Miami – Part 1

Florida 2004

09. Oktober 2004

Anreise

Es ging für uns zuerst mit dem ICE nach Berlin. Das an sich war ja schon nicht alltäglich.

Von dort aus flogen wir mit British Airways [!keine Werbung!] nach London-Heathrow und von dort aus mit einer Stunde Verspätung weiter nach Miami. Mein erster Langstreckenflug und ich saß auf einem undankbaren Mittelplatz (aber das war mir egal!) und mein Bruderherz am Gang mit seinen endlos langen Haxen.

Die Zeit vertrieben wir uns mit dem vielfältigen Entertainmentprogramm an unseren Vordersitzen – für mich ganz was Neues! Aufgrund von Turbulenzen (und einem stark ausdünstenden Alkoholiker auf dem Fensterplatz neben mir) habe ich leider auch sehr schnell gelernt wo sich die Spucktüten befinden… Unterm Strich gibt es also angenehmere Flüge als diesen.

Ankommen

In Miami landeten wir gegen 18 Uhr Ortszeit und suchten uns den Weg zum Mietwagenanbieter um dort etwa zwei Stunden nach Landung unseren flotten Flitzer, einen schnittigen roten Chevy, in Empfang zu nehmen. Ich war ja direkt begeistert: Endlich in Amerika und dann auch ein Bilderbuchauto.

Quelle: pixabay.com/User Holgi

Bereits eine weitere Stunde später, inklusive einer ganz kleinen Orientierungsschwierigkeit, kamen wir in unserem Hotel am Ocean Drive in Miami Beach an. Man muss dazu sagen: Wir hatten kein Navi für diesen Road Trip! Wir hatten lediglich die Straßenschilder und einen Road Atlas in meinen Händen zur Verfügung. Ich hatte einen solchen nie zuvor benutzen müssen… „Das dürfte interessant werden.“ – dachte ich bei mir… Aus heutiger Sicht muss ich meinem Bruder doppelt und dreifach Respekt zollen, denn seit Florida 2017 weiß ich aus eigener Erfahrung, wie grausam Autofahren im Großraum Miami ist!!

Bei Ankunft in Miami Beach mussten wir feststellen, dass unser vorab gebuchtes Hotel Winterhaven [!keine Werbung!] leider nicht wirklich auf uns vorbereitet war. Man schickte uns ins 600m entfernte Schwesterhotel Essex [!keine Werbung!], von dort jedoch wieder zurück ins Winterhaven. Abermals wollte man uns hier loswerden und beteuerte, im Nachbarhotel könnten wir nun aber wirklich ein Zimmer bekommen… Nur um letzten Endes dann doch ins Winterhaven zurück zu kehren und doch noch ein Zimmer zu erhalten… Was für ein Durcheinander! Als Entschädigung upgradete man uns auf ein Zimmer mit Meerblick – vielleicht war das das einzig verfügbare und das wollte man uns zuvor nicht geben weil wir ohne Meerblick gebuchten hatten!?

Und zusätzlich erhielten wir einen opulenten Essensgutschein für ein hochwertiges Fischrestaurant in der Nähe. Dieses steuerten wir, um mittlerweile 22Uhr, auch an, schließlich hätten wir sonst eh nicht gewusst wohin im Dunkeln, und der Fußweg betrug gerade mal fünf Minuten. Wir speisten dort extrem lecker und nobel zu Abend und denken heute noch gerne daran zurück. Ein traumhafter Tagesabschluss und zugleich Urlaubsauftakt. Unsere uneingeschränkte Empfehlung gilt dem Restaurant Grillfish [!keine Werbung!]! – UPDATE: Leider hat das Restaurant im April 2018 nach 25 erfolgreichen Betriebsjahren schließen müssen.

Quelle: pixybay.com/User Holgi

10. Oktober 2004

Erste Erkundungen in Miami

Nach immerhin acht Stunden Schlaf erwachten wir morgens um acht und nach einem ausgiebigen, wirklich tollen Frühstück auf der gemütlichen Terrasse unseres Hotels, machten wir uns auf den Weg. Wir spazierten ein wenig am Strand entlang und dann Richtung Miami Downtown und Little Havanna, das kubanische Viertel von Miami. Es war wirklich viel zu heiß aber ich war endlich in Amerika und damit war alles gut!

Später lagen wir am Strand und beobachteten eine seltsame Situation: Ein kleiner Junge fischte eine Dollarnote nach der anderen aus dem Atlantik und rannte damit begeistert zu seinen Eltern, die sich neben uns ausgebreitet hatten… Bis heute schütteln wir darüber den Kopf und können es uns nicht erklären… Seine Eltern wahrscheinlich auch nicht…

Am Abend wollten wir noch einen Spaziergang unternehmen und gingen am Strand entlang zum Hafen, wo gerade einer der großen Pötte einer us-amerikanischen Reederei auslief. Mir fehlte die Vorstellungskraft, wie es wäre, auf so einem großen Schiff zu sein und Miami Richtung offener Atlantik zu verlassen…

Florida 2014

Wir flanierten auf dem funkelnden, blinkenden Ocean Drive, der bekanntesten Straße Miamis, entlang. Es ist genau wie man es aus den Filmen kennt: Laut, bunt, schrill und absolut protzige Autos! Man kann staunen und schmunzeln… Denn Sehen und gesehen werden ist hier eindeutig das Wichtigste!

Tagesabschluss

Abendessen gönnten wir uns gegen 21 Uhr in einer Hamburgerfiliale von Johnny Rocket´s [!keine Werbung!] -leider sündhaft teuer- zwei Burger, zwei Ice Tea und eine Portion Onion Rings für schlappe 30 Dollar… Im Jahr 2004 ein stolzer Preis!

Anschließend schrieben wir im Hotel die ersten Postkarten (wir waren sehr fleißig in den beiden Wochen!!)…

11. Oktober 2004 

Heute geht es auf die Florida Keys!

Der dritte Tag unserer Reise begann um 7 Uhr mit einem weiteren traumhaften Frühstück. Nach einem kurzen Spaziergang zur Hauptpost (die Postkarten mussten ja weg…), die jedoch leider geschlossen war: „Columbus Day“! Und das soll einer wissen…

Nach einem Telefonat vom Münztelefon in die Heimat, hatten wir gegen halb zehn ausgecheckt und starteten unsere Fahrt Richtung Traumziel Florida Keys!

Florida 2014


Miami hat uns auf den ersten Blick sehr gut gefallen und ich würde das Hotel aufgrund der absolut spitzenmäßigen Lage und dem fantastischen Frühstück jederzeit wieder buchen!

Auf dem Weg nach Key West fanden wir ein damals noch gültiges Autokennzeichen am Straßenrand, welches mir zu Hause in alle Ewigkeit zu Dekozwecken dienen und mich an Miami bzw. unsere gesamte Florida-Reise erinnern wird!

Und du? Komm mit nach Key West… >>>