<<< Zurück zur Route 66
Mittwoch, 10. April 2013 – Pflichtprogramm mit Fragezeichen
15 Uhr: Endlich am Hoover Dam. Unsere Blasen platzen bald! Da wir aber dummerweise das erstmögliche „WC“ ansteuern, landen wir auf einem PLUMPSKLO! Ja im Ernst, genau da!
Ich hab ja gedacht bzw. war ich mir sicher, dass wir in den vergangenen Tagen schon alles an Toiletten erlebt haben, was man erleben kann, aber das hier ist die absolute Krönung! Und dann gibt es nicht mal ein Waschbecken sondern nur einen Spender mit Desinfektionszeug…
Weiter geht es, nach diesem hygienisch mehr als fragwürdigem Erlebnis final Richtung Hoover Dam. Es werden 7USD Parkgebühren fällig, da gibt es auch keine Chance, das zu umgehen. Seit unserer Ankunft auf amerikanischem Boden mussten wir bis jetzt nirgends Parkgebühren zahlen. Aber hier ist es dann eben soweit. Im Vergleich zu „kostenlos“ erscheinen mir sieben Dollar viel…
Der Knaller kommt aber als wir aus dem Parkhausfahrstuhl aussteigen und lesen, dass der Eintritt ins Visitor Center mit 8 Dollar pro Person zu Buche schlägt! Nicht die Welt, aber unerwartet und eine Premiere für uns, in einem Visitor Center Eintritt zu bezahlen!
Und deshalb verzichten wir auf einen Besuch des Visitor Centers und gehen einfach zu Fuß über die Staumauer. Ursprünglich hatte ich hier eine geführte Tour machen wollen. Wenn schon nicht am Glen Canyon Dam in Page, dann bitte hier. Aber irgendwie fehlt mir dann doch die Motivation 30 Dollar zu investieren um bei gefühlten 50 Grad Celsius in einer großen Gruppe herum zu latschen und mich auf einen fremdsprachigen Guide zu konzentrieren. Wir machen das jetzt einfach im Schnelldurchlauf auf eigene Faust!
Der Hoover Dam staut den Colorado River zum Lake Mead auf. Das ist der größte Stausee der USA, und er liefert Millionen von Menschen Strom. Interessanterweise befindet sich der Dam direkt auf der Grenze zwischen Arizona und Nevada, weshalb man auf jeder Seite eine Uhr installiert hat, die unterschiedliche Uhrzeiten anzeigen, da hier nicht nur eine Bundesstaatgrenze verläuft sondern auch die Grenzen der unterschiedliche Zeitzonen.
Die Staumauer, auf der wir hier wandeln ist sagenhafte 221 Meter hoch und wurde während der Weltwirtschaftskrise in den 30ern gebaut. Von hier aus kann man den tiefblauen See und die imposanten Felswände bewundern. Das ist schon etwas Besonderes, aber bei Weitem kein Höhepunkt für uns.
Bevor wir wieder zum Parkhaus gehen, sehen wir uns noch einmal im Gift Shop um (nein, hier wird kein Eintritt verlangt!), finden aber nichts, und machen schlussendlich die Biege. Was war DAS?… Technisch und architektonisch zweifelsohne beeindruckend aber ansonsten… irgendwie merkwürdig!
16 Uhr: Auf nach VEGAS!
A pro pos: Auf nach Vegas >>>



