Kualoa

Zurück zur Tour durch den Westen von Oahu

Mittwoch, 16.03.16 – Abschied(swetter)…

07:00Uhr: Der Wecker klingelt.

Einverstanden ist damit keiner von uns…

08.30Uhr: Frühstück und Abfahrt.

In der Lobby statten wir dem Diamond´s Head Coffee [!keine Werbung!] einen Besuch ab. Starbucks-ähnliche [!keine Werbung!] Produkte und Preise machen die Auswahl relativ leicht. Wir frühstücken noch in Ruhe und fahren dann pünktlich los Richtung Nordküste. Wir wissen, dass wir im Idealfall weniger als eine Stunde brauchen werden.

Dort befindet sich die Kualoa-Ranch inmitten der Kualoa Mountains. Wer ein bisschen Action abseits von Honolulu/Waikiki sucht und nicht gerade unbedingt auf´s Surfbrett steigen möchte, ist im Grunde gezwungen, hier her zu kommen: Es wird Ziplining angeboten aber auch Quadfahren, Reiten und Katamaranfahren. Außerdem die Movie Sites Tour, die ich Phil zu Weihnachten geschenkt hatte!

Mittwoch, 16.03.16 – Abschied(swetter)...

09:45Uhr: Kualoa-Ranch [!keine Werbung!]

Wir haben unsere Online- gegen richtige Tickets eingetauscht und haben noch eine volle Stunde Zeit, den Gift Shop unter die Lupe zu nehmen und Pferdchen zu streicheln.

11:00Uhr: Tour-Start

Die Zeit verfliegt nahezu und ehe wir uns versehen, sitzen wir in einem ausrangierten Schulbus von 1973 und schaukeln über die Pisten der Ranch. Wie immer: Eine Gruppe Japaner(innen) ist natürlich auch mit von der Partie. Japan muss derzeit menschenleer sein……

Der erste Stopp ist an einem alten Bunker, in dem auch diverse Serien oder Filme gedreht wurden, außerdem sind dort die Filmplakate ausgestellt, die auf der Ranch gedreht worden. Mich persönlich interessiert das alles nur äußerst begrenzt. Wer mich kennt, der weiß, dass ich fast keine Serien und Filme gucke und kenne. Da gibt es nur sehr wenige Ausnahmen – immerhin: Pearl Harbor wurde hier zum Teil auch gedreht. Um ein paar Beispiele zu nennen, was auf der Kualoa Ranch noch so gedreht wurde: Jurassic Park, 50 erste Dates, Godzilla, King Kong, Lost, Ich, du und der andere – und weitere…

Die folgende Fahrt durch das Tal ist landschaftlich halbwegs interessant, wir sehen ein Longhorn, kleine Wildschweine, Hühner, Hähne, Kühe, Pferde, einen Hund, Bananen, Papayas, viel Grün, beeindruckende Berge und theoretisch auch die ein oder andere Filmszene. Ich kann damit natürlich nicht viel anfangen aber auch für Phil ist es eher mau.

Mittwoch, 16.03.16 – Abschied(swetter)...

Als die Tour nach bereits etwas über einer Stunde anstatt nach anderhalb Stunden endet, bin ich maßlos enttäuscht. Nicht nur, dass sie so kurz war und, dass man so wenig gesehen hat, so wäre es doch wünschenswert gewesen, wenn der Bus öfters gehalten hätte, wenn schon nicht zum Aussteigen dann wenigstens um Fotos zu machen, die nicht vollkommen verwackeln… Fazit: Lohnt sich nicht! Zum Viertel (oder maximal der Hälfte) des Preises hätte man sagen können, das das ganz ok war, aber eventuell sollte man es dennoch mehr als Ranchtour bezeichnen, die außerdem zu ein paar Filmschauplätzen führt, als eine „Movie Tour“.

Übrigens ist das Wetter heute auch nicht der Knaller! Auf der Herfahrt regnet es mal mehr, mal weniger stark. Bei Ankunft ist es zwar trocken aber nicht sonnig sondern sehr, sehr windig und daher theoretisch sogar Jackenwetter. Natürlich sind wir darauf nicht eingestellt und die Busse haben keine Fensterscheiben…

Nach der Tour halten wir uns nicht mehr großartig auf. Wir versuchen es noch einmal im Gift Shop, der wirklich verhältnismäßig schöne und verhältnismäßig preiswerte Sachen hat, aber wir haben einfach schon so ziemlich alles gekauft, was wir wollten auf dieser Reise.

