Zurück zur Anreise nach Hongkong.
09.12.2016 Orientierungstag in Hongkong
Hong Kong besteht im Grunde aus vier Regionen, wovon zwei den Victoria-Hafen mitten im Herzen der Stadt „umrahmen“: Das wären Hong Kong Island südlich des Hafens und die Halbinsel Kowloon nördlich davon.
Das ist das eigentliche Hong Kong. Aber es zählen auch noch die New Territories nördlich von Kowloon sowie im Westen Lantau Island und 260 weitere vorgelagerte Inselchen dazu.
Wir werden uns diese Woche so gut wie auf Hong Kong Island und Lantau Island beschränken – und natürlich Kowloon, wo sich unser Hotel befindet!
Diese Stadtteile jedenfalls sind dann auch noch einmal in achtzehn Distrikte unterteilt. Für uns relevant sind das die folgenden:
Grob gesagt besteht Kowloon aus den Distrikten „9 Sham Shui Po“, „12 Kowloon City“ und „13 Yau Tsim Mong“.
Hong Kong Island ist aufgeteilt in „14 Östliches Hong Kong Island“, „15 Wan Chai“, „16 Central and Western Hong Kong Island“ und „17 Südliches Hong Kong Island“.
Lantau und die Inseln bestehen fast vollständig aus der Region „18 Islands“.
Heute an unserem ersten Tag wollen wir mit dem Bezirk 16 starten!
8 Uhr: Zǎo ān Hong Kong! – Guten Morgen Hong Kong!
Seit ein, zwei Stunden bin ich schon relativ wach und beschäftige mich mit meinem Smartphone bis der Wecker irgendwann klingelt.
Shuttle zum Peninsula Hotel [!KEINE WERBUNG!]
Gegen 10 Uhr fahren wir mit dem kostenlosen Shuttle vom Hotel runter nach Süd-Kowloon. Zum Glück gibt es diesen Shuttle, denn wir wohnen hier nicht so ganz zentral. Arzt, Restaurants, Bäckereien, Supermärkte, alles ist direkt vor der Tür aber die nächste Metrostation einen Kilometer entfernt und das Bussystem versuchen wir noch nicht zu durchblicken.
Zwar war uns die Lage des Hotels halbwegs bewusst bei Buchung aber in der Wirklichkeit sind wir dann umso froher, dass der Shuttle alle halbe Stunde angeboten wird. Er fährt erst zu nächsten Metrostation und dann eben zum bekannten Peninsula Hotel, quasi dem Adlon von Hong Kong.
Fähre zum Pier 7 auf Hong Kong Island
Von dort erreichen wir nach wenigen Gehminuten den Anleger der Star Ferry und fahren auf dem Lower Deck nach Hong Kong Island rüber. Das Upper Deck soll eine schönere Aussicht haben und ein paar Cent mehr kosten. Wir finden die Fahrt auf dem Lower Deck auch schön und das ganze dauert sowieso nur zehn Minuten inklusive ein- und aussteigen.
Spaziergang durch den Finanzdistrikt, Lan Kwai Fong und SoHo
Fußgänger laufen in Hongkong häufig „eine Etage höher“ als die Autos fahren. Fußwege direkt neben den Straßen gibt es nicht überall. Besonders im Finanzdistrikt müssen wir die oben liegenden Gehwege nutzen, bis wir im Viertel Lan Kwai Fong landen.
Auf dem Weg dorthin passieren wir die International Finance Center Shopping Mall [!KEINE WERBUNG!], die zusammen mit der Airport Express Station und den drei Wolkenkratzern das International Finance Centre bildet. Die Mall ist vierstöckig und hat über 200 Läden im vorwiegend hochpreisigen Segment, wie ich das hier so sehe. Und hier befinden sich z.B. auch der größte Zara Store der Stadt und ein riesiger Apple Store mit 400 Angestellten!
Bald erreichen wir das Szeneviertel Lan Kwai Fong – die beliebteste Partymeile der Stadt. Es gibt hier super viele Restaurants und Bars sowie das Hard Rock Café [!KEINE WERBUNG!], das wir ansteuern.
