Zurück nach Sentosa Island.
Montag 11. November 2019
Southern Ridges
Heute ist es mir wichtig, nicht allzu spät loszukommen, denn ich kann nicht einschätzen wie lange unsere Natur-Tour von der Alexandra Bridge durch den Mount Faber Park und bis runter nach Vivo City [!KEINE WERBUNG!] dauern wird. Deshalb brechen wir schon gegen halb zehn auf, denn allein die Busfahrt ab Hotel bis zur Alexandra Bridge dauert locker 45 Minuten, immerhin müssen wir nicht umsteigen.
Insgesamt 10km (Wander-) Wege durch tropische Natur, mitten in Singapur! Das sind die Southern Ridges, unterteilt in verschiedene Parks. Von einem in den nächsten gelangt man dabei problemlos, ohne allzu große Straßen überqueren zu müssen. Ein äußerst beliebtes Ziel für all diejenigen, die es gern auch mal etwas grüner und ruhiger haben zwischen Shopping und Sightseeing.
Auch wir wollen einen Teil der Southern Ridges erkunden und haben hierfür den Telok Blangah Hill Park und den Mount Faber Park mit den Henderson Waves, einer architektonisch außergewöhnlichen Fußgängerbrücke, ausgewählt.
Forest Walk
An der Bushaltestelle Hort Park steigen wir aus und befinden uns unmittelbar an der Alexandra Bridge, die wir hinauf gehen und überqueren. Dort sind wir auf dem Forest Walk, hoch oben im Wald, teilweise auf Höhe der Baumwipfel.
Angeblich gibt es hier Affen, die man auf gar keinen Fall füttern darf, doch wir entdecken nur ein paar Eichhörnchen. Ansonsten ist es extrem grün und im Vergleich zum Rest der Stadt sehr still, abgesehen von zwischendurch ein paar sehr laut zirpenden Grillen, und vor allem im Schatten sehr gut auszuhalten. Und zwischendrin immer wieder wirklich lohnenswerte Ausblicke auf z.B. den Hafen!
Der Weg ist die meiste Zeit eben, nur selten geht es leicht bergauf in diese Richtung. Der Weg ist sehr gut begehbar und überall stehen Schilder, wie weit es noch bis zum Mount Faber ist. Sehr gut gemacht!!
Mount Faber Park
Am Ende des Forest Walks muss man ein gutes Stück an der Straße gehen aber die ist kaum befahren und es dauert nicht allzu lange bis man zum Aufstieg auf den Mount Faber kommt. Dieser geht natürlich gut bergauf aber dauert wirklich nur wenige Minuten. Sogar ich, mit meiner nicht vorhandenen Kondition, bin ruck zuck oben und biege auf die Henderson Waves ab.
Die Fußgängerbrücke ist 274m lang und heute leider gesäumt von Bauarbeiten. Man kann weit hinunter gucken und es weht endlich mal ein kühles Lüftlein.
Auf der anderen Seite der Brücke dann bald die Gondelstation für all diejenigen, die mit der Seilbahn runterfahren wollen, z.B. nach Vivo City oder Sentosa Island.
Marang Trail
Unser Ziel ist jetzt zwar durchaus Vivo City, doch wir nehmen den Fußweg. Wie bereits gestern erwähnt, ist die Seilbahn sehr teuer und nicht mein bevorzugtes Fortbewegungsmittel.
Der Marang Trail geht relativ steil, also mit vielen Treppen, hinab. Er ist der primäre Grund warum ich die heutige Tour nicht andersherum geplant habe. Hoch gehen möchte ich diesen Weg nämlich absolut nicht und kann es auch niemandem empfehlen bei 33 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit!
Die Strecke selbst ist nun im Vergleich zum Forest Walk eher mau und sowieso nebensächlich, denn wir haben nur noch ein Ziel: Endlich frühstücken und abkühlen.
Lunch & Leisure Time
In Vivo City suchen wir uns wieder ein preiswertes asiatisches Mahl. Dieses Mal aber nicht aus der food republic [!KEINE WERBUNG!] sondern unten in der Nähe vom goldenen M, dort gibt es auch noch eine große, wesentlich ansprechendere Auswahl!