Gegenüber der Ranch befindet sich der Kualoa Regional Park, ein kleiner Strand, bzw. eher Park, da mehr Grünfläche als Strand, mit Blick auf den von Haien umgebenen Chinaman´s Hat, ein fotogenes vorgelagertes Inselchen. Das mit den Haien haben wir von dem Kualoa Tour Guide. Ob das stimmt, weiß ich nicht wirklich, denn hier tummeln sich für mich sichtbar in erster Linie Kayaker…

Unser allerletzter Punkt auf der Liste für diesen fantastischen Urlaub ist das Valley of Temples. Auch hier sollen Teile von Pearl Harbor gedreht worden sein und ich bilde mir ein, hier mehr zu erkennen als auf der Kualoa-Ranch. Hauptattraktion ist im Valley aber ein japanischer Tempel. Ziemlich schlau hier einen japanischen Tempel hinzusetzen. Hier laufen mehr Japaner rum als in Japan, so kommt es mir vor. Der Tempel ist für uns auch nur einer von vielen Fotostopps. Wir berappen die 3 Dollar Eintritt pro Person, spazieren ein bisschen umher und fahren wieder.

Bye Bye Hawaii...

Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass vieles in den Reiseführern stark beschönigt wird. Anstatt so ehrlich zu sein und zu sagen, dass die Highlights der Insel(gruppe) aus der Landschaft bestehen, wird aus jedem Strauch und Stein eine „Attraktion“ gemacht, die man „nicht verpassen darf“… Das finde ich ziemlich schade, da es die Erwartungen zu hoch bauscht.

Da der Tag an dieser Stelle noch nicht sonderlich weit voran geschritten ist, gehen wir der Schnapsidee, noch einmal Walmart-shoppen [!keine Werbung!] zu gehen, nach. Begründung: Ich muss endlich noch diverse Peanutbutter Süßigkeiten kaufen! Nicht nur für mich sondern auch für einige Daheimgebliebene. Das Ende vom Lied: Ich packe gleich noch ein paar neue Flip Flops, ein zauberhaftes Kleidchen, eine hawaiianische Halskette und einen hübschen Schal dazu. Phil kauft sein 698. bis 725. T-Shirt. Und wir „freuen“ uns tierisch auf´s Koffer packen!

15.15Uhr: End of the road…

Wir sind nun auf dem finalen Weg zum Hotel. Meine vorletzte Fahrt mit Hank, bevor es morgen zum Flughafen geht.

Sofort geht es ans Koffer packen, denn ich bin der Meinung, was man erledigt hat, hat man erledigt. Natürlich muss ich Unmengen an Schokolade noch im Kühlschrank lassen aber die Klamotten kriege ich alle ganz gut unter, natürlich in erster Linie weil ich die meisten neuen Errungenschaften ins Handgepäck stopfe und auch weil ich viele Dinge, darunter Jeans, Schuhe, etc. weg schmeiße bzw. in San Francisco oder auf Big Island schon weg geschmissen habe, weil ich sie nicht mehr trage zu Hause.

Was mich heute allerdings sehr ärgert ist, dass mein Verlobungsring immer lockerer sitzt. Er rutscht zwar nicht von Finger aber dreht und dreht und dreht sich und ich habe ihn ständig im Auge und drehe ihn immer wieder richtig hin. Ich habe die böse Ahnung, dass das damit zusammenhängt, dass es heute verhältnismäßig „kalt“ hier ist. Und da ich zu Hause in der Regel auch eher viel friere, sagt mir das, dass der Ring womöglich doch etwas zu groß ist.

Nach dem Kofferpacken (mit einem mir nicht erklärbaren Ohrwurm von Morning Has Broken) soll es ein letztes Mal die Cheesecake Factory [!keine Werbung!] sein! Natürlich! Und das ist absoluter Rekord! 7x in acht Tagen! Das soll uns mal einer nachmachen! Heute gibt es Salat, Nudeln und „Holländischen“ Apfel-Streusel-Cheesecake. Unser Server heißt Trevor. So wie Trevor von O-Town in meiner Jugend. Bis die Rechnung kommt. Da steht dann „Trevis“… Ich hatte ihn aber schon so in mein Herz geschlossen und wir haben auch noch genau 70 Dollar Bargeld, sodass wir ihm das einfach geben. Bei einem Rechnungsbetrag von 54 Dollar noch was, ist das also ziemlich höflich von uns! Vorne am Tresen schaue ich nochmal nach T-Shirts (keine Angst, es ist nichts passiges dabei), da kommt er dann auch nochmal vorbei weil er bei der Kollegin Geld wechseln muss. Er bedankt sich nochmal umfangreich, er hat sich wirklich sehr gefreut! Ich schätze wir waren heute sein Highlight!

Mittwoch: 12km zu Fuß. Kann das passen? Aber ich habe schon lange den Verdacht, dass das alles nicht so ganz hinhaut…

Unsere Kualoa Tour in Bildern – zum Durchklicken:

Bye Bye Hawaii... Abreise 17.03.16

Und nun heißt es: Bye Bye Hawaii