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Sonntag, 14. April 2013 – Unterwegs auf der Traumstraße schlechthin
Den 101 von Pismo Beach nach San Luis Obispo, und dann endlich wieder auf die 1 up North! James Blunt singt mit uns und wir sind verdammt happy auf dem Highway No. 1!
Den ersten Stopp legen wir auf Höhe des Hearst Castle ein, ca. eine Stunde nach Abfahrt. Hier gibt es einen tollen Strand, der zwar gut besucht aber trotzdem super schön ist. Hunde und Kinder toben in den Wellen, Erwachsene liegen im Sand und lesen oder blicken aufs Meer, einige Strandspaziergänger sind natürlich auch unterwegs. Wir beobachten das Treiben und können uns nur mühsam wieder losreißen. Gerne würden wir den ganzen Tag hier bleiben…
Wir fahren nicht sehr weit, da wird der Elephant Seal Vista Point ausgeschildert. Als wir noch vor zwei Jahren „die 1“ nach Süden gefahren sind, war dieses Teilstück der Straße gesperrt gewesen, aufgrund eines Erdrutsches. Dadurch haben wir damals das hier alles verpasst.
Heute aber ist es soweit – und das auch noch bei strahlendem Sonnenschein und ohne Nebel. Hunderte von Seeelefanten geben ein unvergessliches Bild ab, und bescheren uns einen Zwischenstopp, der zum Highlight unseres Tages wird! Es macht einfach Spaß, die Tiere hier zu beobachten, wie sie entweder träge rumliegen oder sich kleine Rangeleien untereinander liefern.
Es folgen weitere wunderbare Aussichtspunkte auf der Strecke, dazu ist es angenehm warm, sodass wir mit offenem Fenster fahren können. Inzwischen sind wir auf Bruno Mars umgestiegen. Und genießen das Leben!
Als F. genug gefahren ist, tauschen wir wieder. Es gibt unterwegs so viel zu gucken und zu staunen und wir freuen uns unseres Lebens. Wie kann man einerseits so beseelt sind, und gleichzeitig so tieftraurig? Denn mit jeder Meile, die wir hinter uns lassen, kommen wir näher an San Francisco und damit näher ans Ende unserer Reise…
Die Fahrt dauert lange genug, um auch noch ein U2 Album hinterher zu schicken.
17 Uhr: Ankunft Point Lobos. Hier waren wir vor zwei Jahren schon einmal. Punta de los Lobos heißt Platz der (See-) Wölfe – von den Spaniern so benannt. Es ist eine Halbinsel südlich der Carmel Bay und ein echtes Juwel unter den kalifornischen Naturschutzgebieten. Damals waren wir uns ganz sicher, dass wir dieses traumhafte Stückchen Erde mit seinen Zypressen, der wilden Küste, den kleinen Buchten und senkrechten Klippen, den atemberaubenden Aussichtspunkten und den vielen Seelöwen und Robben, auf jeden Fall wieder sehen würden. Und deshalb sind wir hier!
Wir zahlen also die übliche Statepark-Gebühr von 10 Dollar pro Fahrzeug, und fahren zum erstbesten Parkplatz, von dem aus wir einen kleinen Spaziergang auf dem Sea Lion Trail unternehmen können. In der Ferne können wir die Sea Lions sofort hören. Die Sonne ist kurz vor dem Untergehen. Es ist noch schön warm und herrlich windig, was es hin und wieder auch kalt werden lässt. Es ist trotzdem das schönste Wetter, das wir uns vorstellen können!
Wir fahren weiter zum Bird Trail. Zu Beginn des Trails erblicken wir ein Seehundbaby auf einem Felsen weit unter uns. Die vermeintlichen Eltern schwimmen in einiger Entfernung des Jungen in der Bucht und wir sind gespannt ob der Kleine noch ins Wasser gehen wird… So lange wir auch warten, es passiert nichts weiter. Doch der Anblick fesselt uns.
18.30 Uhr: Wir wollen weiter nach Carmel. Ein ganz bestimmter Laden hat uns beim letzten Mal so gut gefallen, da wollen wir später noch hin. Aber erst einmal gibt es etwas zu essen!
19 Uhr: Mangels bezahlbarer Alternativen landen wir in einem Sea Food Restaurant, das selbstredend nicht preiswerter ist als alles andere in Carmel… Allerdings ist das Essen wirklich sehr, sehr köstlich: Ich habe heute ein Risotto mit Mais, Tomaten, Avocado, Artischocken und Champignons.
Hauptsächlich gibt es in diesem Bilderbuch-Künstlerstädtchen stilvolle Galerien, kleine Boutiquen, gemütliche Cafés und vornehme Countryclubs. Definitiv kein Durchschnitts-Touristen-Ort, sondern ein Städtchen mit ganz eigenem Charme; ein Ort für Genießer und Kunstliebhaber.