12.30Uhr. Die MRT Station Harbour Front befindet sich unter Vivo City und von hier aus können wir, mit einmal Umsteigen, wieder relativ flott in die Stadt gelangen und an „unserem“ (weil hotelnahen) Starbucks [!KEINE WERBUNG!] aussteigen. Dort gibt es noch das dringend notwendige Koffein, ein bisschen WLAN und ab geht es an den Hotelpool! Eine kleine Erfrischung belebt die Geister!
Der erste Teil des Tages in Bildern – zum Durchklicken:
Gardens By the Bay [KEINE WERBUNG!!!]
15.30Uhr. Wir sind an der MRT Station Bayfront angekommen. Diese befindet sich beim Marina Bay Sands Hotel [!KEINE WERBUNG!] und ist außerdem die Station für die Gardens By The Bay, die DIE Attraktion schlechthin in Singapur sind!
Die Gärten selbst, 100 Hektar groß, sind kostenlos zugänglich, sodass man auch der abendlichen Light Show unter den Super Trees einfach so beiwohnen kann. Und darüber hinaus aber auch noch eine Menge sehen kann.
Wir hingegen entscheiden uns für das volle Programm! Man kann die kostenpflichtigen Attraktionen einzeln oder gebündelt kaufen. Wenn schon, denn schon!
Floral Fantasy [KEINE WERBUNG!!!]
Zuerst besuchen wir „Floral Fantasy“, da man hier einen Slot bucht, also ein Zeitfenster, wann man dort hinein darf. Wenn wir damit also beginnen, laufen wir nicht Gefahr, später nicht pünktlich zu sein.
Es ist die neuste Attraktion in den Gardens by the Bay, wird aber bald an zweiter Stelle stehen, da ständig und überall neue Attraktionen entstehen, ob nun temporär oder dauerhaft. Wir haben Schilder gesehen für eine neue Attraktion, die ab Donnerstag, also in drei Tagen, besucht werden kann.
Aber wie dem auch sei. Floral Fantasy – es macht Sinn, dass der Zugang limitiert ist, denn zu voll darf es hier nicht sein, will man es genießen! Es ist eine verhältnismäßig kleine Ausstellung aber sehr, sehr blumig, bunt, romantisch, märchenhaft, mit der entsprechenden Musik dazu. Wie im Traumland, einfach wunderschön! Viel zu fotografieren, sehr zu genießen!
Das Einzelticket kostet 20 SGD (im Moment 13 Euro) und würde ich so nicht unbedingt empfehlen, egal wie gut es mir dort gefällt! Unser Kombiticket für (fast…) alle Attraktionen, das kostet nämlich 46 SGD (im Moment 31 Euro), sodass der Einzelpreis für Floral Fantasy nahezu in keinem Verhältnis steht. Wer aber nur wenig Zeit hat – bitte! Dann gerne das Einzelticket!
Auf jeden Fall gibt es am Ende der Floral Fantasy noch einen kleinen 4D-Film, der dieses märchenhafte Erlebnis hervorragend abrundet, mit einem „Flug“ durch die gesamte Gardens by The Bay-Anlage, ein hervorragender Vorgeschmack, allerdings leider viel zu kalt und extrem windig. Wenn ich mir hier in Singapur noch eine Erkältung einfangen sollte, dann dort!
Weiter geht es dann per Shuttle, der im Sorgenlos-Kombiticket enthalten ist, einzeln 3 SGD (im Moment 2 Euro) kosten würde.
Flower Dome [KEINE WERBUNG!!!]
Im sogenannten Flower Dome, einem riesigen Gewächshaus, simuliert man subtropisches Klima mit entsprechend mediterranen Pflanzen, obgleich es u.a. auch eine südafrikanische Abteilung gibt. Den Flower Dome würde ich nicht zwingend als erste Wahl sehen, im Kombiticket ist es okay aber wenn ich nur eine Attraktion auswählen wollte, dann nicht diese hier, denn es ist einfach sehr europäisch.
Was mir aber wirklich gut gefällt im Flower Dome, das ist die acht Wochen andauernde Weihnachtsdekoration. Vor wenigen Tagen hat man damit begonnen und es gibt viele Weihnachtsbäume, -deko und -musik! Darauf stehe ich total und bin entsprechend vertröstet.
Cloud Forest [KEINE WERBUNG!!!]
Die Reihenfolge der Gewächshäuser haben wir zufällig ausgewählt und sie spielt auch keine Rolle.
