Zurück zum gestrigen Pooltag
Freitag, 10.03.2017
Erstmal in Gang kommen…
08.15Uhr:
Heute gehen wir verhältnismäßig spät zum Frühstück. Grund: Phil hat die Nacht bescheiden und morgens somit etwas länger geschlafen – und ich persönlich habe es nicht eilig weil mich Halsweh und somit ausgeprägte schlechte Laune plagt. Und auch nach dem Frühstück verbringe ich den halben Vormittag im Bett obwohl draußen die Sonne strahlt – aufgrund der einsetzenden Erkältung habe ich mir aber Pool und Strand gestrichen damit ich hoffentlich annähernd fit bin wenn wir ab heute Nachmittag unseren Mietwagen haben und diesen natürlich auch tüchtig ausfahren wollen!
11.00Uhr:
Vielleicht doch an, wenn schon nicht in, den Pool? Eine Liege im Schatten, möglichst windstill, neues Buch. Geht! Mein Verlangen nach einem Schokomilchshake (den ich normalerweise so gar nicht mag!!) stille ich mit einer Portion Obst und einem Twix aus dem Hotel Take Away Café wie gestern Mittag! Sauteuer aber zweckerfüllend und unglaublich lecker und erfrischend!
Auto abholen
14.00Uhr:
Dreist gewinnt. Wir schlagen nach einer kurzen Trolley-Fahrt eine Stunde zu früh beim Vermieter auf und bekommen unser Auto tatsächlich schon ausgehändigt! Tom, so taufen wir unseren Toyota, ist silber und zunächst gefühlt riesig groß! Er ist ein Corolla und noch nicht sehr weit gereist.
Es dauert bis wir ihn auf Macken überprüft, das Navi eingestellt und uns „eingerichtet“ haben. Wir suchen einen Walgreens [!keine Werbung!], finden dort aber keinen Parkplatz vor und beschließen letztlich, direkt nach Key Biscayne zu fahren und auf dem Rückweg Getränke zu kaufen… Aus einer geplanten halben wird nun jedoch ungefähr eine ganze Stunde Fahrt, da der Verkehr ziemlich dicht ist! Auf dem Highway 95 geht es raus aus der Stadt und nach Passieren der Mautstation erreichen wir Virginia Key, später Key Biscayne!
Der erste State Park
Unser Ziel ist der Bill Baggs Cape Florida State Park, der uns insgesamt gerade mal 8 Dollar Entrance Fee kostet. Unseren Plan, dort ein Fahrrad zu mieten, verwerfen wir vor Ort spontan und gehen am Strand entlang zu Fuß Richtung Leuchtturm. Der Strand ist hier natürlich wesentlich ruhiger als in Miami Beach, sogar jetzt am Wochenende, allerdings ist er leider, leider auch sehr, sehr dreckig. Und damit meine ich nicht Seegras und ähnliches sondern schlichtweg Plastik und Müll, das achtlos in die Landschaft geworfen und hier offenbar nie weggeräumt wird. Das ist absolut schade, denn sonst könnte mir der Strand hier richtig gut gefallen.
Der Aufstieg auf den kleinen Leuchtturm lohnt, aber oben ist es so eng, dass immer nur wenige Leute für wenige Minuten hoch dürfen. Man muss keinen Eintritt zahlen, darf aber natürlich gerne etwas spenden. Die Treppe schaukelt übrigens ein kleines bisschen, je höher man kommt. Wer extrem schwindelanfällig ist, sollte unten bleiben…
Die Aussicht ist jedenfalls gigantisch, man blickt auf den weißen Strand und das in unterschiedlichen Blau- und Türkisfarben schillernde Meer hinab. Sieht am Horizont ein paar Segelschiffe und die Skyline von Miami. Und in der näheren Umgebung grün, grün, grün!
Unten wieder angekommen gehen wir einfach immer der Nase nach! Wir sehen Waschbären, Eichhörnchen, unzählige geckoartige Lebewesen und ein paar Fischer in der schon recht tiefstehenden Sonne. Tolle Motive! Kartenmaterial gibt es aber leider nicht, nur eine App, die uns nichts nutzt, da wir tatsächlich ohne unsere Smartphones nach Amerika geflogen sind.
Das ist übrigens Premiere und unglaublich toll! Wenn ich Kontakt zu jemandem außer meinem Ehemann will, muss ich warten bis ich im Zimmer bin und den Laptop aufklappen kann! Das hat zwar den „Nachteil“, unterwegs keine Informationen mal eben aus dem Gerät ziehen zu können aber bisher hat uns das auch noch nicht gefehlt weil wir stets gut vorbereitet sind und uns im Notfall auch mal von jemandem helfen lassen würden.
Es ist außerdem befreiend, nicht ständig irgendwem schreiben zu „müssen“, auf Antworten warten zu „müssen“ oder zu reagieren wenn man meint, die Handtasche „vibriert“… Ich dachte vorher, der Entzug würde viel heftiger werden aber eigentlich habe ich mich schnell dran gewöhnt und bereue es kein bisschen! Wir haben eine Armbanduhr, im Fall der Fälle gibt die Rezeption uns einen Wake Up Call und so überwiegen die Vorteile ohne mobiles Endgerät zu reisen deutlich! Inzwischen beäuge ich die Smartphonegeschädigten alle überall um uns herum schon eher mitleidig!
Aber weiter im Text bzw. im State Park. Dieser ist so herrlich grün und bietet so wunderschöne Wege, dass man stundenlang spazieren gehen könnte oder eben Fahrrad fahren, was ich tatsächlich unbedingt empfehlen würde. Natürlich nicht ohne Picknicktasche und Badezeug! Dann kann das ein ganz(er) herrlicher Tag hier draußen werden!
Der Tag in Bildern – zum Durchklicken:
Loco Coco
Ein weiteres Ziel haben wir aber noch auf dem Programm heute: Coconut Grove! Hier befindet sich am Coco Walk, der Fress- und Vergnügungsmeile des Künstlerviertels Miamis, die Cheesecake Factory [!keine Werbung!]! Es ist Freitagabend aber wir bekommen sofort einen Tisch. Wir bestellen Tacos bzw. Pasta, sind aber beide nicht so angetan wie einst. Ich für meinen Teil kann sagen, die Nudeln schmecken wie vom Vortag, das dazugehörige Gemüse teilweise sehr nach Fleisch – und überhaupt! Es passt einfach nicht…
Um über diese Unzufriedenheit hinweg zu kommen, bestellen wir direkt noch einen Reese´s Peanut Butter Cheesecake und einen Chocolate Hazelut Nutella Cheesecake. Danach ist uns dann vollends übel! Mission erfüllt.
19.00Uhr:
Der kurze Stopp im Parkhaus während des Essens hat uns mal eben 10 Dollar gekostet. Nicht drüber nachdenken.
Unweit entfernt finden wir einen Walgreens [!keine Werbung!] und im selbigen endlich Wasserflaschen, Aloe Vera Apres Sun und Desinfektionsspray.
Danach machen wir uns auf den Heimweg, der wieder doppelt so lange dauert wie geplant…
Ich würde mich freuen wenn du weiterliest… – am Golf von Mexiko








