Prolog Road Trip Colorado
Majestätische Berglandschaften, zahlreiche kleine Städtchen, tiefe Schluchten, weite Wüstenlandschaften, viele große Flüsse und Seen, atemberaubende Naturparks und damit einhergehend eine Vielzahl von Outdoor-Aktivitäten, sogar ein bisschen mexikanisches Flair. COLORADO.
Keine Lust auf Vorab-Geschwafel? – Leg direkt los! Unsere Route wird uns wie folgt durch Colorado führen:
Estes Park/Rocky Mountain Nationalpark
Ansonsten weiter im Text mit dem (zugegebenermaßen dieses Mal elendig langen) Prolog:
So Last Minute habe ich selten eine Reise gebucht, schon gar nicht eine Fernreise. Was aber nicht heißt, dass es ein Schnäppchen war, so die allgemeine Assoziation mit dem Begriff Last Minute. Ich nehme es lediglich wörtlich – naja fast.
Und genauso wenig heißt „Last Minute“, dass wir uns Hals über Kopf und unüberlegt für Colorado entschieden haben, denn schon seit Jahren stand eine Route durch den 38. Bundesstaat der Vereinigten Staaten fest. Ausgearbeitet von mir. Gespeichert auf meinem PC. Viele, viele Änderungen vorbehalten.
Und dann ging es plötzlich Hoppla di Hopp. Am 13. Juni 2023 haben wir gebucht. Für den Reisetermin 21. August 2023. Für so eine große Reise ist das wirklich wenig Vorlaufzeit. Aber da es noch vernünftige Flugverbindungen und -preise gab, haben wir nicht lange gefackelt! Zuvor hatte ich noch mit New York City (das wäre mal wieder schön…!) und Chicago (Wann ist es endlich mal soweit? – – – **NACHTRAG** Nächstes Jahr!!: Chicago 2024) rumgeeiert aber aus irgendeinem Grund, den ich absolut nicht benennen kann, haben wir uns dann ziemlich plötzlich auf Denver eingeschossen und gar nicht mehr groß diskutiert.
Allerdings ist der Sommer auch die beste und fast einzige Reisezeit für Colorado, sofern man nicht zum Schifahren dort hin reist. Und der Sommer ist ja generell Hochsaison, Ferienzeit, kurzum: nicht gerade die preisgünstigste Reisezeit. Und das merkten wir auch schnell bei der Unterkunftssuche. Abgesehen davon waren viele Unterkünfte aber nicht nur teuer sondern eben auch schon ausgebucht, was unsere Auswahl ebenfalls deutlich einschränkte. Weil ich aber nicht bereit war, das Reiseziel an sich -Colorado- deswegen nun auch wieder über den Haufen zu werfen, habe ich kurzerhand die Route umgestellt.
Der ursprüngliche Plan beinhaltete die Standorte
Denver – Colorado Springs – Great Sand Dunes Nationalpark – Black Canyon National Park – Aspen – Rocky Mountain Nationalpark – Denver.
Aufgrund der zu großen Entfernungen für gerade mal zwei Wochen (Colorado ist immerhin annähernd so groß wie Deutschland, das bereist man ja auch nicht mal eben komplett in 13 Tagen…) und einer zu schlechten weil geringen und hochpreisigen Auswahl an Hotels, habe ich die Sache wie folgt abgekürzt:
Denver – Colorado Springs – Breckenridge – Rocky Mountain Nationalpark – Denver.
Damit bewegen wir uns nun in einem vergleichsweise „kleinen“ Radius rund „um“ Denver (eher südlich, westlich und vielleicht noch nordwestlich) aber vielleicht ist das gar nicht so verkehrt.
Klar, so entgehen uns die großen Sanddünen (Great Sand Dunes) – doch das ist wohl zu verschmerzen?!… Und der gewaltige Black Canyon – aber ich war ja wenigstens schon ein, zwei mal am Grand Canyon… Und Aspen (bekannt als olympischer Wintersportort) ist uns vielleicht eh zu bonzig – an dieser Stelle steht nun Breckenridge, was mir das „Aspen“ für etwas Normalsterblichere zu sein scheint.
Die Vorteile überwiegen: Eindeutig bessere Hotels. Auch besser bezahlbare Hotels. Weniger Meilen. Jeweils mehr Zeit an einem Ort. Und gerade letzteres ist vielleicht gar nicht so verkehrt im Hinblick auf die Tatsache, dass wir nicht so besonders gerne unser Zeug ständig aus- und einpacken. Und natürlich lässt es uns den jeweiligen Standort und dessen Umgebung ein bisschen intensiver und schätzungsweise weniger gehetzt erkunden. Es soll auch Zeit und Raum bleiben um die Füße hochzulegen…
Noch nie zuvor war ich bei einer Reisebuchung so unglaublich aufgeregt. Klappt das ESTA? Wird die erste Einreise in die USA das erste Mal seit sechs Jahren gut gehen? Wie werden wir die für mich unglaubliche Höhe in Colorado vertragen? Wie funktioniert das mit der Maut vor Ort? Erwischen wir mit den Hotels gute Gegenden (und nicht zuletzt: saubere Zimmer)? Bleiben wir (und unsere Lieben) gesund bis zur Hin- (und Rück-) Reise?
