Zurück nach Key Biscayne & Coconut Grove
Samstag, 11.03.2017
Nach dem üblichen frühen und hervorragenden Frühstück wollen wir heute dann die erste weitere Strecke fahren! Und zwar nach Westen an den Golf von Mexiko – genauer: ca. drei Stunden bis Sanibel Island. (Und zurück.)
Die sogenannte „Muschelinsel“ (mit dem größten Muschelvorkommen der USA!) ist zwar sehr touristisch aber bei weitem kein so-Massentourismusziel wie Miami, dürfte aber dennoch heute, auf einem Samstag, sehr gut besucht sein!
Auf dem Weg dorthin, immer die I-75 entlang, erblicke ich vom Beifahrersitz aus unendlich viele Alligatoren in dem kleinen Gewässer, das parallel zur Straße verläuft. Kein Wunder: Sie heißt „Alligator Alley“, die Interstate… Irgendwann höre ich auf, die Tiere zu zählen und Phil ist geknickt weil er auf die Straße gucken muss und keinen einzigen Alligator sieht!
Ich kann das aber noch toppen. Kaum sind wir auf dem Sanibel Causeway, der Brücke von Punta Rassa auf dem Festland rüber nach Sanibel, haben wir einen herrlichen Ausblick über das Meer, die vor uns liegende Insel und die vielen kleinen Boote. Plötzlich entdecke ich ziemlich nah einen Delfin, der wie in Zeitlupe einmal seine Rückenflosse aufblitzen lässt bevor er gleich wieder verschwindet und nicht mehr gesehen ward!
Unser hauptsächliches Ziel auf der Insel ist der JN Ding Darling Wildlife Drive! Wir fahren über halb Sanibel und finden dann recht einfach die kleine Entrance Station: Für 8 Dollar/Auto (oder 1 Dollar/Radfahrer) kann man die ca. 7km lange Strecke befahren. Es geht durch interessante, typische Floridalandschaft mit Grün und Wasser, Mangroven und vor allem vielen verschiedenen Vögeln. Man kann jederzeit rechts ranfahren und aussteigen und ein paar Meter gehen. Wir lassen uns Zeit und das Schöne ist, dass es hier gar nicht so voll ist, wie gedacht! Nur ein paar Vogelbeobachter und kaum Standard-Touristen „wie wir“.
13.00Uhr: Ortswechsel.
Nicht weit entfernt vom Wildlife Drive liegt der Bowman´s Beach, angepriesen als einer der schönsten Strände bzw. der schönste Strand von Sanibel weil es hier keine Hotels oder Häuser gibt und weil er von Wald und grasbewachsenen Dünen umgeben ist. Der feine, weiße Sand tut sein Übriges. Es ist wirklich wunderschön.
Entsprechend schwierig gestaltet sich aber auch die Parkplatzsuche und entsprechend teuer ist das Parken (4 Dollar/Stunde)! Und entsprechend voll ist der Strand… Wir kühlen uns kurz die Füße im Meer und setzen uns eine Weile an selbiges um uns auszuruhen. In Strandnähe gibt es auch Duschen, aber nachdem ich die WCs, oder jedenfalls eines, kennen gelernt habe, bin ich froh, hier keiner weiteren Körperhygiene nachgehen zu müssen. Aber gut, der Bowman´s Beach ist auch einer der entlegensten Badeplätze der Insel… Was übrigens bedeutet, dass man ausnahmsweise mal keine Cafés oder Bistros vorfindet – lediglich einen Getränkeautomaten, der mir das Leben oder zumindest definitiv den Tag rettet!
14.00Uhr:
Stopp am 7/11 um Wasser zu kaufen und ein Eis am Stiel zu essen.
Danach wollen wir in Ft. Myers Beach etwas essen. Allerdings kommt uns ein ziemlicher Stau kurz vorm Ziel in die Quere und ein Parkplatz wäre, wenn überhaupt, erst ab 15 Dollar zu kriegen! Kein Witz! Also weiter! Allerdings möchte ich gerne einmal wenigstens den Strand hier gesehen haben und so halten wir recht weit außerhalb kurz für einen Fotostopp an einem der unzähligen Strandzugänge. Und ich muss sagen: Der helle Wahnsinn! So ein Strand? Hier? Unglaublich! Puderzucker vom Feinsten, so weit außerhalb natürlich kaum Menschen, einfach nur ruhig und bilderbuchhaft!!
Trotzdem: Es zieht uns weiter. Einen Punkt haben wir noch vor uns: Den Lover´s Key State Park, an dem wir erst einmal vorbei rauschen weil, wie so oft, die Beschilderung in diesem Bundesstaat fehlt. Insofern hat sich seit meinem letzten Besuch nicht viel geändert.
Für 8 Dollar/Auto erlangt man dann letztlich Zufahrt zum großen Parkplatz des State Parks und hat die Möglichkeit Räder oder Kanus zu mieten, aber wir nehmen den Shuttle zum Strand und sparen so eine halbe Stunde Fußmarsch ein. Das muss nach diesem bereits recht langen und heißen Tag nämlich einfach nicht mehr sein – meiner Meinung nach! Der Strand ist ebenfalls ein Traum, wenn auch nicht vergleichbar mit Ft. Myers! Wir sehen uns ein wenig um, machen Fotos, Phil gönnt sich einen Hotdog, wir erhaschen einen Blick auf die Braut, die hier am Strand gleich heiratet und fahren mit einem der nächsten Shuttles wieder zurück. Schön ist es auf jeden Fall gewesen aber ich weiß nicht ob ich den State Park als „Must See“ betiteln würde!
Der Tag in Bildern – zum Durchklicken:
17.00Uhr:
Jetzt soll es aber endlich etwas zu Beißen sein! Ich wüsste gerne ob in der Nähe ein Outback Steakhouse [!KEINE WERBUNG!] liegt, das ist eine Kette und sie soll sehr gut sein. – Tadaa! Nicht weit entfernt in Bonita Springs gibt es eine Filiale! Auch hier ist auf der Strecke wieder ein bisschen Stop & Go aber letztlich kommen wir an – und das Essen und die Preise sowie die Bedienung hauen uns um! Im positiven Sinne! Wir werden wiederkommen in eine Filiale der Kette!
18.30Uhr:
Wir begeben uns auf den Rückweg nach Miami. Knapp drei Stunden liegen vor uns, leider wird es schon dunkel und irgendwann auf der Strecke beginnt ein grausam starker Regen, sodass ich langsamer fahren muss und mich so was von an die Fersen des Trucks vor mir hefte, der zum Glück als Tempomat durchgehen könnte und den ich nicht mehr missen möchte! Mein „Leuchtturm“ – denn er hat hinten eine super Beleuchtung oben und unten und so bleibe ich doch immer in der Spur! Sehen tu ich nämlich ansonsten gar nichts!
Dann erwartet uns aber irgendwann auch noch das Abenteuer Tanken und das restliche Stückchen lasse ich dann lieber Philipp fahren weil ich zu müde bin und in der Dunkelheit zu fahren sowieso nicht meine Stärke ist.
Kommst du morgen mit in den Everglades Nationalpark ?








