Blick auf Berge, Grün und Meer beeindruckt trotz der recht dunklen und tief hängenden Wolken, einfach weil man wirklich weit und viel gucken kann! Ob 3 Dollar Parkgebühren gerechtfertigt sind, lasse ich mal dahingestellt. Ich sehe ja ein, dass das hier alles irgendwie instand gehalten werden muss… Als erstes würde ich hier anmerken, dass der viele Müll, den rücksichtslose Scharen von Touristen über die Absperrung werfen, entfernt werden könnte… Aber das ist nur meine Meinung. Man könnte alternativ natürlich auch Mülleimer aufstellen… Vielleicht nutzt sie ja mal jemand…

Montag, 14.03.16 – Einer der letzten und schönsten Tage auf HAWAII

Unser letztes Ziel für heute ist der Punchbowl Crater, keine 10km vom Lookout entfernt. Wir wollen den National Memorial Cemetery of the Pacific besuchen, da man hier auch einen außergewöhnlichen Blick auf Honolulu und Waikiki haben soll. Fast anderthalb Stunden gehen wir spazieren weil es uns wirklich gut gefällt. „Gut gefallen“ ist natürlich eine grenzwertige bis markabere Bezeichnung für einen Aufenthalt auf einem Friedhof aber anders kann ich es nicht ausdrücken. Wir schauen uns zunächst das Denkmal oben auf dem Berg an, laufen dann die vielen Treppen abwärts, laufen ein gutes Stück über das Gelände, vorbei an den weiten Grünflächen voller Grabplatten und anschließend doch noch einmal hoch zu dem Aussichtspunkt über Honolulu. Ich gebe zu, dass ich Phil zunächst alleine hoch laufen lasse aber er kehrt so begeistert zurück, dass ich mich doch noch einmal erhebe und mit ihm hochlaufe und ja, die Aussicht ist wirklich herrlich und es lohnt sich absolut. Der Weg ist wirklich nicht weit, weniger als fünf Minuten.

Die 53.000 Gräber hier sind für die Gefallenen sämtlicher Kriege, also 2. Weltkrieg, Korea und Vietnam. Man kann hier täglich von morgens bis abends herkommen, spazieren gehen und den Ausblick genießen. All das völlig kostenfrei. Wer ein Auto hat MUSS das quasi wirklich machen! Mit dem Bus ist es etwas umständlicher und der Fußweg sehr weit… aber machbar.

16.00Uhr: Heimweh

Jetzt haben wir doch langsam wieder Hunger und fahren zurück zum Hotel. Natürlich darf es wieder die Cheesecake Factory [!keine Werbung!] sein! Da haben wir einfach eine Garantie! Und wieder werden wir nicht enttäuscht – obwohl ich sagen muss, dass meine Garlic Noodles letztes Mal weniger fettig und damit deutlich besser gewesen sind. Nichts destotrotz wieder ein gelungenes Essen!

18.00Uhr: Feierabend

Wir gehen wieder in unser „Penthouse“ und lassen uns von der Erschöpfung überrollen…

Unsere Oahu East Tour in Bildern – zum Durchklicken:

Montag, 14.03.16 – Einer der letzten und schönsten Tage auf HAWAII

Morgen dann: Oahu´s Westen