Funchal & Monte

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Carreiros do Monte - Partida

Freitag, 22. November 2024

Ein Hoch auf das Hotel-Frühstück!

8 Uhr. Wir sind zum Frühstück verabredet und darauf freue ich mich! Genau genommen freue ich mich schon seit Wochen auf das Hotelfrühstück aber insbesondere in den letzten Tagen, weil so schön praktisch und individuell ein Appartement mit Selbstverpflegung auch ist, so nett ist doch auch immer wieder ein Frühstücksbuffet, für das frau keinen Handschlag selbst tun musste…

Noch einmal ein Freitag in Funchal

9.30 Uhr. Abfahrt am Hotel mit dem Hotel-Shuttle. Wie von Philipp und mir erhofft, ist es derselbe gute gelaunte Busfahrer wie noch vor zwei Jahren. Leider spielt er nicht dieselben Lieder wie damals, um lautstark mitzusingen und die Gäste in Schwung zu bringen. Trotzdem freuen wir uns, ihn zu sehen und immer noch hier als zuständig zu wissen.

Nach nur einer knappen halben Stunde Fahrt setzt er uns, ganz genau wie damals, fast direkt an der Seilbahnstation Funchal-Monte ab. Das passt perfekt, denn wir haben für heute ein paar unserer Funchal-Highlights herausgesucht, um (Schwieger-) Eltern daran teilhaben zu lassen. Und deshalb führt unser erster Weg uns auch direkt zur Seilbahn-Talstation, um für 12,50 Euro pro Person nach Monte hoch zu fahren. Ich möchte vermuten, dass wir diesen Preis auch beim letzten Mal gezahlt haben und, dass es somit nicht teurer geworden ist.

Monte

Carreiros do Monte - Partida

Gute 15 Minuten dauert die Fahrt hoch zur zu Funchal gehörenden Gemeinde Monte, wo man direkt am traumhaft schönen, riesigen Tropischen Garten aussteigt. So gut uns dieser beim letzten Mal auch gefallen hatte, heute haben wir ein anderes Ziel: Die Korbschlitten!

Was uns 2022 verwehrt geblieben war, soll heute klappen: Ohne Warteschlange Tickets kaufen und unterhalb der Kirche Nossa Senhora do Monte in den Korbschlitten steigen! Wir haben Glück: Genau wie unten an der Seilbahnstation, bildet sich die Menschenschlange hier genau hinter uns.

Carreiros do Monte - Partida

Man mag es kaum glauben aber die Menschen, so ja auch wir, bezahlen bereitwillig 35 Euro um sich zu zweit zwei Kilometer lang die Straßen runter rutschen zu lassen, und das in einem fragwürdigen, hoffentlich stabilen Korbgeflechtgebilde… Egal! Es macht wirklich Spaß und wirkt gar nicht so gefährlich und rasend schnell wie es gerne manchmal in Videos und auf Blogs dargestellt wird!

Aber man ist schon flott unterwegs und kann den Fahrtwind genießen. Ein bisschen fühlt es sich an wie Autoscooter fahren, wie man da so drin sitzt, doch im Idealfall gibt es keinen Zusammenstoß, denn der bliebe sicherlich nicht ohne Folgen…

Korbschlittenfahrt

Und so sausen wir durch Monte, im 19. Jahrhundert Wohnort der Reichen und Schönen, heute noch erkennbar an einigen herrlichen Villen und Gärten, die wir im Vorbeirauschen natürlich nicht wirklich wahrnehmen können.

Am Endpunkt der Korbschlittenfahrt drücken wir unseren beiden Korbschlittenpiloten ein kleines Trinkgeld in die Hand, sie haben wirklich keinen leichten Job… Nach einem kurzen Pipistopp gehen wir um die Ecke zur nächsten Linienbushaltestelle um nach Funchal zurück zu kehren, denn wer denkt, von Monte ganz bis nach Funchal im Schlitten runter zu fahren, der irrt. Bis dorthin ist es noch ein ganzes Stück…

Korbschlittenfahrt

11 Uhr. Wir haben erfolgreich die, ganz untypisch-portugiesisch, aufdringlichen, griffigen Taxifahrer abgewehrt und besteigen den Bus zur Markthalle von Funchal, wo wir ungefähr eine Viertelstunde später wieder aussteigen.

Zum Durchblättern: Fotoalbum Monte

Carreiros do Monte - Partida

Funchal Mercado dos Lavradores und Rua de Santa Maria

Zu allererst stärken wir uns an der Markthalle in einem kleinen Café, hier waren Phil und ich letzte Woche schon. Sie haben den besten Espresso, die besten Pastel de Nata und die günstigsten Preise. Dafür ertrage ich gerne den Verkehrslärm der daneben befindlichen Hauptstraße. Im Gegenteil: Wir sitzen hier extrem nett, schattig und erholsam.

Anschließend drehen wir eine kleine Runde durch die Markthalle um die Vielfalt an Früchten zu bestaunen und, meinerseits, ein paar Souvenirs zu kaufen. Auch wenn ich schon mehrfach in der Markthalle gewesen bin, sie ist immer einen Besuch wert, man muss sich aber auf Touristenmassen und Drängelei einstellen und einlassen!

Mercado dos Lavradores

Gegenüber in einem kleinen Shopping Center suchen wir noch ein Paar bestimmte Schuhe, werden aber nicht fündig. Deshalb machen wir direkt wieder kehrt und schlendern durch die Rua de Santa Maria mit ihren vielen unterschiedlich kunstvoll bemalten Türen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass es hier letztes Mal beeindruckender und vielfältiger gewesen ist, bzw. ich mehr bemalte Türen gesehen habe. Viele Motive erkenne ich wieder, einige scheinen hinzu gekommen zu sein, andere jedoch verschwunden. Mir ist bekannt, dass die Bemalungen hier wechseln aber es fällt auf, dass etliche Türen bzw. Kunstwerke mittlerweile mutwillig beschmiert und zerstört werden…

Zona Velha

Und nun zum gemütlichen Teil

Auf der Dachterrasse vom Restaurant des Madeira Story Centers [!keine Werbung!] nehmen wir ein paar Kaltgetränke ein und beschließen kurzerhand, nicht auf unseren Hotelshuttle um 15 bzw. 16 Uhr zu warten, sondern hitzebedingt um 13.29 Uhr die Linie 155 zu nehmen, denn dieser öffentliche Bus hält ebenso direkt vor unserem Hotel.

Zum Durchblättern: Fotoalbum Funchal

Zona Velha

Die Strecke, die dieser Bus nimmt, weicht natürlich ab von dem direkten Weg, den der Hotelbus nimmt, dadurch ist die Fahrt wesentlich bergiger, kurviger und dauert aufgrund der weiteren Haltestellen ein paar Minuten länger. Nach dieser Fahrt ist die Motivation umso größer, mit meinem Mann direkt noch einmal in den Pool zu hüpfen! Und so verbringen wir den Nachmittag größtenteils am und im Pool, bis es mir zu sonnig wird und ich mein Buch zu Ende gelesen habe. Kurzerhand lasse ich meinen Mann auf der Poolliege liegen und buche mir spontan eine balinesische Ganzkörpermassage, die es, wie sich herausstellt, in sich hat! Sehr schmerzhaft aber gleichzeitig sehr wohltuend! Wie sich herausstellen wird, lindert sich meinen Wander-Muskelkater tatsächlich erheblich.

18 Uhr. Beim Abendessen treffen wir uns dann wieder zu viert und sitzen anschließend auch noch ein bisschen beisammen. Ein sehr gelungener Tag geht zu Ende.

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