Essen wollen wir hier nicht, ich für meinen Teil hatte heute Morgen ein Käsebrötchen auf die Faust, also ist es noch zu früh – aber der Hard Rock Shop ist ja in der Regel einen Besuch wert. Was soll ich sagen? Die Preise sind dermaßen überzogen, also wirklich noch viel teurer als sowieso schon, sodass ich tatsächlich gar nichts dort kaufe, noch nicht ahnend, dass ich das später dann noch bereuen werde…
Wir gehen weiter – grob Richtung SoHo.
Dort treffen wir mehr oder weniger zufällig auf den Central Mid Level Escalator, die längste Rolltreppe der Welt. Sie ist überdacht und geht von der Des Voeux Road in Central zur Conduit Road im Western District. Wir befahren fast die gesamte Strecke!
Die Rolltreppe erleichtert seit 1993 den Touristen, und natürlich den Einheimischen, die engen, bergigen Wege. Für die komplette Strecke brauchen wir bestimmt so 20-30 Minuten.
13.15Uhr: Erlebnis Victoria Peak
Wir haben den Bus- und Fußweg zur Peak Tram Station sowie deren Warteschlange hinter uns gebracht und für umgerechnet ca. 6€/Person Tickets für die Fahrt hoch zum Victoria Peak und retour erstanden.
Wir müssen aber auch nach der Ticketerstehung noch eine ganze Weile warten, denn so ziemlich jeder Tourist in Hong Kong fährt hoch auf den Hausberg. Heute!
Rückblickend, sollte man für die Peak mindestens einen halben, besser einen ganzen Tag einplanen. Wir haben alles in allem über vier Stunden gebraucht und wirklich nur einen Bruchteil von dem gemacht, was man dort oben machen kann.
Pacific Coffee & Peak Galleria [!beides KEINE WERBUNG!]
Zu erst schaue ich mich auch hier noch mal im Hard Rock Shop [!KEINE WERBUNG!] um aber die Preise sind natürlich identisch zu denen vorhin. Dann ist Papa´s Frühstück an der Reihe und wir stoppen im Pacific Coffee.
Man könnte auch noch auf die Sky Terrace hoch fahren aber das kostet extra und wer weiß wie lang die Schlange.
Auf die Green Terrace der Peak Galleria gelangt man nämlich kostenlos und es ist auf jeden Fall auch super schön. Außerdem kann man gleich noch durch die Peak Galleria schlendern und ein bisschen gucken und kaufen……..
15Uhr: Spaghetti 360°[!KEINE WERBUNG!]
Noch ein Päuschen. Jetzt habe ich Hunger. Natürlich sind die Preise hier einer derartigen Attraktion „angemessen“ (also halbwegs teuer) aber ich finde das Essen immer noch gerade so erschwinglich. Die Getränke sind allerdings recht teuer!
Für eine Portion Pasta, einen Tee und ein Wasser zahlen wir inklusive Trinkgeld, das automatisch mitberechnet wird, rund 26,-€ umgerechnet. Aber sei es drum!
Ich bin sofort entschädigt als im nächsten Supermarkt PEANUT BUTTER M&M´s liegen, die es sonst nur in Amerika gibt! Und die sind sogar bezahlbar.
Lions View Point Pavillion
Wir gehen noch zu einem weiteren Aussichtspunkt hier oben auf dem Victoria Peak, und zwar zum Lions View Point Pavillion, und machen uns dann wieder auf den Weg.
Es gibt hier oben auch noch diverse Spazier- und Wanderwege zu weiteren Aussichtspunkten aber uns reicht das, was wir in unmittelbarer Nähe haben.
Bestimmt ist der Peak auch abends ein toller Ort, wenn es dunkel wird und die Stadt in ein Lichtermeer getaucht wird, aber man kann ebenso gut tagsüber herkommen, am Besten bei Sonnenschein, damit die Aussicht lohnt.