Nil sin numine. – Nichts ohne Gott. Das Staatsmotto von Colorado. Genau auf den -auf Gott, oder so- muss ich in diesem Fall dann wohl vertrauen, sonst werde ich noch verrückt.
Tagelang habe ich mich gestresst. Nachts von der Reiseplanung geträumt. Und dann war plötzlich sogar eine bessere (weil auch zurück via München, statt F*ck*ng-Frankfurt) und sogar auch ein wenig günstigere (!) Flugverbindung buchbar. Ich hätte es noch ändern können, habe ich aber nicht. Ich war so dermaßen fix und fertig, dass ich die Buchungen nicht mehr anfassen wollte, auch nicht um es zu etwas Besserem zu bewenden. Ich wollte einfach einen Haken dahinter haben und das war mit der Ticketausstellung dann auch der Fall und von da an ging es mir endlich auch ein wenig besser.
Nun galt es „nur“ noch einen Termin bei der Führerscheinstelle zu ergattern. Der erste offiziell mögliche Termin lag im September und somit nach unserer Reise. Trotz mehrerer Anrufe war nichts zu machen. Willkommen in Deutschland! Nur über Vitamin B gelang es uns, für den 4. Juli einen Termin zu bekommen. Selbstverständlich ist der internationale Führerschein für die USA keine Pflicht, wird aber dringend empfohlen und an dieser Stelle lautet mein Motto gerne „Besser haben, als brauchen.“! Und glücklicherweise gelang das Vorhaben am 4. Juli – dem Independence Day in den USA – erstaunlicherweise ohne weiteres. Und drei Tage später buchte ich online auch gleich noch unsere Permits für den Rocky Mountain Nationalpark.
Nun konnte es also so langsam August werden…
Unsere Route führt uns wie folgt durch Colorado:
Estes Park/Rocky Mountain Nationalpark
Und warum haben wir die Standorte und Unterkünfte gewählt, die wir gewählt haben? (Abgesehen von Preisen und Bewertungen natürlich…)
Denver: Element Hotel Downtown Denver East [!keine Werbung!]
Das Hotel befindet sich eigentlich gar nicht richtig in Downtown, sondern im Stadtviertel Civic Center, aber genau genommen war uns die exakte Lage relativ egal, denn wir wollten nur nicht in der Nähe das Flughafens wohnen, was zwar schön gewesen wäre aufgrund der kurzen Fahrt nach dem Langstreckenflug… aber Philipp erinnerte mich gerne immer wieder daran, dass wir in Phoenix damals auch so Pech gehabt hatten mit einem Hotel unweit des Flughafens (wir sind rückwärts wieder aus dem Zimmer raus und abgehauen!)… Und als ich dann auch noch in einigen Rezensionen las, dass die Gegend der Denver Flughafenhotels bekannt sei für aufgebrochene bzw. gestohlene Autos, habe ich mich breitschlagen lassen und in der City nach Gemächern geguckt. Das Hotel unserer Wahl war einfach nur die günstigste (aber immer noch utopisch teure!) Option im Zentrum mit mehr als zwei oder drei Sternen!
Naja und Denver selbst empfinden wir als Hauptstadt des Staates natürlich irgendwie als Pflichtprogramm, abgesehen davon ist Denver aber auch die einzige Möglichkeit, Colorado non-stop ab Deutschland zu erreichen. Ich war sehr gespannt wie mir „der lebenswerteste Ort der USA 2016“ gefallen würde. Denver sei extrem liberal und weltoffen… Das ließ sich auf jeden Fall vermuten, schließlich wurde Marihuana in Colorado 2014 legalisiert…
Colorado Springs: SCP Colorado Springs Hotel [!keine Werbung!]
Nicht gerade Downtown sondern eher am südlichen Rand von Colorado Springs aber was heißt in Amerika schon Downtown? Ist ja mit europäischen Innenstädten selten vergleichbar und außerdem wollen wir ja hauptsächlich in der Umgebung von CS unterwegs sein. Vor allem sagte uns der minimalistische Schick der Zimmer-Fotos sehr zu. Die Website gab zudem schnell Aufschluss, dass man dort Wert auf regionale Produkte, Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit im Allgemeinen legt. Lokales Craft-Bier, Kombucha, Kaffee sind jederzeit erhältlich – das klang verlockend, denkt man an die schöne große Lobby oder den abgebildeten Pool, wo man solche Produkte hervorragend genießen könnte. Für Phil ist auch der große Fitnessraumsaal nicht zu verachten. Und mich sprach natürlich vor allem an, dass ihre Philosophie gute Taten beinhaltet wie z.B. Jugendlichen Werkzeuge und Lehrmaterial zur Verfügung zu stellen, Bäume zu pflanzen bzw. ganz allgemein die holistische Denk- und Lebensweise. Wirkte fast ein bisschen Community-mäßig, geeignet u.a. für hippe Yogis und Freiberufler, die hier nämlich Co-Working-Spaces nutzen können.