Im Cloud Forest geht es dann eher tropisch zu, jedenfalls den dort wachsenden Pflanzen nach. Die Temperaturen hingegen sind arktisch, dabei bin ich hier aus Geschäften und MRT-Stationen schon einiges gewohnt! Der Cloud Forest allerdings ist der wohl kälteste Ort Singapurs und ich bin danach völlig durchgefroren und das erste Mal froh, nach draußen in die Hitze gehen zu können…
Sehr schade, denn der beeindruckende Wasserfall, die tollen Pflanzen, die Rundwege in teils atemberaubender Höhe, all dies könnte man mehr genießen, müsste man nicht so zittern.
Super Trees
Das Highlight schlechthin dürfte der Super Tree Grove [!KEINE WERBUNG!] sein: Die markanten „Bäume“ aus Stahl, 25-50m hoch, sind bepflanzt mit mehr als 200 Pflanzenarten. Manche dieser Stahlbäume sind miteinander verbunden, man kann dort oben auf dem Sky Walk [!KEINE WERBUNG!] spazieren gehen.
Und da geht uns auf, dass eben doch nicht alles in unserem Ticket enthalten ist. Wir hatten beim Ticketkauf zwar explizit danach gefragt aber dieser Sky Walk ist nun doch nicht enthalten. Er kostet 8 SGD (im Moment 5 Euro) pro Person, also nicht die Welt, aber wir lassen es jetzt sein. Ich ärgere mich ein wenig, dass er nicht einfach ins Kombiticket integriert ist (warum eigentlich nicht???). Philipp stellt tröstend fest, dass der Walk eh nicht sehr lang ist. Außerdem hatten wir heute schon den Forest Walk und den Cloud Forest, wo wir jeweils weit oben gewandelt sind.
Wir sehen, dass der mittlere, wahrscheinlich größte Super Tree, derzeit auch abgesperrt ist, man baut dort einen Zugang und eine Aussichtsplattform. Zukünftig wird man dort also hinein und hinauf kommen und befindet sich somit noch einmal höher als auf dem Sky Walk! Es gibt immer wieder ein neues Superlativ!
Bei den Super Trees gibt es auch viele Verpflegungsmöglichkeiten und so lassen wir uns dort erst einmal nieder, u.a. benötige ich dringend einen heißen Tee nach dem eisigen Erlebnis im Cloud Forest.
Nach ausgiebiger Verpflegungspause, ist es immer noch eine ganze Stunde bis zur Light Show der Super Trees. Die Ticket Verkäuferin hatte uns dazu geraten, diese unter den Super Trees zu sehen und so suchen wir uns sehr rechtzeitig einen guten Sitzplatz, decken uns mit Obst, Nüssen und Eis ein und warten ab. Dem Wechsel von Tageslicht zu Dunkelheit kann man wunderbar zusehen, langsam wird alles dezent beleuchtet, und dann ist es irgendwann auch soweit.
Neulich hatten wir die Light Show von oben (beim Marina Bay Sands Hotel [!KEINE WERBUNG!]) und weiter weg gesehen, da haben wir nicht viel von der Musik gehört. Heute sitzen wir direkt unter einem Lautsprecher und die Show wirkt wirklich ganz anders, viel besser! Allerdings empfehle ich die grüne Wiese zwischen Super Trees und Restaurantzeile, da hat man ein bisschen Abstand als wenn man direkt unter den Trees sitzt und die ganze Zeit den Kopf sehr stark in den Nacken legen muss.
Ein unsagbar schönes Erlebnis, das unbedingt zu Singapur dazu gehört!!! Allerdings sollte man nach der Show ruhig noch durch die Gärten spazieren oder sein Abendessen dort erst danach einnehmen, denn die Massen strömen nun zu den Ausgängen, wir brauchen ewig und gelangen vor lauter Menschenmassen gar nicht zur dortigen MRT Station Bayfront sondern gehen noch eine halbe Stunde weiter bis zur MRT Station Promenade, auf der anderen Seite der Helix Bridge…
So sind wir erst gegen 21Uhr im Hotel und das natürlich reichlich erschöpft. Aber mindestens ebenso erstaunt und traurig, dass unsere Zeit in Singapur sich so langsam dem Ende neigt. Nur noch zwei Tage Programm und dann fliegen wir schon zu unserem nächsten Ziel…
Die Gardens By the Bay in Bildern – zum Durchklicken:
Komm mit! Ich zeige dir die Tiger Brewery, Orchard Road und Marina Bay Light Show!
