Die Fahrt hier hoch ist das Highlight schlechthin in Hong Kong und lohnt sich wirklich!
16:30Uhr: Hong Kong Park
Wir sind wieder unten angekommen mit der Tram. Gleich gegenüber der Tramhaltestelle befindet sich die grüne Lunge der Stadt, wenn man so will. Hier würde ich meine Mittagspause auch verbringen!
Der Park ist kein gewöhnlicher Stadtpark, einfach eine grüne Rasenfläche und fertig. Park. Sondern es ist super hügelig, extrem stark bepflanzt, ja fast bewaldet, man kann überhaupt nicht weit schauen. Es ist sehr verwinkelt und man geht auch sehr viele Treppen.
Es gibt einen Kinderspielplatz, einen Tai Chi Garten, einen Aussichtsturm, kleine Seen, einen Wasserfall, das Teemuseum und vieles mehr. Unter anderem entdecken wir ein großes Gehege mit tropischem Regenwlad, durch das man auf Holzwegen ein paar Meter oberhalb der Erde geht und wo man rund achtzig verschiedene Arten Vögel sieht. Das ist super interessant und kostet nichts. Normalerweise kann ich Vögeln nicht viel abgewinnen aber dies ist ein schöner Ort und so kurz vor Toresschluss auch nicht überlaufen. Die Voliere schließt um 17Uhr aber der gesamte Park hat bis 23Uhr geöffnet.
Zum Schluss entdecken wir noch ein paar Brautpaare beim Brautpaarfotoshooting, kleine Seeen voller Kois und Schildkröten und einen Wasserfall, hinter den wir sogar gehen können.
Bank of China Tower
Als nächstes gehen wir zum Bank of China Tower, der direkt neben dem Hongkong Park steht. Der Büroturm ist 367m hoch und hat angeblich im 43. Stock eine Aussichtsplattform. Leider müssen wir erfahren, dass diese letztes Jahr geschlossen wurde.
Schade, denn der Turm zählt zu den höchsten Gebäuden der Welt und seine verspiegelte Fassade macht ihn ziemlich besonders und einzigartig. Der Architekt war der US-Amerikaner Ieoh Ming Pei, der ursprünglich aus China stammt und u.a. auch die Glaspyramide ggü. des Louvre (!) geschaffen hat!
Weihnachtsflair
Also gehen wir weiter zum Statue Square, verweilen kurz bei Weihnachstmusik und geschmückten Tannen, bevor wir weiter laufen zum Anleger der Star Ferry.
Der Tag in Bildern – zum Durchklicken:
Zurück zum Hotel
Wir laufen wieder den höhergelegten Fußweg von heute Morgen und fahren mit der Fähre zurück nach Kowloon. Alleine dieser Stadtteil, in dem wir uns übrigens sehr wohl fühlen, hat über 2 Mio Einwohner! Je nach Gegend kommt man sich hier vor wie auf dem New Yorker Times Square, nur in irgendwie halt asiatischer Optik…
Mittlerweile wird es dunkel und die Stadt ist schon sehr schön beleuchtet.
Der Shuttle vom Metropark kommt direkt nach uns am Peninsula Hotel an und wir können direkt einsteigen und los fahren.
19Uhr: 19. Etage
Ganz oben auf dem Dach auf unserem Hotel gibt es einen Pool. Ich will kurz einen Blick darauf werfen, begnüge mich aber mit einem Blick von weitem weil ich keinen Lust habe die Schuhe auszuziehen und in die Latschen zu schlüpfen, die vor mir schon so viele andere angehabt haben…
Also ab auf Etage 11 in unser Zimmer Nummer 1104. Wir hatten noch ganz kurz überlegt, noch etwas zu essen aber das schenken wir uns. Eine Dusche, ein Laptop, ein Handy, ein Buch – das ist auch eine Abendgestaltung.
22 Uhr: Schlafenszeit
Kommt mit! Es geht noch weiter auf Hongkong Island und zwar mit der Repulse Bay, Stanley und Aberdeen im Süden!



