Monterey

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Monterey / 17-Mile-Drive 2011

Monterey 06.06.-08.06.11

Ankunft in Monterey

Nachdem wir morgens um sieben in San Francisco aufgestanden waren, und auf dem Weg nach Monterey im Verlaufe des Tages noch einen ausgiebigen Shoppingstopp in der Great Mall of the Bay Area [!keine Werbung!] eingelegt hatten sowie viele aufregende Kilometer selbständig auf den Straßen Kaliforniens gefahren waren, waren wir dementsprechend reichlich erschöpft als wir nachmittags das Hotel Abrego [!keine Werbung!] in Monterey erreichten.

Milpitas 2011

Zudem herrschten hier andere (wesentlich wärmere!) Temperaturen als in San Francisco, sodass wir als allererstes erschöpft auf die Betten fielen und dann jede eine geraume Zeit in dem wunderschönen Badezimmer zubrachten, welches uns das La Luna Inn in San Francisco in all seiner Schlichtheit nicht unbedingt hatte bieten können. Dort hatten wir so günstig wie möglich gewohnt, was in San Francisco trotzdem kein Schnäppchen ist. Hier in Monterey hatten wir nun ein wunderschönes (3-Sterne-) Hotel, welches uns vom ersten Moment an total zufrieden stellte!

Monterey 2011

Endlich wieder in körperhygienisch einwandfreiem Zustand, hielt es uns aber natürlich nicht lange im Hotel. Wir hatten große Entscheidungsschwierigkeiten, was wir nun unternehmen sollten, und trafen glücklicherweise eine der richtigsten Spontan-Entscheidungen unserer gesamten Reise:

17-Mile-Drive

Diverse Reiseführer sowie Freunde und Bekannte hatten uns diesen Scenic Drive vor unserer Reise mehrfach ausdrücklich ans Herz gelegt, doch wir hatten schon so viele andere Pläne, sodass wir das gänzlich ignorierten.

Monterey / 17-Mile-Drive 2011

Doch nun hatte es sich doch irgendwie ergeben und wir können besten Gewissens behaupten, dass diese Strecke ein absolutes Muss ist wenn man sich auch nur annähernd in der Gegend befindet!: Der 17-Mile-Drive ist ein 17 Meilen langer Weg durch traumhafte Küsten- und Waldlandschaft mit diversen Aussichtspunkten, zauberhaften Buchten, idyllisch gelegenen Villen, jeder Menge Tiere, wie z.B. Rehe, Vögel, Seelöwen, etc. und nicht zuletzt der Lone Cypress Tree, welcher wohl der meist fotografierte Baum der Welt sein dürfte. An der Einfahrt zahlten wir seinerzeit zehn, sich absolut lohnende, Dollar.

Monterey / 17-Mile-Drive 2011

Es hat uns absolut gut gefallen und am späten Nachmittag und Abend ist es auch nicht mehr so überlaufen; teilweise waren wir fast ganz alleine, weit und breit keine anderen Touristen. Was Besseres hätte uns wohl kaum passieren können. Und Glück mit dem Wetter hatten wir noch dazu. Immer wieder würde ich hier herkommen!

Orientierungsfahrt durch Monterey

Bevor wir uns zurück in unser gemütliches Wohlfühlzimmer begaben, wollten wir uns vorerst einen kurzen Überblick über Monterey selbst verschaffen und starteten eine kurze Autofahrt Richtung Aquarium, Cannery Row, Fisherman´s Wharf und … ach ja Walgreens [!keine Werbung!], wo wir eine Palette Wasser erwarben, welche den Rest des Urlaubs wunderbar auf der Rückbank unseres Auto stand, sodass wir stets mit Flüssigkeit versorgt waren. Eine ab jetzt Angewohnheit, die ich für alle Zeit übernehmen würde auf Reisen.

Monterey 2011

Ein Abendessen genehmigten wir uns dann übrigens in der örtlichen Filiale einer Fast Food-Kette, die belegte Baguettes anbietet. Und dann ging es wirklich ins Hotel. Gegen 23.30 Uhr lagen wir endlich in unseren riesigen, kuscheligen Betten und ließen diesen ereignisreichen wie auch gewissermaßen erfolgreichen Tag Revue passieren…

Ein kleiner Faux-Pas

Das Aufstehen am nächsten Morgen zwischen acht und neun Uhr fiel halbwegs schwer obwohl wir sehr gut geschlafen hatten. Gleichzeitig freuten wir uns aber auch riesig auf das was kommen mochte, denn Monterey und Umgebung erschienen uns bislang einfach so viel versprechend.

