<<< Gestern war ein wirklich wundervoller Tag in Porto.
Heute widmen wir uns unserem Standort Matosinhos:
Mittwoch, 17.05.2023
8 Uhr. Seit drei Stunden versuche ich vergeblich gegen das Geschnarche meines Mannes „anzuschlafen“. Nachdem die beiden Nächte zuvor schon so kurz gewesen waren, bin ich zunehmend ärgerlich darüber. Und noch ärgerlicher bin ich dann, als mir mein frühes Aufstehen zum Vorwurf gemacht wird…
9 Uhr. Wir gehen frühstücken und haben beide schlechte Laune.
10 Uhr. Wir müssen praktisch denken. Das vereint uns wieder. Morgen geht´s auf´s Schiff und da wir weder das Getränkepaket gebucht haben, noch auf Wasser auf dem Nachttisch verzichten wollen, müssen wir am Besten noch heute welches organisieren. Dafür ziehen wir los und machen einen ausgiebigen Spaziergang durch Ecken von Matosinhos, die wir noch gar nicht kennen:
Auf der Rua de Brito Capelo lernen wir die Metro kennen und entdecken etliche Läden, die aber im Moment entweder geschlossen haben oder uns nicht wirklich anlocken. Doch zu guter Letzt gelangen wir zu dem von mir favorisierten riesigen Supermarkt, wo wir ein paar Kleinigkeiten und 12 Liter Wasser in Plastikflaschen ergattern. Mein starker Mann trägt die 24 halben Liter tapfer die 900m bis zum Hotel, als uns aufgeht, dass wir ja auch in unserem „Stamm“-Supermarkt einer deutschen Discounter-Kette um die Ecke das Wasser hätten kaufen können…
11.30 Uhr. Wir liegen am Strand, ziemlich nah am Meer, ziemlich weit weg von der Promenade, um uns herum ist ein bisschen mehr los als vorgestern. Aber es sind nur vereinzelte Personen, die sich hier in die Sonne gelegt haben, insgesamt ist es immer noch ruhig und vor allem verteilt es sich. Und auch wir halten es nur eine Stunde in der prallen Sonne aus. Es gibt nicht einen Sonnenschirm oder ein Stück Schatten, es sei denn, man bringt seine eigene Strandmuschel mit. Also ziehen wir um in eine Strandbar, leider nicht die, die wir schon kennen, sondern eine andere, eine schlechte. Wir teilen uns einen mittelmäßigen veganen Burger und ein schlechtes alkoholfreies Bier, aber immerhin sitzen wir im Schatten.
Ziellos schlendern wir anschließend durch Matosinhos. In einer Seitenstraße, etwas weiter weg vom Strand, wollen wir einen Kaffee trinken. Die Location unserer Wahl ist zwar gänzlich leer aber einfach total ansprechend eingerichtet, eine Mischung aus Café und Bar, und vor allem ist es dort schattig und windstill. Die gute Dame dort quatscht uns auch gleich noch ihre selbst gebackenen Kuchen auf, wir sind glücklich.
Wir bummeln weiter durch die (gefühlt!) sengende Hitze, kaum zu glauben, es ist doch erst Mai… Und legen uns früher oder später auf eine Grünfläche an der Strandstraße. Diese ist zwar einigermaßen befahren, das stört uns aber nicht. Im Schatten des Baumes können wir in Ruhe lesen bevor wir gegen 15 Uhr beschließen, eine Pause auf unserem Zimmer einzulegen.
17.15 Uhr. In der Hotellobby gönnen wir uns ein paar Kaltgetränke und spielen exzessiv Uno. Raus wollen wir im Moment nicht und auf dem Zimmer ist es doch ein wenig eng auf die Dauer. Hier aber sitzt es sich sehr nett, bis wir dann doch noch mal „eine Kleinigkeit essen gehen“ wollen…
Ich hätte es besser wissen müssen… Wenn wir „eine Kleinigkeit essen gehen“ wollen, nun ja, das hat noch nie geklappt! Und auch dieses Mal wird es ein Festmahl! Das war so überhaupt nicht geplant, wir wollten wirklich nichts Großes mehr aber es kommt wie es kommt. Matosinhos hat unfassbar viele Restaurants, die meisten wahrscheinlich unmittelbar in der Umgebung unseres Hotels, denn die gesamte Straße ist voller Grills und Sitzmöglichkeiten. Wir wählen ein Fischrestaurant, wo ich direkt am warmen Grill sitzen kann und wo es nur semi-schick aussieht, denn wir haben uns ja nicht extra fein gemacht, nur um „eine Kleinigkeit essen zu gehen“…
Die Bestellung und Zubereitung dauert leider ewig aber die Mengen, die man uns auftischt sind gigantisch! Philipp isst Makrele mit diversen Pellkartoffeln und hat sich dazu Gemüsereis bestellt. Dieser kommt in einem großen Topf daher, sodass wir beide locker sehr satt davon geworden wären. Doch meine Spaghetti mit Gemüse werden ebenfalls in einem großen Topf heran gekarrt, sodass es ein einziger Kampf für uns beide wird. Achja… Wie war das? Die Portugiesen teilen sich zumeist eine Portion! Jetzt fällt´s mir wieder ein…!
Morgen ist unser letzter Tag in Matosinhos und wir checken auf einem Flusskreuzfahrtschiff ein… >>>



