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Mittwoch ~ 28.08.19
Der Tag ist da: Ich bin in Südafrika!
Die Anreise und Hermanus in Bildern – zum Durchklicken:
15Uhr. Wir kommen im Whale Coast Hotel [!KEINE WERBUNG!] in Hermanus an. Leider zieht sich der Check in. Wir bekommen erst um 15.20Uhr die Schlüssel. Meine Zimmerpartnerin und ich bekommen das erste Zimmer, alle anderen müssen noch ein bisschen länger warten. Und um 15.30Uhr (!) ist schon unser Treffpunkt und Programmstart! Nicht die allerbeste Planung!! Im Grunde bedeutet das schließlich, nach einer ziemlich weiten Anreise, nur eben die Koffer in die Zimmer zu werfen und auf dem Hacken kehrt zu machen!
Das Hotel selbst gefällt uns beiden bzw. uns allen jedoch ausgesprochen gut: Sehr zentral gelegen, elegante Ausstattung, riesig große Appartements. Unser Appartement verfügt im Erdgeschoss über eine große offene Küche mit Wohnbereich sowie Terrasse samt Grill sowie ein Gäste-WC. In der oberen Etage haben wir zwei Schlaf- und zwei Badezimmer sowie einen kleinen Balkon. Sehr großzügig!
In der näheren Umgebung kann man Shoppen gehen, Golf spielen, Fahrrad fahren und natürlich „Wale gucken“. Den berühmten Whale Cryer von Hermanus bekommen wir aber nicht zu sehen oder zu hören. Er bläst in ein Horn sobald Wale in der Bucht zu sehen sind. Dieses Glück haben wir jedoch nicht als wir uns zum angegebenen Treffpunkt gemeinsam an die Promenade begeben. Und trotzdem ist diese Küste hier ein traumhaft schönes Fleckchen Erde. Und ich bin angekommen. In Südafrika. ♥
17Uhr. Man hat uns heute spontan noch eine Hotelbesichtigung ins Programm geschoben. Eigentlich würde es erst morgen mit den Site Inspections losgehen aber der Hotelier hatte angeblich nicht eher zugesagt…
Es handelt sich um das wirklich schicke Harbour House [!KEINE WERBUNG!] hier in Hermanus. Man muss zugeben, es ist wirklich ein beeindruckendes Haus und es hat definitiv die beste Lage im Ort. Mit dem richtigen Zimmertyp hat man sogar Meer- und im Idealfall Wal-Blick! Mitunter auch von der Terrasse oder vom Pool aus!
Nach der 1. Hotelbegehung werden wir kurze Zeit auf unsere Zimmer im Whale Coast Hotel entlassen. Meine Zimmerpartnerin, die ich persönlich auch erst seit Frankfurt kenne, und ich, genießen eine Weile auf unserer Terrasse und bereiten uns mental auf das Abendessen mit der Gruppe und die offizielle Programmeröffnung vor.
18.30Uhr. Vorstellungsrunde.
19.30Uhr. 3-Gang-Menü.
21.30Uhr. Ich gehöre zu den ersten, die ziemlich gleich nach dem Essen verschwinden. Der Raum ist wirklich EISkalt. Obwohl manche von uns -natürlich auch ich- mit einer dicken Jacke am Tisch gesessen hatten. Selbst unter der lang ersehnten Dusche taue ich kaum wieder auf.
23Uhr. Gute Nacht.
Donnerstag ~ 29.08.19
Es geht weiter: Heute von Hermanus (nach dem Whale Watching) weiter nach Stellenbosch.
06.20Uhr. Mein Wecker klingelt. Ich genieße den Blick vom Balkon hier in Hermanus. Es ist noch dunkel. Nach und nach wird es etwas heller. Kaum zu glauben: Ich bin in Südafrika! ♥
Die Nacht war viel zu kalt gewesen. Ich habe in sehr vielen Kleidungsstücken geschlafen. Es hilft nichts: Hier ist Winter! Südafrika liegt auf der Südhalbkugel, da sind die Jahreszeiten umgedreht zu den unseren.
07.30Uhr. Die Koffer müssen aus dem Zimmer raus. Es geht zum Frühstück. Es ist ein übersichtliches aber wir haben eh nicht viel Zeit.
08.20Uhr. Abfahrt mit unserem Bus zum Hafen von Hermanus. Der Weg dauert keine fünf Minuten. Warum wir so früh gestartet sind, kann ich mir also nicht erklären, denn erst um 9Uhr beginnt unsere Whale Watching Tour per Boot.
Und ich hoffe, dass dieses Erlebnis niemals zu toppen ist. Denn ich habe mich wohl nie unwohler gefühlt. Nach 15 Minuten hatte ich die Schnauze bereits gestrichen voll. Im Gegensatz zu manch anderem konnte ich aber alles bei mir behalten. Was mich heute noch erstaunt.
Insgesamt musste ich es zweieinhalb Stunden lang aushalten. Es gab wirklich viele, viele Wale zu sehen aber sie waren mir unglaublich egal. Zwei Wale habe ich zufällig auch zu Gesicht bekommen aber ich habe mich unten im Boot versteckt und mich darauf konzentriert, zu überleben. Das ist einfach nichts für mich! Ich mache das nie wieder, auf irgendeinen Kutter zu steigen! Das habe ich schon sehr oft gesagt aber dieses Mal meine ich es ernst!
Schade. Wenn man seefest ist, ist das bestimmt ein schönes Erlebnis. Für sehr viele ist es im Nachhinein tatsächlich sogar das schönste Erlebnis ihrer Südafrikareise! Aber für mich… Nun ja… Ich beschloss auf dem Boot, noch heute Abend im Hotel einen Dessert zu bestellen weil mir plötzlich klar wurde, wie kurz das Leben ist… Überspitzt, aber trotzdem auch irgendwie treffend formuliert, empfand ich diesen Ausflug als Nahtoderfahrung…
Umso erstaunlicher, dass ich anschließend im Bus verhältnismäßig schnell wieder Farbe ins Gesicht bekam. Dies habe ich aber mit Sicherheit meiner lieben Sitznachbarin und ihrer Chipstüte sowie dem guten Ausblick vorne in der ersten Reihe zu verdanken!
Kommt mit! Es geht weiter nach Stellenbosch!





