Cadiz

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Mittwoch 11. März 2020

Nach Cadiz

Der Bus fährt von der Plaza del Caballo in Jerez. Pferdeplatz. Wie schön. Eine entsprechende übergroße Statue ist dort zu finden. 3.90€ kostet die Fahrt pro Person. Sie dauert  über eine Stunde.  Der erste Stopp erfolgt noch am Bahnhof Jerez, dann geht es über Land mit ein paar wenigen Stopps. Je näher wir Cadiz kommen, desto mehr häufen sich diese Stopps an diversen Universitätseinrichtungen.

Cadiz! – Das Städtchen ist sicher ein, zwei Nummern kleiner als die berühmten andalusischen Hot Spots wie Sevilla, Cordoba und Co., bietet aber eigentlich ähnliche sehenswerte Bauten, Gärten und Gassen. Maurisch angehaucht.

Plaza Argüelles

Plaza de Espana

Nachdem wir am (Bus-) Bahnhof von Cadiz angekommen und ausgestiegen sind, möchte ich zuerst zur Plaza de Espana auf der anderen Seite des Hafenbeckens. Das sind knapp anderthalb Kilometer, leider überwiegend entlang der stark befahrenen Avenida del Puerto.

Aber dann gelangt man zu einem durchaus sehenswerten Platz der Stadt, wobei es eher ein überdimensioniertes Denkmal (für die Verfassung) in einem kleinen Gärtchen ist! Dieses riesige Denkmal soll einen Parlamentssaal darstellen, mittig ein Thron mit wichtigen Wappen. Zudem u.a. zwei große Pferdefiguren, die für Krieg und Frieden stehen sollen.

Plaza de Espana

Halbkreis um das Stadtzentrum herum

Auf den Uferstraßen Alameda Apodaca, Avenida Dr. Gomez Ulla und Avenida Duque de Najera (da haben wir wieder einen Herzog!) umrunden wir nun zu Fuß in einem ungefähren Halbkreis das Stadtzentrum bevor wir uns durch die Altstadtgassen schlagen.

Zu sehen gibt es so einiges!!

Zunächst einmal die Bucht von Cadiz mit Blick rüber bis nach Rota, ein kleines Städtchen auf der anderen Seite der Bucht.

Die Gärt(ch)en Jardines de Alameda Apodaca, die man auf dem Weg Richtung Bastion Calendaria automatisch passiert.

Den durchaus hübschen Parque Genovés, den ich mir jedoch sehr viel größer und aufregender vorgestellt hatte. Am nördlichen Rand der Stadt ist dies die grüne Lunge von Cadiz aber mehr als ein paar interessant zurecht frisierte und geformte Bäume und Hecken sowie einen künstlich angelegten Wasserfall gibt es hier dann auch nicht zu sehen.

Parque Genovés

Das Castillo de Santa Catalina aus dem 16. Jahrhundert mit schönen Ausblicken auf das Meer und den Alstadtstrand La Caleta.

Den Paseo Fernando Quinones, der über das Meer führt und in erster Linie von Surfern, Joggern, Menschen mit Hunden sowie Hobby-Fotografen Schrägstrich Touristen genutzt wird. Auch wir genießen hier die Meeresbrise und ich versuche Möwen im Flug fotografisch einzufangen.

Die Altstadt von Cadiz

Bisher gefällt mir Cadiz gut. Bisher waren wir hier auch quasi nur am Meer. Und ich weiß, dass wir mehr Meer diese Woche nicht mehr zu sehen bekommen werden. Deshalb koste ich es auch voll aus bevor wir uns in das Gassengewirr der Altstadt schlagen.

Ich würde dieses Altstadtgassengewirr dann irgendwie als authentisch bezeichnen. Authentisch – nicht nur im positiven Sinne. Es ist hier nämlich wirklich nichts auf Hochglanz poliert oder für die Touristen aufgemotzt. Ich unterstelle, dass das nicht an der Jahreszeit liegt und sich in der Hochsaison ähnlich verhält.

Paseo Fernando Quinones

Cadiz erscheint mir sehr ursprünglich aber nicht gemütlich, idyllisch ursprünglich. Eher ursprünglich auf eine eigene, unverfälschte Weise, die man mögen muss. Von vielen Gebäuden bröckelt der Putz, es ist eng, es ist nicht überall sehr sauber. Was ich in Lissabon liebe, verstört mich in Cadiz ein wenig. Vielleicht ein klassischer Fall von Erwartung vs. Wirklichkeit? Ich kenne das schon…

Wir sehen die Markthalle, aus der die Plaza de la Libertad im Grunde komplett besteht, und landen schließlich in einem Restaurant vor der Kathedrale: alt, riesig, beeindruckend – Kathedrale eben. Das Essen dazu: dauert lange, Mini-Portionen, geschmacklich fragwürdig – teuer!

Zeit für uns aufzubrechen. Weder lockt uns das Innere der Kathedrale, noch wollen wir weitere Ecken der Stadt entdecken. Wir gehen direkt zum Bahnhof.

Bahnfahren in Spanien

Mein erstes Mal. Und bei weitem nicht das letzte Mal in diesem Urlaub! Funktioniert: Ähnlich unkompliziert (und bezahlbar) wie im Nachbarland Portugal! Warum nicht auch bei uns???

Für den Zug um 15.45 Uhr nach Jerez, der für diese Strecke eine halbe Stunde benötigt, zahlen wir pro Person 6,25€. Einen reservierten Sitzplatz hat man automatisch auf seinem Ticket stehen!!

Cadiz in Bildern – zum Durchklicken:

Paseo Fernando Quinones