Sonntag, 15.05.2022 – Tagesausflug vom Bodensee nach Stein am Rhein
11.30 Uhr. Die MS Reichenau legt ab. Wir sind mit an Bord. Das Ticket inklusive Fahrradmitnahme ist mit je 12.20€ nicht ganz billig aber für unsere Fahrradroute heute unumgänglich. Über´s Wasser radeln können wir noch nicht…
Das Schiffchen fährt rüber nach Iznang, auf der anderen Seite des Zeller Sees, und dann geht es weiter nach Mannenbach, wo wir nach insgesamt nur 35 Minuten Fahrt von Bord gehen. Natürlich auch heute wieder bei allerfeinstem Reisewetter! Auch hier in Mannenbach ganz klares Wasser, wie eigentlich überall am See, was wir bisher so gesehen haben. Herrlich!
In Mannenbach radeln wir dann also richtig los und zwar 18km nach Stein am Rhein. Die überwiegende Strecke haben wir Blick auf den Bodensee, der später zum Rhein wird. Der Weg ist sehr gut ausgeschildert, man kann sich eigentlich gar nicht vertun. Man fährt auch durch ein paar süße kleine Schweizer Ortschaften, teilweise teilt man sich die Straße mit viel Verkehr, aber das sind nur Teilstücke der Strecke.
Die Strecke flasht mich auf jeden Fall maßlos, ich kann mit Worten leider nicht beschreiben wie gut alles zusammenpasst… Das Wetter, das so perfekt mitspielt. Das Wasser, das (in Form von Bodensee bzw. Rhein) nahezu majestätisch und unterschiedlich blau schimmernd unter uns liegt, als wir in die höheren Gebiete kommen. Die niedlichen Häuschen, überwiegend mit Schweizer Flagge geschmückt. Und auch die grasenden Schweizer Kühe und (bald) blühenden Obstplantagen am Wegesrand.
In Stein am Rhein landen wir, unserer Streckenführung geschuldet, natürlich auf der Südseite vom Rhein, während sich die Altstadt auf der Nordseite befindet. Da wir nicht sofort die Brücke hinüber nehmen sondern noch einen kleinen versehentlichen Schlenker fahren, haben wir einen wahnsinnig tollen Blick rüber auf das Altstadtpanorama, das mich (auch wenn es eigentlich totaler Quatsch ist) sofort an Porto erinnert, wo man auch auf der Südseite des Douros, in Vila Nova de Gaia, einen fabelhaften Blick rüber auf die Nordseite, nach Ribeira, hat.
Letztendlich schieben wir dann natürlich doch noch unsere Drahtesel über die Rheinbrückeund tingeln dort erst mal etwas am Fluss entlang. Es ist heiß und überfüllt – natürlich, das war zu erwarten; auf einem sonnigen Sonntag ist natürlich jeder unterwegs. Die Ausflugsboote landen hier, die Menschen wollen (Eis) essen gehen, flanieren, es bietet sich einfach an!
Die unterschiedlichen Gelüste unsererseits (Philipp Eis, Anna herzhaft) erfordern nun zwei gastronomische Stopps (in der Reihenfolge). Erst lassen wir 19€ für eine Person im Eiscafé (Schweizer Preise eben…) und dann finden wir tatsächlich ein Hof Café mitten in der City, wo es wirklich günstige Flammkuchen gibt. Naja, der Flammkuchen ist in Wirklichkeit nicht halb so groß wie das, was man normalerweise unter einem Flammkuchen versteht, aber als kleiner Snack ist es immerhin etwas.
15 Uhr. Wir verlassen Stein am Rhein frisch (sonnen-)eingecremt und werden die kommenden 24km in 01h40 bewältigen. Kurz nachdem wir Stein am Rhein verlassen, befinden wir uns wieder auf deutscher Seite und auch hier ist die Strecke sehr gut ausgeschildert und landschaftlich ausgesprochen reizvoll, wenn auch ein kleines bisschen weniger als auf Schweizer Seite!
Zum Durchblättern: Fotoalbum Stein am Rhein