Pünktlich um zehn schlugen wir im liebevoll dekorierten Frühstücksraum auf, platzierten uns an einem hübsch gedeckten Tisch, erfreuten uns der riesigen Auswahl an kalten und warmen Frühstücksspeisen und insbesondere am frisch gepressten Orangensaft. Nach einem Glas Saft und einem kleinen Müsli waren wir dann aber doch unsicher ob wir überhaupt Frühstück gebucht hatten von Deutschland aus. Da sich unser Voucher im Zimmer befand, machte ich mich schnell auf den Weg, weil wir es einfach gerne wissen wollten. Irgendwann hatte ich den Voucher dann in den Tiefen des Koffers gefunden und musste da lesen: „no meals“… Nun gut. Wenn wir schon dafür extra zahlen müssen… sollte es halt noch ein Bagel und ein Pancake werden! Doch: als ich wieder kam, lag die Rechnung auf dem Tisch und das Buffet war so gut wie verschwunden. Wieso F. das nicht zu verhindern gewusst hatte, ist mir ein Rätsel. Da hatten wir nun also für ein paar Frühstücksflocken, etwas Milch und ein Glas Saft mal eben 12 Dollar pro Person gelassen… Für damalige Verhältnisse war das ein stolzer Preis!

Mit Zwischenstopp zur Fisherman´s Wharf

Na gut, dann sollte wenigstens ein Post Office her, denn wir brauchten langsam mal dringend Briefmarken! Navi, Kartenmaterial und etwas Orientierungsfähigkeit zeigten uns dann auch über kurz oder lang den Weg zum Post Office. Ich habe gleich mal für 40 Dollar Briefmarken gekauft, was sich im Nachhinein als wirklich sehr sinnvoll erwies, denn ich kam damit genau hin bis zum Ende des Urlaubs.

Nun aber los! Einer der Hot Spots des Ortes ist die Fisherman´s Wharf, nur 5 Minuten Fahrt vom Hotel entfernt. Natürlich etwas kleiner als in San Francisco, aber nicht minder schön!

Monterey 2011

Der Hafen in Monterey war früher Anlegeplatz für die große Fischerei- und Walfangflotte. Heute dient er als Yachthafen sowie kleinen Fischereibooten und Ausflugsschiffen als Anlegeplatz. Der Pier der Fisherman´s Wharf ist voller Imbissstände und Souvenirshops, welche wir gründlich unter die Lupe nahmen!

Monterey 2011

Erstmal erholten wir uns von dem stetig wehenden Wind im Starbucks [!keine Werbung!], bevor es in die Gift Shops ging. In einem der Shops traute ich zunächst meinen Ohren nicht, als die Anfangstakte eines U2-Songs erklangen. Ich freute mich unbändig und trödelte deswegen extra vor mich hin… Doch keine Chance! Wir konnten den Laden nicht verlassen: Es folgte gleich noch ein U2-Song. Und dann noch einer… und dann noch einer… und so weiter. Die Vorfreude auf das uns bevorstehende Konzert meiner Lieblingsband, am Ende dieser Reise in Los Angeles, wuchs und wuchs… Nach unzähligen U2-Songs entdeckte ich dann auch die Leinwand, auf der gerade die DVD der 360°Tour lief (Los Angeles Rose Bowl). Wie man sich vorstellen kann, kaufte ich in diesem Shop nicht wenig…

Monterey 2011

Auch heute hatten wir übrigens großes Glück und verpassten in Monterey zu große Besucheranstürme. Doch: Wir trafen tatsächlich auf dem Parkplatz Kunden von F., die sich zur selben Zeit wie wir in Monterey aufhielten! Was es für verrückte Zufälle gibt…

Der ursprüngliche Plan, eine Whale Watching Tour zu machen, musste jedoch verworfen werden, es hieß, es sei zu windig. Daraufhin fassten wir also den Entschluss, uns nicht noch einmal mit dem Parkautomaten anzulegen, um hier an der Fisherman´s Wharf zu verlängern, sondern stattdessen die drei Kilometer zum Monterey Bay Aquarium weiter zu fahren.

Monterey 2011

Sowieso ist Monterey ein Traum zum Autofahren! Wir hätten in keinem anderen Ort so gut Üben können wie hier. Alles ist übersichtlich und noch nicht zehnspurig -wie später in L.A.- und wenn man sich verfährt, gibt es immer irgendwo einen Weg zurück.

Monterey Bay Aquarium

14 Uhr! Aquarium. Die wohl größte Attraktion – für die man dann auch mal eben 30$ pro Nase lässt. Auf vielerlei Empfehlung hin, hatten wir das Aquarium mit auf unserem Programm stehen, unser Seelenfrieden hing aber nicht davon ab! Trotzdem kauften wir nun Karten.