In Colorado Springs selbst haben wir eigentlich keine wirklichen Pläne. Zwar handelt es sich um die zweitgrößte Stadt Colorados (nach Denver natürlich) aber die Sehens- bzw. „Tuens“-würdigkeiten befinden sich fast alle ein bisschen außerhalb.
Breckenridge: Marriott´s Mountain Valley Lodge [!keine Werbung!]
Das Wörtchen „Lodge“ darf man nicht zu Ernst nehmen. „Hotel“ hätte ich es den Bildern nach von Anfgang an genannt, aber sei es drum. Der riesige Außenpool und die zentrale Lage in „Breck“ haben mich sofort gepackt! Da musste ich nicht lange überlegen, das stand sofort fest, da musste ich nicht groß vergleichen. Direkt an einem kleinen See aber mitten im Ort, der umgeben ist von grünen Tannen und hohen Bergen – das stelle ich mir hübsch und angenehm vor! Breckenridge selbst ist zwar „nur“ unser Ersatz für Aspen, das für unsereins unbezahlbar ist, aber ich hatte den Eindruck, dass wir damit sehr gut fahren würden!
Der Ort Breckenridge befindet sich auf 2926m Höhe und hat um die 5000 Einwohner. Damit dürfte es der kleinste aber am höchsten gelegene Standort unserer Rundreise sein. Neben Aspen und Vail ist „Breck“ ein sehr bekannter Schiort in Colorado und verfügt über 150 ausgewiesene Schipisten. Aber auch im Sommer kommen viele Touristen (wir ja letztlich auch), vor allem Angler, Mountainbiker, Wanderer und Golfer.
Estes Park: Dao House [!keine Werbung!]
Genau genommen 15 Minuten südlich von Estes Park, was das Tor zum Rocky Mountain National Park ist. Direkt in Estes Park gibt es natürlich erst recht Unterkünfte und zentral wohne ich ausgesprochen gerne. Aber Philipp hat sich sofort in die Lodge verliebt, die ihn an unseren schönen Sauerland-Urlaub erinnert hat! Und weil ich mit mir nicht diskutieren ließ was Breckenridge betrifft, habe ich mich hier schnell gefügt. Die Unterkunft liegt mitten zwischen den Bergen Longs Peak und Twin Sisters Peak, direkt nebenan ein Reitstall, sonst nichts, und wirbt mit Wellness, Yoga, Qi Gong, Tai Chi und verspricht “Raum, den Geist zu erfrischen, den Körper aufzuladen und die Seele zu regenerieren“. Scheint mir eine spirituelle Note zu haben – und gefällt mir damit vorab sehr!
Estes Park liegt eine Ecke niedriger als Breckenridge, „nur“ noch auf 2293m Höhe, hat aber ungefähr 1000 Einwohner mehr. In Estes Park steppt in den Sommermonaten der Bär, denn es gibt zahlreiche Unterkünfte und noch mehr Nachfrage, all jener, die den Rocky Mountain Nationalpark besuchen möchten.
Denver: Magnolia Hotel Denver, a Tribute Portfolio Hotel [!keine Werbung!]
Das Hotel liegt extrem zentral, mitten im Central Business District von Denver. Nur einen Block zu Fuß zur 16th Street Mall, DER Downtown-Gegend in Denver! Hier in Lower Downtown („LoDo“) befindet sich einfach alles, hinsichtlich Essen gehen, Feiern, Shopping und Co. Spannenderweise ist es auch nur etwas mehr als ein Kilometer bis zum Coors Field, was das Baseballstadion der „Colorado Rockies“ ist und am Tag unserer Übernachtung im Magnolia, findet sogar ein Heimspiel statt… Über den Preis für diese Übernachtung wollen wir gar nicht reden aber wir wollten einfach nicht in einem der Flughafen-nahen Hotels absteigen, wo wir vielleicht etwas Geld gespart hätten, jedoch womöglich am falschen Ende… Würde unser Heimflug früh am Morgen gehen, hätten wir es vielleicht noch in Erwägung gezogen aber wir fliegen erst nachmittags, genug Zeit also hoffentlich, um vom City Center zum DEN International raus zu fahren.
Na los! Komm mit nach Denver >>>








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