20.30 Uhr: Unsere Beute in dem besagten Shop begrenzt sich auf jeweils eine Jacke. Wir sind reichlich enttäuscht, nicht mit so vielen Tüten wie beim letzten Mal, hier raus zu spazieren. Aber wir freuen uns auch schon wieder auf das Hotel Abrego [!keine Werbung!] in Monterey, von dem wir glauben zu wissen, was uns erwartet, da wir bereits im letzten Urlaub hier übernachtet haben.
Monterey: Seit 1992 staatliches Meeresschutzgebiet – perfekt zum Tauchen, Schnorcheln, Boot- und Kajakfahren mit Stränden und Sanddünen wie aus einem Hollywoodfilm, traumhafter Felsküste und tiefen Buchten. Der Ort selbst ist spanisch-mexikanisch und ideal für einen Kurzaufenthalt. Allerdings haben wir dieses Mal nicht wirklich Zeit, noch etwas von Monterey selbst zu sehen. Damals waren wir an der Fisherman´s Wharf und im Monterey Aquarium. Das war toll, aber unsere Zeit ist dieses Mal begrenzt.
21 Uhr: Wir checken ein! Unser Zimmer befindet sich dieses Mal allerdings im Haupthaus und ist – nicht schlecht! Aber anders! Weiter darüber nachdenken kann ich in dem Moment aber nicht weil F. gerade feststellt, dass die Tür vom Balkon nicht zu schließen geht… Na super. Das brauchen wir jetzt noch zu dieser Uhrzeit! Also rufe ich an der Rezeption an und man schickt uns einen Hausmeister. Dieser teilt uns mit, das Problem könne erst morgen behoben werden. Wir bedauern dies (im Gegensatz zu ihm) weil wir ja morgen schon wieder abreisen…
Immerhin kommt man an der Rezeption unserem Wunsch eines anderen Zimmers sofort nach, wir können ins Nachbarzimmer umziehen. Da ist dann auch alles in Ordnung. Nicht in Ordnung finden wir allerdings, dass als wir zur Bar kommen, gerade Feierabend gemacht wird, obwohl man uns gerade eben beim Einchecken gesagt hat, dass hier abends so lange auf ist wie Nachfrage da…
Montag, 15. April 2013 – Ein letzter Tag „Road Trip“
Heute also noch einmal California Dreaming! Ein Stückchen des 1000 Meilen langen Highways von Oregon bis Mexiko befahren wir heute noch einmal. Ein winziges.
7 Uhr / 8 Uhr: Irgendwann stehen wir auf, können uns aber nicht besonders gut aufraffen… Wirklich gar nichts zieht uns nach San Francisco. Es ist zwar irgendwie unsere Lieblingsstadt, aber dieses Mal nun mal leider auch die letzte Station unserer Reise…
9 Uhr: Wir müssen à la carte bestellen weil es kein Buffet mehr zu geben scheint wie einst… Trotzdem ist das Frühstück gut. Wir verspachteln eine Auswahl an Croissants, Muffins, etc. und trinken leckeren, frisch gepressten Orangensaft.
10 Uhr: Heute fahre ich mal zuerst. Aber nur ein kleines Stück. Denn bevor wir nach Milpitas und weiter nach San Francisco fahren, wollen wir noch den 17 Mile Drive nahe Monterey befahren – und den wollen wir uns „teilen“. Wir haben uns in diesen Scenic Drive beim letzten Mal total verliebt und freuen uns umso mehr, dass wir heute solch ein Wetterchen haben!
Man fährt hier also immer die Küste entlang, 17 Meilen eben, und bekommt fotogene Felsen, das rauschende Meer, kreischende Möwen, niedliche Eichhörnchen, den weltberühmten Lone Cypress Tree und vieles mehr vor die Linse. Nach etwa der Hälfte der 17 Meilen Fahrt tauschen wir, denn F. möchte in dieser Kulisse auch gerne mal am Steuer gesessen haben.
11.30 Uhr: Es ist schon später als gedacht aber so spät nun auch wieder nicht. Wir fahren jetzt nach Milpitas weil wir wieder in der Great Mall of the Bay Area [!keine Werbung!] shoppen wollen. Wie auch immer das alles noch in unsere Koffer passen soll…
Bevor wir uns final auf den Weg nach San Francisco begeben, besorgen wir noch ein paar Kleinigkeiten bei Walgreens [!keine Werbung!]und Target [!keine Werbung!] – und dann ist es F. sehr recht, wenn ich das Steuer wieder übernehme, denn in den Stadtverkehr von San Francisco mag sie sich nicht stürzen.
Wir wählen dieses Mal den Weg östlich der Bay entlang, um über die Bay Bridge in die Stadt zu kommen. Das ist streckentechnisch ein Umweg und wir wissen, dass diese Brücke 6 Dollar Maut kostet, aber wir sind der Meinung, dass es uns Zeit spart.
Küstenstraße Highway No. 1 komplett in Bildern – zum Durchblättern:
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