Monterey 2011

Ja, das Aquarium war eine nette Angelegenheit und es mag mit Sicherheit eines der schönsten und aufwändigsten der Welt sein, aber es bleibt ein Aquarium. Sagen wir so: Bei Regenwetter kann ich es jedem ans Herz legen, anderenfalls gibt es aber Alternativen!

Fazit (und Nachtrag 14 Jahre später): Für den damaligen Preis war es noch empfehlenswert! Mittlerweile kostet der Eintritt mehr als das Doppelte! Das kann ich nicht nachvollziehen und unter diesen Umständen sollte man von einem Besuch auf jeden Fall Abstand nehmen!

Monterey 2011

Spontaner Marktstopp

Auf dem Rückweg zum Hotel kamen wir zufälligerweise an einem kleinen Markt vorbei! Elegant fuhr ich kurz rechts ran und eilte gierig entschlossen zum Erdbeerstand in meinem Blickfeld. Wir deckten uns dort mit dem weltbesten Erdbeeren, Pfirsichen und Pistazien ein und zogen überglücklich wieder ab.

Monterey 2011

Point Lobos State Reserve

Nach einem Päuschen im Hotel, nahmen wir unser nächstes Ziel in Angriff. Trotz Müdigkeit waren wir gleichzeitig so voller Tatendrang, und so zog es uns zum Point Lobos State Reserve, hier zahlten wir zu jener Zeit 10 Dollar Eintritt am Tor, und das lohnte sich wirklich!

Monterey / Point Lobos 2011

Zu Recht wird mit dem Slogan „The greatest meeting of land and water in the world” für dieses wunderbare Fleckchen Erde geworben! Spektakuläre Steilküsten und wilde Monterey-Zypressen brannten diesen spektakulären Ort in der Natur in unseren Köpfen fest!

Monterey / Point Lobos 2011

Nur gut! Denn viel Zeit blieb uns leider gar nicht. Wir waren erst gegen 18Uhr dort gewesen und hatten daher nur etwa eine Stunde Zeit bis zur Schließung der Tore. Wir spazierten also ein kleines Stück und versuchten anschließend, uns noch einen Teil mit dem Auto zu erschließen, gerieten dabei jedoch ein wenig unter Zeitdruck. Nächstes Mal sind wir schlauer und planen mehr Zeit dafür ein. Spätestens jetzt wussten wir schon ganz, ganz sicher, dass wir beide hier in Kalifornien nicht das letzte Mal zusammen gewesen sein werden.

Monterey / Point Lobos 2011

Carmel-By-The-Sea

Und was wir noch unbedingt machen wollten an diesem Tag, das war die pittoreske Kleinstadt Carmel-By-The-Sea, die sich ebenfalls noch im Monterey County befindet, im Grunde auf halber Strecke zurück zwischen Point Lobos und Monterey. Phillip und Jordan hatten uns ungläubig angesehen als wir ihnen wenige Tage zuvor in San Francisco berichteten, dass wir uns diesen Ort ansehen wollten. Aber wir waren nicht davon abzubringen! Zum Glück!

Hier lebte einst Ernest Hemingway; heutzutage übrigens Brad Pitt. Außerdem erwähnenswert: Clint Eastwood war hier 1986 Bürgermeister. Warum also sollten wir Carmel verschmähen, wenn es doch so voller Prominenz zu sein scheint!?

Carmel 2011

Es war ein absolutes Labyrinth von kleinen Straßen, teilweise mit ungewohnten Steigungen. Ich ignorierte einfach das Navi und fuhr kreuz und quer, hatte einfach Spaß am Autofahren, an den urigen Bäumen und den wunderschönen Häusern! Uns begegneten hin und wieder auch mal Menschen, die (ausnahmslos!) mit ihrem Hund oder ihren Hunden unterwegs waren.

Dann gelangten wir nach „Downtown“. Plötzlich war es einfach da. Erkennbar an einer etwas breiteren Straße mit vereinzelten Restaurants und unheimlich vielen Kunstgalerien. Wir wählten einen besonders großen Souvenir- und Klamottenshop und verweilten unheimlich lange, um anschließend mit unheimlich großen Tüten zum Auto zurückzukehren. Phillip hatte wohl recht: Ein Anhänger für unsere Gift Shop Tüten wäre gar nicht verkehrt…

Carmel 2011

Feierabendstimmung in Monterey

Nun fuhren wir noch tanken, direkt gegenüber vom Hotel, und machten es uns endlich auf unseren wolkengleichen Mega-Betten mit dem Obst und den Pistazien vom Markt bequem! Gegen Mitternacht fielen die Äuglein zu und wir verbrachten die zweite und letzte Nacht in unserem Lieblingshotel dieser Reise.

Monterey und Umgebung in Bildern – zum Durchblättern:

Carmel 2011

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